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Computer und Musik

Book Description

Im beginnenden 21. Jahrhundert ist der Umgang mit Musik ohne digitale Technologien nicht mehr denkbar: bei ihrer Rezeption und Produktion spielt der Computer eine zentrale Rolle. Spezielle Hardware und Software sind mittlerweile allgemein verfügbar, zwischen einem stationären und einem portablen Musikstudio in Form eines Notebooks besteht qualitativ kein Unterschied mehr. Spezielle Anwendungen und neue musikalische Techniken haben die Arbeit von Komponisten und Musikern grundlegend verändert und zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten und Musikstilen ganz eigener Ästhetik geführt.

Zwischen dem traditionellen Notensatz und neuen, aus der digitalen Wesenheit abgeleiteten Verfahren wie z.B. der musikalische Programmierung, liegen vielfältige Anwendungen: sie betreffen die Klangaufzeichnung und -verarbeitung, die Klangsynthese und die automatisierte Steuerung von musikalischen Abläufen. Das Verständnis ihrer praktischen Handhabung basiert auf der Erkenntnis ihrer jeweiligen technologischen und historischen Wurzeln. Die spezifischen Schnittstellen der neuen musikalisch-digitalen Anwendungen orientieren sich dabei einerseits an analogen Vorbildern oder greifen Gestaltungsmöglichkeiten auf, die weit über das traditionelle Musizieren mit seinen etablierten Gesten hinausweisen.

Die zunehmende Vielfalt von musikalischen "Applikationen" durch die Tablet-Computer verleihen der musikalischen Produktion zudem eine Dimension, die zwischen Expertentum und spielerischer Umgangsform angesiedelt ist.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Title Page
  3. Copyright Page
  4. Inhalt
  5. Vorwort
  6. I. Teil: Musik und Technologiekonzepte
    1. 1 Computer
      1. 1.1 Der Computer als täglicher Begleiter
      2. 1.2 Der Computer als Digital Audio Workstation (DAW)
      3. 1.3 Historische Computer und Musik
      4. 1.4 Computer und Musik als Allgemeingut
      5. 1.5 Digitale Musik und Musikwissenschaft
    2. 2 Musik
      1. 2.1 Die wahrnehmungsphysiologischen Grundlagen der Musik
        1. 2.1.1 Beschreibung der gehörten Musik
        2. 2.1.2 Musikalische und physikalische Beschreibung der Musik
        3. 2.1.3 Analoge und digitale Elemente in der Musik
      2. 2.2 Die physikalischen Grundlagen auditiver Ereignisse
        1. 2.2.1 Wahrnehmung und Maßeinheiten
        2. 2.2.2 Besonderheiten bei der Wahrnehmung
      3. 2.3 Die musikalischen Grundlagen auditiver Ereignisse
        1. 2.3.1 Töne und Noten
        2. 2.3.2 Noten, Pausen und ihre Dauern
        3. 2.3.3 Metrum, Rhythmus und Tempo
        4. 2.3.4 Intervalle, Akkorde, Tonarten
        5. 2.3.5 Dynamik und Artikulation
        6. 2.3.6 Die Entwicklung der Notenschrift
      4. 2.4 Die ästhetischen Grundlagen der Musik
      5. 2.5 Musik und ihre Wissenschaft
        1. 2.5.1 Musik und Zahl
        2. 2.5.2 Die Musik als Zahlwissenschaft
        3. 2.5.3 Musik als rationale Tonschöpfung
        4. 2.5.4 Musik und Informationstechnologie
      6. 2.6 Epochen der musikalischen Medientechnologie
        1. 2.6.1 Das mechanische Stadium
        2. 2.6.2 Das elektrisch-analoge Stadium
        3. 2.6.3 Das elektronisch-digitale Stadium
        4. 2.6.4 Medientechnologische Transformationen
    3. 3 Computer und Musik
      1. 3.1 Musikalische Hardware
        1. 3.1.1 Der Computer
        2. 3.1.2 Die Aufnahmegeräte
        3. 3.1.3 Das Audiointerface als Schnittstelle zum Computer
        4. 3.1.4 Das Mischpult als Schnittstelle zu Mikrofonen und Lautsprechern
        5. 3.1.5 Keyboards und Controller
        6. 3.1.6 Lautsprecher, Kopfhörer
        7. 3.1.7 Verbindungen, Kabel, Anschlüsse
        8. 3.1.8 Digitale Audioschnittstellen
