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Bildkommunikation

Book Description

Die gegenwärtigen medientechnischen Entwicklungen haben zu einem immensen Aufschwung der Bilder beigetragen. Noch nie wurde so viel mit Bildern kommuniziert wie heute. Wie verständigen wir uns mit Bildern? Wie erzeugen wir in unserem Alltag Sinn mit ihnen? Die Logik des Bildes hat, im Vergleich zu jener der Sprache, in der Forschung bisher wenig methodologische Beachtung gefunden. Vor allem in der Auseinandersetzung mit Medien und Kommunikation fehlt eine prinzipielle Beschäftigung mit Bildverständigung bislang weitgehend. Im vorliegenden Buch wird theoretisch und empirisch die Funktion des Bildes in der wechselseitigen Konstitution von Medien und Alltag geklärt und in einem empirisch fundierten, praxeologischen Kommunikationsmodell verdichtet. Das Modell begründet und ermöglicht empirische Forschung, die gegenwärtige Kommunikation insofern zu erfassen weiß, als u. a. unterschiedliche Medialitäten (Sprache, Bild, Musik ...) in ihrem Eigensinn ebenso wie Social-Media-Kommunikation systematisch beachtet werden. Im Buch werden die entsprechenden forschungspraktischen Schritte, insbesondere der Bild- und Medienanalyse, detailliert ausgeführt.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Geleitwort
  5. Vorwort
  6. Inhalt
  7. Einleitung
    1. Welche Funktion kommt Bildern in der wechselseitigen Konstitution von Medien und Alltag zu?
  8. Teil I: Zu einer praxeologischen Theorie medialer Kommunikation
    1. 1 Sozialwissenschaftliche Bildinterpretation
      1. 1.1 Zur Bedeutung ästhetischer Praktiken für die Methoden(-entwicklung)
      2. 1.2 Kunstgeschichtlicher Kanon
        1. 1.2.1 Ikonologie-Ikonografie-Modell (Panofsky)
        2. 1.2.2 Ikonik (Imdahl)
      3. 1.3 Simultaneität und Sequenzialität
      4. 1.4 Darstellung einzelner Verfahren der qualitativen Bildinterpretation
        1. 1.4.1 Segmentanalyse
        2. 1.4.2 Seriell-ikonografische Fotoanalyse
        3. 1.4.3 Objektive Hermeneutik in der Bildinterpretation
        4. 1.4.4 Visuelle Wissenssoziologie
      5. 1.5 Beiträge zur Methodenentwicklung
        1. 1.5.1 Einzelfallanalyse vs. komparative Analyse
        2. 1.5.2 Welcher Gegenstand wird grundsätzlich an Bildern untersucht?
        3. 1.5.3 Relevanz von Bildern im sozialen Feld
        4. 1.5.4 Relevanzentfaltung von Bildern als Medienangebote
    2. 2 Bild als Medium
      1. 2.1 Medium und Form
      2. 2.2 Ikonizität: Zur Selbstreferenzialität eines Mediums
        1. 2.2.1 Schärfe-Unschärfe-Relation: Immersion vs. Beobachtung
        2. 2.2.2 Linie und Erkennen
        3. 2.2.3 Linie und konjunktive Abstraktion
        4. 2.2.4 Linie und theoretisch-generalisierende Abstraktion
      3. 2.3 Methodologische Implikation: Richtige und falsche Linien?
    3. 3 Bild und massenmediale Kommunikation
      1. 3.1 Bild als Medienangebot
      2. 3.2 Bildwirkung, -rezeption oder -aneignung?
