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3D-Konstruktionen mit Autodesk Inventor und Inventor LT 2017 by Detlef Ridder

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Kapitel 1
Vorbetrachtungen und
einfache 3D-Konstruktionen
In diesem einleitenden Kapitel wird in die Vorgehensweise des Inventor-Pro-
gramms und die grundlegende Benutzung eingeführt. Nach prinzipiellen Betrach-
tungen lernen Sie den Inventor-Bildschirm mit seinen Bedienelementen anhand
mehrerer Beispiele kennen. Zuerst geht es darum, dass Sie sich eine Vorgehens-
weise für das aktuelle Problem überlegen. Hierzu finden Sie am Anfang einige
prinzipielle Überlegungen zur Lösung dreidimensionaler Aufgaben mit Inventor.
Bitte fangen Sie nicht gleich nach den ersten Schilderungen an, auf der Oberfläche
herumzuklicken. Es lohnt sich immer, erst eine Strategie festzulegen, bevor man
unnütz viel herumklickt und sein Teil sozusagen zusammenmurkst. Zuerst folgt
deshalb eine Präsentation der grundlegenden Konstruktionsprinzipien bei Inven-
tor. Sie erfahren, wie ein Modell aufgebaut werden kann. Diese vorgeschlagenen
Wege sind durchaus nicht immer zwingend. Zu einer Konstruktionsaufgabe gibt es
immer verschiedene Vorgehensweisen. Was Ihnen dabei als einfacher oder logi-
scher erscheint, müssen Sie dann entscheiden. Aber schauen wir uns zuerst die
Möglichkeiten an, die Inventor bietet. Danach folgen einige einfache Konstruktio-
nen, bei denen Sie dann sofort mitmachen können. Dabei werden Sie merken, dass
abgesehen vom Grundlagenwissen noch viele weitere Details des Programms
beherrscht werden müssen. Diese detaillierteren Themen werden dann in den
nachfolgenden Kapiteln erläutert.
1.1 Die drei Phasen der Inventorkonstruktion
In INVENTOR werden dreidimensionale Mechanikteile in folgenden Schritten
erstellt:
1. Erstellung der einzelnen 3D-Volumenkörper,
2. Zusammensetzen der Körper zur Baugruppe einschließlich der Bewegungsmög-
lichkeiten und
3. Ableiten der Zeichnungsansichten einzelner Komponenten und/oder des gesam-
ten Mechanismus als Baugruppe.
Kapitel 1
Vorbetrachtungen und einfache 3D-Konstruktionen
16
Bei der Programmversion INVENTOR LT gibt es keine Möglichkeit zum Zusammen-
bau von Baugruppen. Die Schritte sind dann:
1. Erstellung einzelner Volumenkörper und
2. Ableiten der Zeichnungsansichten einzelner Körper.
In jedem Schritt des Konstruktionsablaufs entstehen dadurch auch Dateien mit
ganz spezifischen Endungen:
1. Die Volumenkörper werden in
*.ipt-Dateien gespeichert. Hinter der Abkür-
zung steht der Begriff »Inventor-ParT«, kurz IPT oder deutsch Bauteil (Abbil-
dung 1.1).
2. Für die Baugruppen heißen die Dateien
*.iam, das steht für »Inventor-AsseMbly«
(Abbildung 1.2).
3. Die abgeleiteten Zeichnungsdateien sind
*.dwg-Dateien, eigentlich das Dateifor-
mat von AutoCAD (DWG steht für »DraWinG«), das Format *.idw für »Inven-
tor-DraWing« ist nicht mehr die Standard-Vorgabe, weil das DWG-Format
universeller ist (Abbildung 1.3).
Zunächst soll in den ersten Kapiteln die Erstellung von 3D-Bauteilen geschildert
werden. Dann folgt die Zeichnungsableitung und am Ende die Darstellung für
den Zusammenbau der Baugruppen.
Abb. 1.1: Ein Bauteil (*.ipt-Datei)
Abb. 1.2: Eine Baugruppe (
*.iam-Datei, nicht in Inventor LT) im Halbschnitt
1.1
Die drei Phasen der Inventorkonstruktion
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Abb. 1.3: Die technische Zeichnung eines Bauteils (*.dwg-Datei)
Abb. 1.4: Zeichnung für eine Baugruppe mit Stückliste und Positionsnummern

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