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Aktualisieren Ihrer MCSA/MCSE-Zertifizierung auf Windows Server 2008 MCTS - Original Microsoft Training für Examen 70-648 und 70-649 by Ian L. McLean, Orin Thomas

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Lektion 1: Konfigurieren von Datensicherung und Wiederherstellung 413
Systemstatuswiederherstellung
Die Systemstatuswiederherstellung ist die Methode der Wahl, wenn Sie beschädigte Server-
rollendaten oder AD DS wiederherstellen. Es ist nicht möglich, eine partielle Systemstatus-
wiederherstellung auszuführen; eine Systemstatuswiederherstellung muss immer komplett
durchgeführt werden. Sofern Sie nur den Systemstatus wiederherstellen wollen, ohne eine
vollständige Server oder Volumewiederherstellung auszuführen, können Sie das Dienstpro-
gramm Wbadmin verwenden.
Im ersten Schritt lassen Sie sich die Liste der Datensicherungen anzeigen, wobei die letzte
Datensicherung am Anfang aufgeführt ist. Geben Sie dazu den folgenden Befehl ein:
wbadmin get versions
Notieren Sie sich die Kennung der Datensicherungsversion, die im Format MM/TT/JJJJ-
HH:MM vorliegt. Sie müssen die gesamte Kennung der Datensicherungsversion eingeben,
wenn Sie die Wiederherstellung durchführen. Sie starten die Systemstatuswiederherstellung
mit einem Befehl mit folgender Syntax:
wbadmin start SystemStateRecovery –version:MM/TT/JJJJ-HH:MM
Drücken Sie J, um die Standardoptionen für die Systemstatuswiederherstellung zu verwen-
den, und drücken Sie dann die
EINGABETASTE, um den Wiederherstellungsprozess zu
starten. Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und starten Sie dann den Server neu.
Unter Umständen müssen Sie den Server mehrmals neu starten, abhängig davon, welche
Serverrollen auf Windows Server 2008 installiert waren, als die Systemstatusdatensicherung
angefertigt wurde.
Weitere Informationen Systemstatuswiederherstellung
Weitere Informationen über die Systemstatuswiederherstellung inklusive einer Schritt-für-
Schritt-Anleitung finden Sie unter http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc753789.aspx.
Schnelltest
1. Welche Anwendungen können mit einer Anwendungswiederherstellung wiederherge-
stellt werden?
2. Wie greifen Sie auf das Tool für eine vollständige Serverwiederherstellung zu?
Antworten zum Schnelltest
1. Anwendungen, die in der Windows Server-Sicherung registriert sind. Solche Anwen-
dungen können wiederhergestellt werden, ohne dass gleichzeitig irgendwelche ande-
ren Daten außerhalb der Anwendung verändert werden.
2. Starten Sie vom Windows Server 2008-Installationsmedium oder öffnen Sie die Win-
dows-Wiederherstellungsumgebung.
Wiederherstellen von AD DS
Sie stellen AD DS wieder her, wenn Sie die Systemstatusdaten eines Domänencontrollers
wiederherstellen. Diese Art der Wiederherstellung wird als nichtautorisierende Wiederher-
stellung (engl. nonauthoritative restore) bezeichnet. Sie versetzt die Active Directory-Daten-
414 Kapitel 8: Warten der Active Directory-Umgebung
bank auf dem Server in den Zustand zurück, den sie hatte, als die Datensicherung durchge-
führt wurde. Wenn Sie den Domänencontroller am Ende der Systemstatuswiederherstel-
lungsprozess neu starten, beginnt die Replikation mit anderen Domänencontrollern in der
Domäne, woraufhin die Active Directory-Datenbank mit den Änderungen aktualisiert wird,
die seit dem Zeitpunkt der Datensicherung vorgenommen wurden. Wollen Sie nicht lediglich
den Domänencontroller wiederherstellen, sondern bestimmte Active Directory-Objekte, die
aus der Datenbank gelöscht wurden, müssen Sie stattdessen eine autorisierende Wiederher-
stellung durchführen.
Weitere Informationen Nichtautorisierende Wiederherstellungen
Weitere Informationen, wie Sie eine nichtautorisierende Wiederherstellung von AD DS
durchführen, finden Sie unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc816627.aspx.
Autorisierende Wiederherstellung
Nach einer nichtautorisierenden Wiederherstellung werden Objekte, die seit dem Anfertigen
der Datensicherung gelöscht wurden, erneut gelöscht, sobald der wiederhergestellte Domä-
nencontroller die Replikation mit anderen Domänencontrollern in der Domäne aufnimmt.
Auf allen anderen Domänencontrollern ist das Objekt schließlich als gelöscht markiert.
Sobald daher die Replikation beginnt, wird auch die lokale Kopie des Objekts als gelöscht
markiert. Beim autorisierenden Wiederherstellungsprozess wird das gelöschte Objekt da-
gegen speziell markiert. Wenn nun die Replikation beginnt, wird das Objekt in der ganzen
Domäne wiederhergestellt. Wird ein Objekt gelöscht, verschwindet es nicht augenblicklich
aus AD DS, sondern erhält ein Attribut, das es als gelöscht markiert. Erst nach Ablauf der
Tombstone-Lebensdauer wird das Objekt tatsächlich gelöscht. Die Tombstone-Lebensdauer
(„Grabstein“) gibt an, wie lange ein gelöschtes Objekt in AD DS erhalten bleibt. Der Stan-
dardwert ist 180 Tage.
Ein Beispiel: Gestern hat ein Mitglied Ihres Administratorteams versehentlich die Organisa-
tionseinheit Abteilungsleiter gelöscht. Sie stellen auf einem Domänencontroller diese Orga-
nisationseinheit aus einer Systemstatusdatensicherung wieder her, aber sie wird umgehend
wieder gelöscht, wenn die Active Directory-Replikation stattfindet. Es reicht nicht, die
Gruppe wiederherzustellen, Sie müssen die Wiederherstellung zusätzlich als autorisierend
markieren.
Eine autorisierende Wiederherstellung können Sie in der Verzeichnisdienstwiederherstellung
(Directory Services Restore Mode, DSRM) durchführen. Dabei markieren Sie Objekte als
wiederhergestellt, bevor Sie den Domänencontroller neu starten. Anschließend werden diese
Änderungen auf die anderen Domänencontroller in der Domäne repliziert.
Eine andere Möglichkeit bietet das neustartfähige AD DS von Windows Server 2008. Sie
können AD DS einfach beenden, wenn Sie Objekte als autorisierend markieren wollen. In
älteren Windows Server-Versionen mussten Sie den Domänencontroller in der DSRM star-
ten und eine nichtautorisierende Wiederherstellung ausführen, bevor Sie ein Objekt als auto-
risierend markieren konnten. Lektion 2 beschreibt das neustartfähige AD DS und welche
Operationen Sie damit ausführen können.

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