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CMMI: Verbesserung von Software- und Systementwicklungsprozessen mit Capability Maturity Model Integration (CMMI-DEV) by Ralf Kneuper

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A Anhang: Ziele und Praktiken von CMMI-DEV v1.2
206
A.2 Reifegrad 3: Definiert
ANFORDERUNGSENTWICKLUNG
Ziele und Praktiken
SG 1 Kundenanforderungen entwickeln
Bedürfnisse der Betroffenen, Erwartungen, Einschränkungen
und Schnittstellen werden gesammelt und in Kundenanforde-
rungen übersetzt.
SP 1.1 Bedürfnisse ermitteln
10
Bedürfnisse der Betroffenen, Erwartungen, Einschrän-
kungen und Schnittstellen für alle Phasen des Produkt-
lebenszyklus ermitteln.
SP 1.2 Kundenanforderungen entwickeln
Bedürfnisse der Betroffenen, Erwartungen, Einschrän-
kungen und Schnittstellen in Kundenanforderungen
transformieren.
SG 2 Produktanforderungen entwickeln
Kundenanforderungen werden verfeinert und ausgearbeitet,
um daraus Anforderungen an Produkt und Produktkomponen-
ten zu entwickeln.
SP 2.1 Anforderungen an Produkt und an Produktkomponen-
ten aufstellen
Anforderungen an Produkt und Produktkomponenten
werden basierend auf den Kundenanforderungen erstellt
und gepflegt.
SP 2.2 Anforderungen an Produktkomponenten zuweisen
Anforderungen für jede Produktkomponente zuweisen.
SP 2.3 Schnittstellenanforderungen identifizieren
Schnittstellenanforderungen identifizieren.
Die Anforderungsentwicklung (Requirements Development) dient
dazu, die Anforderungen der Kunden sowie die Anforderungen an
Produkte und Produktkomponenten zu erstellen und zu analysie-
ren.
10. Die Basispraktik SP 1.1-1 »Bedürfnisse der Betroffenen sammeln« aus CMMI
v1.1 ist in CMMI-DEV v1.2 entfallen (siehe Kap. 3.5.2).
207
A.2 Reifegrad 3: Definiert
SG 3 Anforderungen analysieren und validieren
Anforderungen werden analysiert und validiert und eine Defi-
nition der geforderten Funktionalität wird entwickelt.
SP 3.1 Betriebskonzepte und Szenarios erstellen
Betriebskonzepte und zugehörige Szenarios werden
erstellt und gepflegt.
SP 3.2 Definition der geforderten Funktionalität erstellen
Eine Definition der geforderten Funktionalität wird
erstellt und gepflegt.
SP 3.3 Anforderungen analysieren
Anforderungen werden analysiert, um sicherzustellen,
dass sie notwendig und ausreichend sind.
SP 3.4 Anforderungen analysieren, um Ausgewogenheit zu
erreichen
Anforderungen analysieren, um die Bedürfnisse der Be-
troffenen und die Rahmenbedingungen auszugleichen.
SP 3.5 Anforderungen validieren
11
Anforderungen validieren, um sicherzustellen, dass das
entstehende Produkt sich in der Umgebung der Benut-
zer wie bezweckt verhält.
GG 2 Einen gemanagten Prozess institutionalisieren
Der Prozess wird als gemanagter Prozess institutionalisiert.
GP 2.1 Erstellen einer organisationsweiten Strategie
Eine organisationsweite Strategie für die Planung und
Umsetzung des Prozesses für die Anforderungsentwick-
lung erstellen und pflegen.
GP 2.2 Prozess planen
Den Plan für die Umsetzung des Anforderungsentwick-
lungsprozesses erstellen und pflegen.
GP 2.3 Ressourcen bereitstellen
Angemessene Ressourcen bereitstellen, um den Anfor-
derungsentwicklungsprozess durchzuführen, die
Arbeitsergebnisse zu erstellen und die zugehörigen
Dienstleistungen zu erbringen.
11. Die Basispraktik SP 3.5-1 »Anforderungen validieren« aus CMMI v1.1 ist in
CMMI-DEV v1.2 entfallen (siehe Kap. 3.5.2). Außerdem ist die Forderung
nach »übergreifenden Methoden« bzw. »mehreren Methoden« entfallen«.