      2. 3.2 Musikalische Produktionsumgebungen
  7. II. Teil: Schallaufzeichnungskonzepte
    1. 4 Die Aufzeichnung von akustischen Ereignissen
      1. 4.1 Die Eigenschaften der Schallausbreitung
      2. 4.2 Die Grundprinzipien der Schallaufzeichnung
        1. 4.2.1 Die parametrische Codierung
        2. 4.2.2 Die Signalformcodierung
      3. 4.3 Die mechanische Schallaufzeichnung
      4. 4.4 Der Beginn des Musikkonsums
      5. 4.5 Die elektrische Schallaufzeichnung
      6. 4.6 Die elektromagnetische Schallaufzeichnung
      7. 4.7 Die digitale Schallaufzeichnung
      8. 4.8 Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Schallaufzeichnungstechnik
    2. 5 Die Digitalisierung einer Schallwelle (Sampling)
      1. 5.1 Die Begriffe „analog“ und „digital“
      2. 5.2 Der Begriff des Sampling
      3. 5.3 Die Grundvoraussetzungen der Digitalisierung
      4. 5.4 Die Zeitquantisierung
        1. 5.4.1 Das Shannonsche Abtasttheorem und die Nyquist-Frequenz
        2. 5.4.2 Die analoge Tiefpassfilterung
        3. 5.4.3 Aliasing
        4. 5.4.4 Oversampling
      5. 5.5 Die Amplitudenquantisierung
        1. 5.5.1 Die Quantisierungstiefe und Reproduktion der (analogen) Dynamik
        2. 5.5.2 Dithering
      6. 5.6 Die Speicherung des digitalen Schallsignals
    3. 6 Die digitale Archivierung und ihre Trägermedien
      1. 6.1 Die optische Speicherung
      2. 6.2 Die lineare elektromagnetische Speicherung
      3. 6.3 Die direkte elektromagnetische Speicherung (Harddisc-Recording)
    4. 7 Die Datenformate für digitale Audiosignale
      1. 7.1 Die Dateiformate für unkomprimierte Audiosignale
      2. 7.2 Die Kompression von Audiodaten
      3. 7.3 Die Datenformate für die verlustfreie Audiokompression
      4. 7.4 Die verlustbehaftete Audiokompression
        1. 7.4.1 Das predictive coding
        2. 7.4.2 Das perceptual coding
        3. 7.4.3 Die Funktionsweise einer Kompression
      5. 7.5 Die Datenformate für die verlustbehaftete Audiokompression
      6. 7.6 Das ID3-Tag
      7. 7.7 Das Sampling als neue musikalische Kunstform
    5. 8 Die digitale Verarbeitung von Schallereignissen
      1. 8.1 Die Signalwege beim Aufnahmesystem
      2. 8.2 Latenzen und Buffer
      3. 8.3 Das Audiotransferprotokoll
      4. 8.4 Die Editoren für die digitale Klangverarbeitung
        1. 8.4.1 Der Aufbau und das Aussehen eines Audioeditors
        2. 8.4.2 Elementare Bearbeitungstechniken
      5. 8.5 Die Klassifizierung und der Einsatz von Effekten
      6. 8.6 Die Effekte zur Beeinflussung der Dynamik
        1. 8.6.1 Verstärker
        2. 8.6.2 Panorama
        3. 8.6.3 Kompressor
        4. 8.6.4 Expander
        5. 8.6.5 Noisegate
        6. 8.6.6 Limiter
        7. 8.6.7 De-Esser
      7. 8.7 Die Effekte zur Bearbeitung des Klangspektrums
        1. 8.7.1 Filter
        2. 8.7.2 Equalizer
        3. 8.7.3 Pitch-Shifting (Tonhöhenveränderung)
        4. 8.7.4 Distortion und Overdrive
      8. 8.8 Die Effekte zur Beeinflussung der zeitlichen Verzögerung
        1. 8.8.1 Delay (Echo)
        2. 8.8.2 Reverb (Hall)
        3. 8.8.3 Chorus
        4. 8.8.4 Flanger
        5. 8.8.5 Phaser
      9. 8.9 Der Effekt zur Beeinflussung der Zeitstruktur (Time-Stretching)
      10. 8.10 Die Synthese-Effekte
        1. 8.10.1 Exciter und Enhancer
        2. 8.10.2 Vocoder (voice coder)
        3. 8.10.3 Ringmodulator
      11. 8.11 Der Mehrkanalton (Raumklang)
        1. 8.11.1 Die analogen Mehrkanaltonverfahren
        2. 8.11.2 Die digitalen Mehrkanaltonverfahren
      12. 8.12 Die Klanganalyse
        1. 8.12.1 Die diskrete Fourier-Transformation (DFT)
        2. 8.12.2 Die Fast-Fourier-Transformation (FFT)
      13. 8.13 Die Klangrestauration
      14. 8.14 Von den Audiodaten zur Notation
  8. III. Teil: Klangsynthesekonzepte