      3. 3.3 Konstitution von Medienkulturen – ein von beiden Seiten aktiver Prozess
    4. 4 Kommunikation durch Bilder: Dokumentarische Methode und unmittelbare Verständigung
      1. 4.1 Konjunktive und kommunikative Verständigung
        1. 4.1.1 Konjunktives und individuelles Erkennen
        2. 4.1.2 Sprache und konjunktive Verständigung
        3. 4.1.3 Beispiel aus einer Gruppendiskussion
        4. 4.1.4 Konjunktiver Erfahrungsraum als Basis eines relationalen Kulturbegriffs
      2. 4.2 Performative Wissensformen und die Performanz ihrer Darstellung
        1. 4.2.1 Habitus und korporiertes Wissen
        2. 4.2.2 Darstellung der Performanz im Bild
        3. 4.2.3 Imaginatives und Fiktives
        4. 4.2.4 Empirische Zugänge zu Performativität
        5. 4.2.5 Performanz der Darstellung
      3. 4.3 Bild als Dokument von Handlungspraxis bzw. als empirisches Material
        1. 4.3.1 Norm und Habitus im Bild
        2. 4.3.2 Abbildende und abgebildete Bildproduzenten
        3. 4.3.3 Autorisierung
        4. 4.3.4 Komparative Analyse und Typenbildung in der Bildinterpretation
        5. 4.3.5 Triangulation von Bild- und Sprachdaten
        6. 4.3.6 Unmittelbare Verständigung durch Bilder – Zusammenfassung
    5. 5 Praxis in und mit Medien: Kommunikationsmodell
      1. 5.1 Praxis vs. Senden und Empfangen
      2. 5.2 Entstehungszusammenhang, Verwendungszusammenhang, Autorisierung
      3. 5.3 Medialität, (medientechnische) Gegenständlichkeit, Orientierungsrahmen
      4. 5.4 Dynamisches Verhältnis von Entstehungs- und Verwendungszusammenhang
  9. Teil II: Empirische Studien zur Bildkommunikation
    1. 6 Anlage der Untersuchung
      1. 6.1 Erhebungsdesign und konkrete Vorgehensweise bei der Erhebung
      2. 6.2 Triangulation
      3. 6.3 Auswertung
        1. 6.3.1 Zur Interpretation der Gruppendiskussionen
        2. 6.3.2 Zur Interpretation der Bilder
    2. 7 Reflektierte Männlichkeit: Pulp Fiction
      1. 7.1 Das kommerzielle Bild: „Pulp Fiction“ – das Poster
      2. 7.2 Das private Bild: Noch einmal „Pulp Fiction“
      3. 7.3 Fallinterne komparative Analyse der Bilder: Reflexion der Reflexion der …
      4. 7.4 Die Gruppendiskussion: Reflexionsaktionismus im Alltag
      5. 7.5 Typologische Einordnung: Die Sehnsucht nach Transzendenz der Fremdidentifizierungen
    3. 8 Geschlechtsnorm Mädchenhaftigkeit: H&M
      1. 8.1 Das kommerzielle Bild: H&M-Bademode
      2. 8.2 Das private Bild: Mädchen im Pool
      3. 8.3 Fallinterne komparative Analyse der Bilder: Frauen zitieren Mädchen, Mädchen üben Weiblichkeit
      4. 8.4 Exkurs: Die Geste des Zurückstreichens der Haare in der Kunst
      5. 8.5 Die Gruppendiskussion: Herstellung der Fiktion
      6. 8.6 Fallinterne komparative Analyse Bild und Text: Der Zauber der Bikinis
      7. 8.7 Typologische, fallübergreifende Aspekte: Orientierungsdilemma vs. Habitustransformation
    4. 9 Super normal Mann: DC Shoes
      1. 9.1 Das kommerzielle Bild: DC Shoes – Dompierre.
      2. 9.2 Das private Bild: Junger Mann am Berg
      3. 9.3 Komparative Analyse der Bilder: Unaufgeregter Grenzgänger
      4. 9.4 Komparative Analyse mit den Bildvergleichen der anderen Fälle
      5. 9.5 Die Gruppendiskussion: Skateboardfahren
      6. 9.6 Zusammenfassung und typologische Einordnung
    5. 10 Stark fluid, ostentativ Frau: Non-Format
      1. 10.1 Das kommerzielle Bild: „Non-Format“-Anzeige
      2. 10.2 Komparative Analyse der Bilder Tinte A und B: Männer zeigen etwas, Frauen sich
      3. 10.3 Privates Bild „Das Paar“: Alle Bilder „Tinte“ in komparativer Analyse
      4. 10.4 Die Gruppendiskussion: Frauen sind süß, Männer stark
      5. 10.5 Fallübergreifende, gruppenimmanente komparative Analyse
    6. 11 Bildkommunikation: Ergebnisse der Studie
      1. 11.1 Typik: Konstitution der Medienangebote durch den Alltag
      2. 11.2 Medienangebote im Alltag: Typologische Überlegungen zum Verhältnis von Habitus und Norm
        1. 11.2.1 Üben auf der Basis habitueller Sicherheit – zwischen Fiktion und Realität
        2. 11.2.2 Reflexion auf der Basis habitueller Unsicherheit – Fiktion und Orientierungsdilemma
        3. 11.2.3 Habituell sichere Integration – Spiel mit Fiktion und Realität
        4. 11.2.4 Habituell sichere Transzendenz – Habitus als Basis für das Spiel mit der Pose (Fiktion)
        5. 11.2.5 Zusammenfassung der typologischen Überlegungen
      3. 11.3 Theoretische Implikationen, Kritik und Ausblick: Gender, Schönheit, Mode, Politik
  10. Nachwort
    1. Bilder und Bildpraktiken verstehen: Aglaja Przyborskis praxeologische Hermeneutik ikonischer Kommunikation
  11. Transkriptionssystem
    1. Groß- und Kleinschreibung
    2. Maskierung
  12. Abbildungsverzeichnis
  13. Tabellenverzeichnis
  14. Transkripteverzeichnis
  15. Literaturverzeichnis