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CMMI: Verbesserung von Software- und Systementwicklungsprozessen mit Capability Maturity Model Integration (CMMI-DEV) by Ralf Kneuper

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3 Aufbau und Varianten des CMMI
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Unterscheidung zwischen
Basispraktiken und
fortgeschrittene Praktiken
in CMMI v1.2 gestrichen
In CMMI v1.2 sind alle spezifischen Ziele und Praktiken dem
Fähigkeitsgrad 1 und damit dem generischen Ziel GG 1 zugeordnet.
Neben diesen »Basispraktiken« gab es in CMMI v1.1 in der kontinu-
ierlichen Darstellung bei den Prozessgebieten Anforderungsentwick-
lung (RD) und Technische Umsetzung (TS) sogenannte »fortgeschrit-
tene Praktiken«, die einem höheren Fähigkeitsgrad zugeordnet waren.
Diese Unterscheidung zwischen Basispraktiken und fortgeschrittenen
Praktiken hat sich allerdings nicht bewährt, da sie einerseits die
Modellstruktur deutlich komplexer und damit schwerer verständlich
machte, andererseits aber mit nur vier fortgeschrittenen Praktiken
wenig genutzt wurde. In CMMI v1.2 wurde diese Unterscheidung
daher gestrichen.
Vereinfachung der
Nummerierung von
spezifischen Praktiken
Als Ergebnis dieser Entscheidung konnte die Nummerierung der
spezifischen Praktiken in der kontinuierlichen Darstellung vereinfacht
und der stufenförmigen Darstellung angepasst werden: Der zugeord-
nete Fähigkeitsgrad f in der Nummerierung der Form SP g.p-f konnte
gestrichen werden, sodass spezifische Praktiken in beiden Darstellun-
gen jetzt einheitlich in der Form SP g.p nummeriert werden.
GP 1.1 »Basispraktiken
umsetzen« heißt jetzt
»Spezifische Praktiken
umsetzen«
Darüber hinaus wurde in der generischen Praktik GP 1.1 der Ver-
weis auf Basispraktiken in CMMI v1.2 durch den Verweis auf spezifi-
sche Praktiken ersetzt.
3.5.3 Beziehung zwischen stufenförmiger und kontinuierlicher
Darstellung
Bei der Definition des CMMI wurde Wert darauf gelegt, in beiden
Darstellungen einheitliche Anforderungen zu stellen. Dadurch gibt es
eine Abbildung, die beschreibt, welche Kombination von Prozessgebie-
ten und Fähigkeitsgraden einem bestimmten Reifegrad entspricht (Equi-
valent Staging), oder anders ausgedrückt: Zu jedem Reifegrad gehört ein
äquivalentes Mindestfähigkeitsprofil.
Für die Reifegrade 2 und 3 ist die Abbildung offensichtlich (siehe
Tab. 3–4):
Um Reifegrad 2 zu erreichen, muss eine Organisation auf allen
Prozessgebieten von Reifegrad 2 mindestens das generische Ziel
GG 2 erfüllen, d.h. Fähigkeitsgrad 2 erreichen.
Um Reifegrad 3 zu erreichen, muss eine Organisation auf allen
Prozessgebieten von Reifegrad 3 (einschließlich der bereits auf Rei-
fegrad 2 eingeführten Prozessgebiete) mindestens das generische
Ziel GG 3 erfüllen, d.h. Fähigkeitsgrad 3 erreichen.

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