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Autodesk Revit Architecture 2017 - Praxiseinstieg by Detlef Ridder

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Kapitel 7
Konstruktionshilfen
7.1 Modelllinien
Manche Konstruktionen sind einfacher zu erstellen, wenn man sie mit einfachen
Linien, Bögen, Kreisen oder Splinekurven vorzeichnet und dann nachträglich
eine Wand oder Geschossdecke dazu passend erstellt. Für solche Fälle gibt es die
M
ODELLLINIEN. Der Begriff Linie darf hier nicht zu eng gesehen werden, eigent-
lich müsste es Modellkurven heißen.
Abb. 7.1: Modelllinien
Mit den Modelllinien lassen sich leicht Hilfskonstruktionen erstellen. Sie können
zur Darstellung verschiedene L
INIENSTILE verwenden. Voreingestellt ist der Stil
L
INIE, der blaue Kurven ergibt.
Abb. 7.2: Kurvenformen für Modelllinien
Es gibt dreizehn Varianten für das Erstellen von Modelllinien:
1. L
INIE – Verlangt zwei Punktpositionen für eine Linie. In der OPTIONSLEISTE
kann, wie bei den meisten Werkzeugen, hier die Option KETTE aktiviert wer-
den, um aneinander anschließende Liniensegmente punktweise zu erstellen.
Kapitel 7
Konstruktionshilfen
210
Mit der zusätzlichen Option RADIUS wird ein Linienzug erstellt, der mit dem
dort angegebenen Radius verrundet ist.
2. R
ECHTECK – Über zwei diagonale Positionen wird das Rechteck erstellt. Mit der
zusätzlichen Option R
ADIUS wird ein automatisch verrundetes Rechteck erstellt.
Die Option V
ERSATZ erlaubt, ein zu den Punktpositionen mit dem definierten
Abstand versetztes Rechteck zu zeichnen.
3. P
OLYGON INNEN – Hiermit wird ein regelmäßiges Vieleck über den Mittelpunkt
und den Radius für den Umkreis erstellt. Der Umkreis ist der gedachte Kreis
durch die Eckpunkte. Verglichen mit dem nächsten Werkzeug P
OLYGON INNEN
würde dieses Polygon hier bei gleichem Radius innen liegen. Die Vorgabe für die
Anzahl Seiten beträgt in der O
PTIONSLEISTE 6 und wäre dort anzupassen.
4. P
OLYGON AUßEN – Dieses regelmäßige Vieleck wird über den Radius für den
Inkreis erstellt. Der Inkreis ist der gedachte Kreis durch die Seitenmitten. Vergli-
chen mit dem obigen Werkzeug, liegt dieses bei gleichem Radius außen.
Abb. 7.3: Polygonformen
5. KREIS – Der Kreis wird einfach über Mittelpunkt und Radius erstellt.
6. A
NFANG-ENDE-RADIUS-BOGEN – Wie angedeutet werden der Reihenfolge nach
für diesen Bogen erst Startpunkt, dann Endpunkt und schließlich der Radius
oder ein weiterer Punkt auf dem Bogen eingegeben.
7. B
OGEN DURCH MITTEL- UND ENDPUNKTE In diesem Fall wird zuerst der Mittel-
punkt des Bogens bestimmt und dann Start- und Endpunkt. Der Endpunkt defi-
niert dabei den Öffnungswinkel des Bogens. Bei grafischer Eingabe des
Endpunkts sind maximal nur 180° für den Bogen möglich. Anstelle des End-
punkts können Sie aber auch den Öffnungswinkel beliebig überschreiben und
damit Bögen über 180° erreichen.
8. T
ANGENTENBOGEN ENDE – Dieses Werkzeug erstellt einen Bogen, der tangential
an einen gewählten Endpunkt anschließt. Weil dadurch bereits zwei Bestim-
7.1
Modelllinien
211
mungsstücke für den Bogen, nämlich Startpunkt und Starttangente, gegeben
sind, wird zum Abschluss nur noch ein Endpunkt zur vollständigen Bestim-
mung des Bogens benötigt. Wenn Sie hier die Option K
ETTE aktivieren, können
Sie leicht Wellblechformen konstruieren.
9. A
BRUNDUNGSBOGEN – Zwischen zwei Linien, zwei Bögen sowie Linie und
Bogen kann eine Abrundung konstruiert werden. Die Positionen für den
Berührpunkt müssen nicht exakt vorgegeben werden, sondern werden berech-
net. Dabei werden zu lange Enden der Kurven gestutzt und zu kurze Enden
gedehnt. Mit Vollkreisen klappt es nicht immer. Der Radius kann vorher in der
Optionsleiste vorgegeben werden oder nachträglich in der temporären Bema-
ßung des Elements geändert werden.
10. S
PLINE – Der Spline wird über die Positionen eines Stützpunktpolygons
erzeugt. Die Splinekurve ist eine glättende Interpolation zu diesen Punkten. Je
weniger Punkte vorgegeben werden, desto glatter und eleganter wirkt die Form.
Die Punkte werden hier S
TEUERELEMENTE genannt. Der fertige Spline kann
noch nachbearbeitet werden, indem Sie die S
TEUERELEMENTE verschieben oder
weitere hinzufügen oder einige entfernen.
Abb. 7.4: SPLINE mit STEUERELEMENTEN
11. ELLIPSE – Die ELLIPSE wird über den Mittelpunkt, den ersten Achsenendpunkt
und den zweiten Achsenabstand definiert.
12. T
EILELLIPSE – Eine TEILELLIPSE ist eine halbe Ellipse. Kleinere Ellipsensegmente
können nur durch Anwendung des Werkzeugs Ä
NDERN|ELEMENT TEILEN
erzeugt werden.
13. L
INIEN AUSWÄHLEN – Dieses grün gekennzeichnete Werkzeug ist besonders
nützlich, weil damit jede beliebige Kante eines vorhandenen Elements, egal ob
gerade oder gebogen, zur Erzeugung einer Modelllinie genutzt werden kann.
Auch hier ist das Wort Linie nicht wörtlich zu nehmen, sondern als beliebige
Kurve zu verstehen.
Eine Modelllinie ist auch in anderen Geschossen sichtbar, sofern das Geschoss mit
der Modelllinie als Unterlage dort aktiviert ist. Sie können aber die Modelllinie
auch in eine Detaillinie konvertieren, die dann nur noch in der aktuellen Geschoss-
ebene sichtbar ist, in der sie konvertiert wurde.

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