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ArchiCAD 18 Praxiseinstieg by Detlef Ridder

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3.4
Fangpunkte und Fangrichtungen
99
(Alt)+(X) fixiert die x-Koordinate.
(Alt)+(Y) fixiert die y-Koordinate.
(Alt)+(R) fixiert den radialen Abstand.
(Alt)+(W) fixiert den Winkel.
Die gleichen Funktionen lösen auch wieder die Fixierung, und zwar auch gegen-
seitig. Wenn zusätzlich die Hilfslinien aktiviert sind, werden auch die zum fixier-
ten Wert passenden Hilfslinien gezeigt (Abbildung 3.37).
Abb. 3.37: Die vier Möglichkeiten, Koordinaten zu fangen
3.4.5 Relative Konstruktionsmethoden
Die relativen Konstruktionsmethoden sind Möglichkeiten, um relativ zu vorhan-
denen Elementen oder deren Ausrichtung eine Richtung für neue Elemente zu
definieren. Typische Varianten davon sind die Optionen P
ARALLEL oder LOTRECHT.
Sie finden diese Methoden wieder im E
RWEITERTEN KONTROLLFENSTER.
Abb. 3.38: Relative Konstruktionsmethoden
Kapitel 3
Koordinateneingabe
100
LOTRECHT Sie wählen hier im Konstruktionsbefehl zuerst LOTRECHT, dann
über zwei Punktpositionen die Referenzrichtung, zu der Sie lotrecht konstruie-
ren möchten, und dann die Punkte für die Wand. Anstelle zweier Punkte für
die Referenzrichtung reicht es auch aus, die Kante mit dem Stern-Cursor anzu-
klicken. Bei einer Wand-Konstruktion liegt damit die Richtung für den zweiten
Punkt der Wand fest.
Abb. 3.39: Lotrecht zu vorhandener Richtung
Es reicht auch aus, wenn Sie die Bezugsrichtung später festlegen, nämlich nach
dem Startpunkt der Wand, kurz bevor Sie den Endpunkt bestimmen, können Sie
das Werkzeug L
OTRECHT noch aufrufen und die Bezugskante mit dem Stern-Cur-
sor anklicken.
PARALLEL Sie wählen wieder über zwei Punktpositionen die Referenzrichtung,
zu der Sie parallel konstruieren wollen. Auch hier kann alternativ eine Kante
mit dem Stern-Cursor angeklickt werden. Für eine Wandkonstruktion bedeutet
dies, dass wieder die Richtung für den zweiten Punkt fixiert ist.
Abb. 3.40: Parallel zu gegebener Richtung
3.4
Fangpunkte und Fangrichtungen
101
WINKELHALBIERUNGSAUSRICHTUNG Sie wählen über vier Punktpositionen die
beiden Richtungen, zu denen die Winkelhalbierende für die nachfolgende
Konstruktion berechnet werden soll. Es genügt auch hier, die Kanten mit dem
Stern-Cursor anzuklicken. Bei der Winkelhalbierenden ist damit auch schon
die Linie festgelegt, auf der der erste Punkt der nachfolgenden Konstruktion
liegen muss, und natürlich auch der zweite.
VERSATZ Diese Option ist für polygonale Objekte interessant, weil hiermit alle
Segmente einer polygonalen Kontur gleichzeitig um den angegebenen Abstand
parallel verschoben werden. Sie klicken beispielsweise mit dem W
AND-Werk-
zeug und der Geometriemethode P
OLY die Punkte einer bestehenden polygona-
len Wand an und beenden mit Rechtsklick und OK aus dem Kontextmenü.
Dann werden Sie zur Eingabe des Abstands aufgefordert, und die komplette
neue Poly-Wand wird nun um diesen Abstand versetzt.
Abb. 3.41: Abstandsmethode für polygonale Elemente
MEHRFACH-VERSATZ Diese Option arbeitet wie die vorhergehende, nur kön-
nen hier mehrere Abstände eingegeben werden. Dadurch können mehrere pa-
rallel versetzte polygonale Konturen entstehen.
SPEZIELLER PUNKTFANG Dies ist eine Kombination zwischen den besonderen
Fangpunkten und einer hier erstellten Hilfslinie. Während bei den besonderen
Fangpunkten immer eine existierende Wand, Linie, Bogen für Hälfte etc. zu-
grunde liegt, kann hiermit ein besonderer Fangpunkt wie H
ÄLFTE, PROZENT
usw. auf einer Linie ermittelt werden, die aus zwei Punktpositionen hervor-
geht. Sie stellen also zuerst die gewünschte Option der B
ESONDEREN FANG-
PUNKTE ein, aktivieren dann dieses Werkzeug der relativen Konstruktionsme-
thoden und wählen Anfangs- und Endpunkt der Referenzlinie, auf der dann
die besonderen Fangpunkte erscheinen werden. Damit erhalten Sie sozusagen
Bezugspunkte, die in der Luft liegen.
Kapitel 3
Koordinateneingabe
102
Abb. 3.42: Referenzvektor bei 1/3 mit besonderen Fangpunkten
ZUR OBERFLÄCHE AUSRICHTEN Dies ist eine Möglichkeit, im 3D-Fenster eine
Schnittkante zwischen einer schrägen Fläche (bzgl. der xy-Ebene) und der Kon-
struktionsebene z = 0 für verschiedene Konstruktionen oder Modifikationen zu
benutzen. Im Beispiel wird eine Decke auf die Schnittlinie mit einer Dachflä-
che hin verlängert.
Abb. 3.43: Decke bis zum Schnitt mit der Dachfläche verlängern

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