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Aktualisieren Ihrer MCSA/MCSE-Zertifizierung auf Windows Server 2008 MCTS - Original Microsoft Training für Examen 70-648 und 70-649 by Ian L. McLean, Orin Thomas

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8 Kapitel 1: Konfigurieren der IP-Adressierung
Sie den Computer in unterschiedlichen Netzwerken benutzen, wobei eines dieser Netzwerke
keinen DHCP-Server hat und Sie keine APIPA-Konfiguration verwenden wollen.
Abbildung 1.1 Die Registerkarte Alternative Konfiguration
Meist benutzen Sie die alternative Konfiguration, wenn Sie denselben mobilen Computer im
Büro und zuhause verwenden. Wenn Sie im Büro sind, verwendet der Computer eine über
DHCP zugewiesene TCP/IP-Konfiguration. Zuhause (wo kein DHCP-Server zur Verfügung
steht) verwendet der Computer automatisch die alternative Konfiguration. Auf einem Server
wird selten eine alternative Konfiguration eingerichtet, aber diese Möglichkeit steht bei Be-
darf zur Verfügung.
Konfigurieren der IPv6-Adressierung
IPv4- und IPv6-Adressen lassen sich leicht unterscheiden. Eine IPv4-Adresse verwendet
32 Bits, sodass der Adressraum etwas über 4 Milliarden groß ist. Eine IPv6-Adresse umfasst
128
Bits, der Adressraum umfasst 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456 oder
2
128
Adressen – eine fast unvorstellbar große Zahl. Für jeden Quadratmeter Erdoberfläche
stehen 6,5 × 2
23
oder 54.525.952 Adressen zur Verfügung. In der Praxis erlaubt der IPv6-
Adressraum mehrere Ebenen der Subnetzunterteilung und der Adresszuweisung zwischen
dem Internetbackbone und einzelnen Subnetzen innerhalb einer Organisation. Der viel
größere Adressraum ermöglicht es Benutzern, jeder Netzwerkkomponente nicht nur eine,
sondern gleich mehrere eindeutige IPv6-Adressen zuzuweisen, wobei jede Adresse einem
anderen Zweck dient.
IPv6 stellt einige Adresstypen zur Verfügung, die den IPv4-Adresstypen entsprechen, und
weitere, die es nur in IPv6 gibt. Ein Knoten kann mehrere IPv6-Adressen haben, die jeweils
andere Aufgaben erfüllen. Dieser Abschnitt beschreibt die Syntax von IPv6-Adressen und
die verschiedenen Klassen von IPv6-Adressen.
Lektion 1: Konfigurieren von IPv4- und IPv6-Adressierung 9
Syntax einer IPv6-Adresse
Die 128 Bit lange IPv6-Adresse wird in Blöcke von jeweils 16 Bit Länge unterteilt, und
jeder 16-Bit-Block wird in eine vierstellige Hexadezimalzahl konvertiert. Doppelpunkte
dienen als Trennzeichen zwischen diesen Blöcken. Diese Darstellung wird als Doppelpunkt-
Hexadezimal-Format bezeichnet.
Globale Unicast-IPv6-Adressen entsprechen den öffentlichen Unicastadressen in IPv4.
Sehen wir uns die Syntax von IPv6-Adressen am Beispiel einer globalen IPv6-Unicast-
adresse an:
21cd:0053:0000:0000:03ad:003f:af37:8d62
Die IPv6-Darstellung kann vereinfacht werden, indem die führenden Nullen in jedem 16-
Bit-Block weggelassen werden. Jeder Block muss allerdings mindestens eine Ziffer enthal-
ten. Streichen wir die führenden Nullen, sieht die Adresse so aus:
21cd:53:0:0:3ad:3f:af37:8d62
Eine ununterbrochene Folge von 16-Bit-Blöcken, die den Wert 0 haben, kann im Doppel-
punkt-Hexadezimal-Format durch zwei Doppelpunkte („::“) zusammengefasst werden. Die
Beispieladresse lässt sich also auch so schreiben:
21cd:53::3ad:3f:af37:8d62
Manche Adresstypen enthalten lange Folgen von Nullen, daher lassen sie sich in dieser No-
tation
kompakt darstellen. Zum Beispiel verkürzt sich die Multicastadresse ff05:0:0:0:0:0:0:2
auf ff05::2.
Präfixe von IPv6-Adressen
Das Präfix ist der Teil der Adresse, der angibt, wie viele Bits feste Werte haben, also die
Netzwerk-ID enthalten. IPv6-Präfixe werden genauso wie die CIDR-IPv4-Notation in
Schrägstrichnotation angegeben. Zum Beispiel ist 21cd:53::/64 das Subnetz, in dem die
Adresse 21cd:53::23ad:3f:af37:8d62 liegt. In diesem Fall sind die vorderen 64 Bits der
Adresse das Netzwerkpräfix. Ein IPv6-Subnetzpräfix (die Subnetz-ID) wird einer einzelnen
Verbindung (engl. link) zugewiesen. Derselben Verbindung können mehrere Subnetz-IDs
zugewiesen sein. Diese Technik wird als Multinetting bezeichnet.
Hinweis IPv6 verwendet in Subnetzmasken keine Punkt-Dezimal-Notation
In IPv6 wird nur die Präfixlängennotation unterstützt. Für die Punkt-Dezimal-Darstellung
von IPv4-Subnetzmasken (zum Beispiel 255.255.255.0) gibt es keine direkte Entsprechung.
IPv6-Adresstypen
Die drei IPv6-Adresstypen sind Unicast, Multicast und Anycast.
Unicast Identifiziert eine einzelne Schnittstelle innerhalb des Bereichs des Uni-
castadresstyps. Pakete, die an eine Unicastadresse gerichtet sind, werden an eine ein-
zige Schnittstelle geliefert. RFC 2373 erlaubt es mehreren Schnittstellen, dieselbe
Adresse zu verwenden, sofern diese Schnittstellen für die IPv6-Implementierung auf
dem Host wie eine einzige Schnittstelle aussehen. Das ermöglicht Lastverteilungs-
systeme.

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