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ArchiCAD 18 Praxiseinstieg by Detlef Ridder

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5.1
Wände
123
Lage der Referenzkante: WAND AN DER REFERENZKANTE SPIEGELN Mit dieser
Funktion können Sie die Ausrichtung einer Wand während der Erzeugung
oder nachträglich ändern. Dadurch wird die Wand an der Referenzkante gespie-
gelt, also in ihrer Lage verändert.
Struktur: STANDARD, MEHRSCHICHT, KOMPLEXES PROFIL Hiermit können Sie
den Wandaufbau aus verschiedenen Komponenten und/oder die Wandform
wählen.
STANDARD: Bei diesem Wandtyp können Sie im Grundrissfenster unter
W
ANDNEIGUNG drei Querschnittsformen wählen: SENKRECHT,
GENEIGT und BEIDSEITIG GENEIGT. Die Wand besteht aus einem einzigen
Material bzw. Baustoff.
MEHRSCHICHT: Für diesen Wandtyp gibt es im Grundrissfenster dieselben
Querschnitte wie oben, aber die Wand besteht aus mehreren Materialschich-
ten. Die vorhandenen mehrschichtigen Wandaufbauten finden Sie unter
O
PTIONEN|ELEMENT-ATTRIBUTE|MEHRSCHICHTIGE BAUTEILE.
KOMPLEXES PROFIL: Hier kann ein beliebiges Wandprofil und ein beliebiger
Schichtaufbau verwendet werden. Bei Wahl dieser Option erscheint neben
dieser Strukturoption eine neue Dialogfläche für das gewünschte Profil. Als
Vorgabe wird ein Profil W
AND, ALTBAU mit verschiedenen Schichten und
einer konstruierten Außenkontur angeboten. Bei dieser Wand gibt es im
Grundrissfenster keine Option für die Wandneigung mehr, weil der Quer-
schnitt allein durch das Profil bestimmt wird. Eigene Profile können über
O
PTIONEN|ELEMENT-ATTRIBUTE|PROFILMANAGER erstellt werden. Profile ent-
stehen im Prinzip aus Schraffurbereichen mit beliebiger Form und wählba-
ren Materialien/Baustoffen.
5.1.2 Materialien, Prioritäten und Profile
Materialen/Baustoffe und Verschneidungsprioritäten
Den Wänden und Wandschichten können verschiedene Materialien zugeordnet
werden. Diese Materialien regeln über Prioritäten auch die automatische Ver-
schneidung von Wänden und die Darstellungsreihenfolge. Wände und später auch
Decken oder Dächer aus gleichem Material werden in Schnitten und Grundrissen
verschmolzen dargestellt.
Bei Überlagerungen von Wänden und Wandschichten regeln die Prioritäten, wel-
che Schicht verschmolzen wird und welche unterdrückt wird. Die verfügbaren
Materialien oder Baustoffe können über O
PTIONEN|ELEMENT-ATTRIBUTE|BAU-
STOFFE angezeigt werden (Abbildung 5.7). Auch neue Baustoffe lassen sich hier
erstellen. In der Spalte P
RIORITÄT oder rechts unter VERSCHNEIDUNGSPRIORITÄT
sind verschiedene Werte eingetragen, die den Vorrang von Materialien steuern.
Ein hoher Wert entspricht auch einer hohen Priorität. Die Auswirkung unter-
Kapitel 5
Wände, Fenster, Türen ...
124
schiedlicher Prioritäten zeigt Abbildung 5.8. Dort hat Stahlbeton mit 680 die
höchste Priorität und dominiert die anderen Baustoffe. Entsprechend werden die
Wände durch Stahlbeton unterbrochen.
Abb. 5.7: Verwaltung der Prioritäten für Baustoffe
Abb. 5.8: Auswirkung verschiedener Wandprioritäten
5.1
Wände
125
Noch deutlicher zeigt sich die Wirkung der Verschneidungsprioritäten in Abbil-
dung 5.8. Hier wurden teilweise Wände mit Schichtaufbau und eine Decke mit
Schichtaufbau kombiniert. Das Bild soll nur die Wirkung der Prioritäten zeigen,
die Konstruktion ist architektonisch gesehen nicht sinnvoll. Wände und Decken
gleichen Materials, hier Beton, werden verbunden. Die Deckenschichten mit
geringerer Priorität werden von den Wandkomponenten mit höherer Priorität
unterbrochen.