A Anhang: Ziele und Praktiken von CMMI-DEV v1.2
208
GP 2.4 Verantwortlichkeit zuweisen
Verantwortlichkeit und Entscheidungsbefugnis zuwei-
sen für die Durchführung, die Entwicklung der Arbeits-
ergebnisse und die Erbringung der Dienstleistungen des
Anforderungsentwicklungsprozesses.
GP 2.5 Personen schulen
Personen, die den Anforderungsentwicklungsprozess
umsetzen oder unterstützen, nach Bedarf schulen.
GP 2.6 Konfigurationen managen
Benannte Arbeitsergebnisse des Anforderungsentwick-
lungsprozesses in angemessenem Umfang steuern.
GP 2.7 Relevante Betroffene identifizieren und einbeziehen
Relevante Betroffene des Anforderungsentwicklungs-
prozesses gemäß Plan identifizieren und einbeziehen.
GP 2.8 Prozess überwachen und steuern
Anforderungsentwicklungsprozess gegen den Plan für
die Durchführung des Prozesses überwachen und steu-
ern und angemessene Korrekturmaßnahmen ergreifen.
GP 2.9 Einhaltung objektiv bewerten
Einhaltung des Prozesses der Anforderungsentwicklung
objektiv gegen seine Prozessbeschreibungen und Proze-
duren bewerten und Abweichungen bearbeiten.
GP 2.10 Status mit höherem Management einem Review
unterziehen
Review der Aktivitäten, des Status und der Ergebnisse
des Prozesses der Anforderungsentwicklung mit dem
höheren Management durchführen und offene Punkte
klären.
GG 3 Einen definierten Prozess institutionalisieren
Der Prozess wird als definierter Prozess institutionalisiert.
GP 3.1 Einen definierten Prozess aufstellen
Die Beschreibung eines definierten Anforderungsent-
wicklungsprozesses erstellen und pflegen.
GP 3.2 Verbesserungsinformationen sammeln
Arbeitsergebnisse, Messungen, Messdaten und Ver-
besserungsinformationen aus der Planung und Durch-
führung des Anforderungsentwicklungsprozesses sammeln,
um die zukünftige Nutzung und Verbesserung der Pro-
209
A.2 Reifegrad 3: Definiert
zesse und Prozess-Assets
12
der Organisation zu unter-
stützen.
TECHNISCHE UMSETZUNG
Ziele und Praktiken
SG 1 Lösungen für Produktkomponenten auswählen
Lösungen für Produkte oder Produktkomponenten werden aus
alternativen Lösungen ausgewählt.
SP 1.1 Lösungsalternativen und Auswahlkriterien entwi-
ckeln
13
Lösungsalternativen und Auswahlkriterien entwickeln.
SP 1.2 Lösungen für Produktkomponenten auswählen
14
Die Lösungen für Produktkomponenten auswählen, die
die festgelegten Kriterien am besten erfüllen.
SG 2 Design entwickeln
Designs der Produkte oder Produktkomponenten werden ent-
wickelt.
12. Siehe Kapitel 4.2.6 für eine Erläuterung des Begriffs »Prozess-Assets« (Process
Assets).
Die technische Umsetzung (Technical Solution) dient dazu,
Lösungen gemäß den Anforderungen zu entwerfen, zu entwickeln
und zu implementieren. Lösungen, Entwürfe und Implementie-
rungen umfassen Produkte, Produktbestandteile und produktbezo-
gene Lebenszyklusprozesse, wie angemessen
a
entweder alleine oder
in Kombination.
a. Die Übersetzung wurde hier gegenüber den ersten beiden Auflagen gering-
fügig verbessert.
13. Die Basispraktik SP 1.1-1 »Lösungsalternativen und Auswahlkriterien entwi-
ckeln
« aus CMMI v1.1 ist in CMMI-DEV v1.2 entfallen (siehe Kap. 3.5.2).
Darüber hinaus ist die Forderung nach
»detaillierten« Lösungsalternativen
entfallen
.
14. Die bisherige Praktik SP 1.2 »Betriebskonzepte und Szenarien weiterentwi-
ckeln
« aus CMMI v1.1 ist in CMMI-DEV v1.2 entfallen bzw. in RD SP 3.1
integriert worden (siehe Kap. 5.2). Die Übersetzung dieser Praktik wurde
gegenüber den ersten beiden Auflagen geringfügig verbessert.

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