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Cinema 4D R18 - Praxiseinstieg by Maik Eckardt

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187
Szene
Wenn wir von der Szene sprechen, sind damit nicht Dinge wie Häuser, Bäume oder
Laternen gemeint. Dies sind ganz normale Modelle. Die Szene umfasst alle spe-
ziellen Aspekte um die Modelle herum. Dazu gehören Kameras, Licht, Boden und
Himmel, Vordergrund und Hintergrund sowie Umgebungsfarbe und Nebel. Alle zur
Szene gehörenden Objekte finden Sie im E
RZEUGEN-Menü unter KAMERA, LICHT und
U
MGEBUNG oder alternativ in der waagerechten Befehlspalette.
Speziell die Kameras, aber auch die Lichtquellen besitzen eine Vielzahl an Parame-
tern, die eher für spezifische Aufgaben Verwendung finden. Wie immer ist es wich-
tig, dass Sie zunächst die Basisparameter verinnerlichen, mit denen im Übrigen
wie so oft die meisten Aufgaben erledigt werden können. Schauen wir uns also
zuerst wieder die wesentlichen Einstellungen an.
5.1 Kamera
Neben der Standardkamera im Editor können Sie unendlich viele weitere Kameras
aus dem E
RZEUGEN-Menü unter KAMERA aufrufen und die Szene damit aus verschie-
denen Richtungen betrachten und rendern. Sie werden wie ein normales Objekt im
Objekt-Manager und in den Attributen verwaltet und im Editor als grünes Kamera-
Objekt angezeigt. Sie können dort ebenfalls wie jedes andere Objekt verschoben
und gedreht werden. Auch andere Objekte können als Kamera definiert werden,
um die Szene aus deren Sicht zu filmen. Aktivieren Sie dazu das gewünschte
Objekt und wählen Sie im Editor im K
AMERAS-Menü den Befehl SETZE AKTIVES OBJEKT
ALS
KAMERA. Sie müssen so bei Aufnahmen aus der Ego-Perspektive nicht extra eine
Kamera in den Charakter einfügen, sondern können gleich seine Augen benutzen.
Kapitel
Kapitel 5
188
SZENE
Die Kameras werden beim Rendern nicht dargestellt.
Haben Sie eine Kamera erzeugt und positioniert, wollen Sie natürlich auch durch
diese Ihre Szene betrachten. Im K
AMERAS-MENÜ des Editors unter KAMERAS VERWEN-
DEN werden alle Kameras aufgehrt. Abbildung 5.1
Abbildung 5.1
Auswahl einer
Kamera im Editor
Für dieses Beispiel wurden vier verschiedene Kameras erzeugt, die dann unter
K
AMERAS VERWENDEN erscheinen und durch Klick ausgewählt werden können. Ist die
gewünschte Kamera selektiert, schauen Sie nun durch diese. Wollen Sie in die
Standardkamera zurückwechseln, finden Sie diese ebenfalls hier.
Jede Kamera kann auch direkt im Objekt-Manager aktiviert werden und es kann
hier auch zwischen mehreren Kameras gewechselt werden. Die Aktivierung erfolgt
über das kleine quadratische Icon hinter den beiden Punkten im mittleren Teil.
Auch das Rückschalten in die Standardkamera erfolgt über die Deaktivierung aller
Kamera-Icons hier im Objekt-Manager. Abbildung 5.2
Abbildung 5.2
Auswahl einer
Kamera im Objekt-
Manager
m5.1 Kamera
189
CINEMA unterscheidet neben der Standardkamera zwei wesentliche Arten von
Kameras:
1. Die K
AMERA übernimmt bei ihrem Aufruf automatisch die Position und Brenn-
weite der Standardkamera. So können Sie leicht die geeignete Kameraposition
im Editor bestimmen und dann die Kamera aufrufen. Wollen Sie schon zuvor die
Brennweite der Standardkamera anpassen, rufen Sie aus dem W
ERKZEUGE-Menü
unter M
ODUS die KAMERA auf. Die Attribute der Standardkamera werden dann
angezeigt, allerdings im Koordinaten-Manager. Unter P
OSITION und WINKEL fin-
den Sie die entsprechenden Werte und können diese auch numerisch ändern,
die Brennweite wird dann unter Z
OOM definiert.
2. Die Z
IEL-KAMERA erzeugt ein Null-Objekt als Ziel und besitzt ein AUSRICHTEN-Tag.
Bei der Erzeugung übernimmt sie zwar ebenfalls die Position der Standardka-
mera, die Ausrichtung wird dann aber vom Ziel-Objekt bestimmt, muss also
nicht zwangsläufig mit der der Standardkamera übereinstimmen. Sie kann nun
positioniert werden und bleibt dabei immer auf das Ziel ausgerichtet. Bei der
Animation kann das Ziel zum Unterobjekt eines anderen Objekts gemacht wer-
den und dieses animiert werden. Die Kamera wird dann dem Objekt überallhin
folgen, auch wenn sie sich selber dabei bewegt. Die Definition des Ziels erfolgt
über das A
USRICHTEN-Tag am Objekt KAMERA.ZIEL.
Alle anderen im E
RZEUGEN-Menü unter KAMERA aufgeführten Objekte benutzen
grundsätzlich erst einmal eine normale Kamera. Bei der M
OTION-KAMERA und dem
K
AMERAKRAN sind diese in Konstruktionen eingebettet, wie sie auch an realen Film-
sets Verwendung finden. Die S
TEREO-KAMERA trägt dem aktuellen Trend der 3D-
Filme Rechnung und generiert dreidimensionale Bilder und der K
AMERA-MORPH
erzeugt einen stufenlosen Übergang zwischen mehreren Kameras.
Ein selektiertes Kamera-Objekt besitzt selbstverständlich einstellbare Parameter
im Attribute-Manager. Unter dem Tab O
BJEKT finden Sie die voreingestellte Brenn-
weite von 36. Die Brennweiten-Werte entsprechen nicht tatsächlichen Objektiven,
sondern in etwa denen einer Lochkamera mit unendlicher Schärfe. Sie geben aber
einen ungefähren Anhaltspunkt.
Die Veränderung der Brennweite führt automatisch zur Anpassung des Wertes
G
ESICHTSFELD. Das Gesichtsfeld bestimmt den Öffnungswinkel der Kamera. Je grö-
ßer die Brennweite, desto kleiner natürlich das Gesichtsfeld. Sie können also
beide Werte für die Gestaltung des optimalen Bildausschnitts benutzen. Am selek-
tierten Kamera-Objekt kann die Anpassung auch direkt im Editor erfolgen. Benut-
zen Sie dafür die orangefarbenen Anfasser. Abbildung 5.3
In den Kamera-Attributen finden Sie noch einige Tabs mit weitergehenden Funk-
tionen:
Im Tab P
HYSIKALISCH wird mit den Einstellungen von echten Kameras gearbeitet.
Voraussetzung hierfür ist, dass Sie in den Rendervoreinstellungen den Physikali-
schen Renderer ausgewählt haben. Sie können dann hier mit echten Blenden, ISO-
Werten und Verschlusszeiten arbeiten. Abbildung 5.4

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