Verschneidung nur innerhalb einer Verschneidungsgruppe
Für die Ebenen, auf denen die Objekte erzeugt werden, gibt es eine weitere
Einstellung zur Steuerung der Verschneidung, die Verschneidungsgruppe. Allen
Ebenen ist zunächst die Verschneidungsgruppe 1 zugeordnet (siehe D
OKUMEN-
TATION|EBENEN|EBENEN (MODELL)). In der vierten Spalte auf der rechten Seite
steht die Gruppennummer (Abbildung 5.10). Als Regel gilt: Die automatische
Verschneidung wird nur zwischen Ebenen mit gleicher Gruppennummer aktiv.
Wenn eine automatische Wandverschneidung nicht erwünscht ist, können Sie
die betreffenden Objekte einfach auf eine Ebene mit einer anderen Gruppen-
nummer legen oder die Gruppennummer einer Ebene ändern.
Abb. 5.9: Verschneidungen zwischen Wänden und Decke (mit Schichtaufbau)
Kapitel 5
Wände, Fenster, Türen ...
126
Abb. 5.10: Verschneidungsgruppe bei Ebenen
Anschlussreihenfolge bei gleichen Wänden
Auch bei Wänden mit gleicher Verschneidungspriorität kann es abhängig von der
Zeichenreihenfolge Probleme mit der Darstellung geben. Bei Abbildung 5.11 soll
unabhängig von der angedeuteten Zeichenreihenfolge die mittlere Wand auf die
Innenkante reduziert werden. Die linke Abbildung zeigt die durch die Zeichenrei-
henfolge entstehende Verschneidung. Damit die mittlere Wand nun zurückgezo-
gen wird, genügt es, im Einstellungsdialog die Anschlussreihenfolge der mittleren
Wand vom Standardwert 8 auf 7 herunterzusetzen.
Abb. 5.11: Steuerung der Verschneidung über die Anschlussreihenfolge
5.1
Wände
127
Mehrschichtige Wände
Mehrschichtige Wände können unter OPTIONEN|ELEMENT-ATTRIBUTE|MEHR-
SCHICHTIGE BAUTEILE bearbeitet und neu erstellt werden (Abbildung 5.12). Das
Dialogfeld zeigt rechts die vorhandenen mehrschichtigen Bauteile. Neue kön-
nen mit mehreren Schichten aus den wählbaren Materialien und wählbaren
Trennungslinien zusammengesetzt werden. Sie können rechts unten für die ver-
schiedenen Bauteile wie Wände, Decken, Dächer und Schalen zur Verfügung
gestellt werden.
Abb. 5.12: Dialog für mehrschichtige Bauteile
Profilwände
Die komplexeste Art von Wänden nennt sich KOMPLEXES PROFIL. Das sind Wände
mit frei definierbarem Querschnitt und Aufbau aus beliebig geformten Schichten.
Die Generierung erfolgt im Menü O
PTIONEN|ELEMENT-ATTRIBUTE|PROFIL-MANA-
GER (Abbildung 5.13). Im Beispiel ist das vorhandene Wandprofil WAND, ALTBAU
gezeigt. Ein kleines Kreuz auf der unteren Linie gibt die Lage der Wand-Referenzlinie
an. Das Profil besteht zunächst aus je zwei horizontalen und vertikalen Begren-
zungslinien, genannt S
TRECKUNGSBEREICH HORIZONTAL und STRECKUNGSBEREICH
VERTIKAL
. Diese Begrenzungen werden später im Wanddialog der Wandhöhe und
der Wandbreite angepasst. Die Profilteile, die innerhalb dieser Begrenzungen lie-
gen, werden proportional zu den Abmessungen der Wand skaliert. Weitere Profil-
teile, die außerhalb liegen könnten (beim aktuellen Profil ist nichts außerhalb der
Begrenzungen vorhanden), würden einfach mit den Wandabmessungen verscho-
ben werden.

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