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ArchiCAD 20 - Praxiseinsteig by Detlef Ridder

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3.4
Fangpunkte und Fangrichtungen
105
(Alt)+(X) fixiert die x-Koordinate.
(Alt)+(Y) fixiert die y-Koordinate.
(Alt)+(R) fixiert den radialen Abstand bezogen auf den Ursprung
bzw. Benutzerursprung.
(Alt)+(W) fixiert den Winkel bezogen auf den Ursprung
bzw. Benutzerursprung.
Die gleichen Funktionen lösen auch wieder die Fixierung, und zwar auch gegen-
seitig. Wenn zusätzlich die Hilfslinien aktiviert sind, werden auch die zum fixier-
ten Wert passenden Hilfslinien gezeigt (Abbildung 3.37).
Abb. 3.37: Die vier Möglichkeiten, Koordinaten zu fangen
3.4.4 Relative Konstruktionsmethoden
Die relativen Konstruktionsmethoden sind Möglichkeiten, um relativ zu vorhan-
denen Elementen oder deren Ausrichtung eine Richtung für neue Elemente zu
definieren. Typische Varianten davon sind die Optionen P
ARALLEL oder LOTRECHT.
Sie finden diese Methoden wieder im E
RWEITERTEN KONTROLLFENSTER.
Abb. 3.38: Relative Konstruktionsmethoden
Kapitel 3
Koordinateneingabe
106
LOTRECHT Sie wählen hier im Konstruktionsbefehl zuerst LOTRECHT, dann
über zwei Punktpositionen die Referenzrichtung, zu der Sie lotrecht konstruie-
ren möchten und dann die Punkte für die Wand. Anstelle zweier Punkte für die
Referenzrichtung reicht es auch aus, die Kante mit dem Stern-Cursor anzukli-
cken. Bei einer Wand-Konstruktion liegt damit die Richtung für den zweiten
Punkt der Wand fest.
Abb. 3.39: Lotrecht zu vorhandener Richtung
Es reicht auch aus, wenn Sie die Bezugsrichtung später festlegen, nämlich nach dem
Startpunkt der Wand, kurz bevor Sie den Endpunkt festlegen, können Sie das Werk-
zeug L
OTRECHT noch aufrufen und die Bezugskante mit dem Stern-Cursor anklicken.
PARALLEL Sie wählen wieder über zwei Punktpositionen die Referenzrich-
tung, zu der Sie parallel konstruieren wollen. Auch hier kann alternativ eine
Kante mit dem Stern-Cursor angeklickt werden. Für eine Wandkonstruktion
bedeutet dies, dass wieder die Richtung für den zweiten Punkt fixiert ist.
Abb. 3.40: Parallel zu gegebener Richtung
3.4
Fangpunkte und Fangrichtungen
107
WINKELHALBIERUNGSAUSRICHTUNG Sie wählen über vier Punktpositionen die
beiden Richtungen, zu denen die Winkelhalbierende für die nachfolgende
Konstruktion berechnet werden soll. Es genügt auch hier, die Kanten mit dem
Stern-Cursor anzuklicken. Bei der Winkelhalbierenden ist damit auch schon
die Linie festgelegt, auf der der erste Punkt der nachfolgenden Konstruktion
liegen muss, und natürlich auch der zweite.
VERSATZ Diese Option ist für polygonale Objekte interessant, weil hiermit alle
Segmente einer polygonalen Kontur gleichzeitig um den angegebenen Abstand
parallel verschoben werden. Sie klicken beispielsweise mit dem W
AND-Werk-
zeug und der Geometriemethode P
OLY die Punkte einer bestehenden polygona-
len Wand an und beenden mit Rechtsklick und OK aus dem Kontextmenü.
Dann werden Sie zur Eingabe des Abstands aufgefordert, und die komplette
neue Poly-Wand wird nun um diesen Abstand versetzt.
Abb. 3.41: Abstandsmethode für polygonale Elemente
MEHRFACH-VERSATZ Diese Option arbeitet wie die vorhergehende, nur kön-
nen hier mehrere Abstände eingegeben werden. Dadurch können mehrere par-
allel versetzte polygonale Konturen entstehen.
SPEZIELLER PUNKTFANG Dies ist eine Kombination zwischen den Fangpunk-
ten und einer hier erstellten Hilfslinie. Während bei den Fangpunkten immer
eine existierende Wand, Linie, Bogen für Hälfte etc. zugrunde liegt, kann hier-
mit ein Fangpunkt wie H
ÄLFTE, PROZENT usw. auf einer Linie ermittelt werden,
die aus zwei Punktpositionen hervorgeht. Sie stellen also zuerst die gewünsch-
te Option der F
ANGPUNKTE ein, aktivieren dann dieses Werkzeug der relativen
Konstruktionsmethoden und wählen Anfangs- und Endpunkt der Referenz-
linie, auf der dann die Fangpunkte erscheinen werden. Damit erhalten Sie so-
zusagen Bezugspunkte, die in der Luft liegen.
Kapitel 3
Koordinateneingabe
108
Abb. 3.42: Referenzvektor bei 1/3 mit Fangpunkten
ZUR OBERFLÄCHE AUSRICHTEN Dies ist eine Möglichkeit, im 3D-Fenster eine
Schnittkante zwischen einer schrägen Fläche (bzgl. der xy-Ebene) und der Kon-
struktionsebene z = 0 für verschiedene Konstruktionen oder Modifikationen zu
benutzen. Im Beispiel wird eine Decke auf die Schnittlinie mit einer Dachflä-
che hin verlängert.
Abb. 3.43: Decke bis zum gedachten Schnitt mit der Dachfläche verlängern

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