    1. 9 Die akustische Klangerzeugung
      1. 9.1 Die Eigenschaften der akustischen Instrumente
        1. 9.1.1 Obertonschwingungen und Klangfarbe
        2. 9.1.2 Obertöne, Intervalle und Stimmungen
      2. 9.2 Gestik und Klangcharakter
      3. 9.3 Die technische Entwicklung des Instrumentariums
    2. 10 Die elektrische Klangerzeugung
      1. 10.1 Die Utopien der elektrischen Klangerzeugung
      2. 10.2 Der Rundfunk als klangerzeugendes Medium
      3. 10.3 Die ersten elektrischen Instrumente und ihre Interfacetechnologie
        1. 10.3.1 Das Telharmonium (Dynamophon)
        2. 10.3.2 Der Neo-Bechstein-Flügel
        3. 10.3.3 Das Ätherophon (Thereminvox)
        4. 10.3.4 Das Trautonium
        5. 10.3.5 Die Ondes Martenot
        6. 10.3.6 Interfacetechnologien und Repertoire
      4. 10.4 Die Elektronische Musik und der Abschied vom Interpreten
        1. 10.4.1 Die „Komposition“ der Elektronischen Musik
        2. 10.4.2 Die Aufführungsproblematik der Elektronischen Musik
      5. 10.5 Die Musique concrète
    3. 11 Die erste Musik aus dem Computer
      1. 11.1 Musikalische digitale Töne
      2. 11.2 Die ersten Programmiersprachen
      3. 11.3 Die Ästhetik der Computermusik
      4. 11.4 Der Computer und die Klangforschung
      5. 11.5 Die Frequenzmodulation
    4. 12 Der Synthesizer
      1. 12.1 Der Synthesizer als elektronisches Spielinstrument
      2. 12.2 Die subtraktive Klangsynthese
      3. 12.3 Der klassische Aufbau des modularen Synthesizers
        1. 12.3.1 Spannungssteuerung
        2. 12.3.2 Oszillatoren
        3. 12.3.3 Filter
        4. 12.3.4 Verstärker
        5. 12.3.5 Hüllkurvengenerator
        6. 12.3.6 LFO – Low Frequency Oscillator
      4. 12.4 Die Weiterentwicklung des analogen Synthesizers
    5. 13 Die unterschiedlichen Verfahren der Klangsynthese
      1. 13.1 Die Klassifizierung der Klangsyntheseverfahren
      2. 13.2 Die lineare Klangsynthese
        1. 13.2.1 Additive Klangsynthese
        2. 13.2.2 Resynthese
        3. 13.2.3 Subtraktive Klangsynthese
        4. 13.2.4 Wavetable-Synthese
        5. 13.2.5 Vektor-Synthese
      3. 13.3 Die nichtlineare Klangsynthese
        1. 13.3.1 Phase-Distortion-Synthese (PD-Synthese)
        2. 13.3.2 Waveshaping-Synthese
        3. 13.3.3 Modulations-Synthese (AM- und FM-Synthese)
      4. 13.4 Die Synthese mit Samples
        1. 13.4.1 Linear-Arithmetische-Synthese (LA-Synthese)
        2. 13.4.2 Sampling
        3. 13.4.3 Granularsynthese
        4. 13.4.4 Wavesequenzing
      5. 13.5 Das Physical Modeling
      6. 13.6 Der Synthesizer als Computer
        1. 13.6.1 Synclavier
        2. 13.6.2 Fairlight CMI
    6. 14 Die Virtualisierung des Instrumentariums
      1. 14.1 Die Schnittstellen für Audio-Plug-ins
      2. 14.2 Die Virtualisierungstechnologien der Klangsynthese
      3. 14.3 Die Urform des virtuellen Synthesizers
      4. 14.4 Der Aufbau und die Handhabung von Audio-Plug-ins
  9. IV. Teil: Produktionskonzepte
    1. 15 Die traditionellen musikalischen Produktionskonzepte
      1. 15.1 Die Elemente der Notenschrift
      2. 15.2 Die Digitalisierung der Notenschrift
      3. 15.3 Die Notwendigkeit der Performance
    2. 16 Die Mechanisierungs- und Automatisierungskonzepte
      1. 16.1 Die historischen Wurzeln der Mechanisierung
      2. 16.2 Das Selbstspielklavier
      3. 16.3 Die künstlerischen Innovationen durch das Selbstspielklavier
    3. 17 MIDI als digitales Kommunikationskonzept
      1. 17.1 Die historische Entwicklung von MIDI
      2. 17.2 Die grundlegende Funktionsweise von MIDI
      3. 17.3 Die MIDI-Hardware
      4. 17.4 Die MIDI-Kommunikation
      5. 17.5 Der Aufbau der MIDI-Nachrichten
        1. 17.5.1 Die Channel-Voice-Messages
        2. 17.5.2 Die Channel-Mode-Messages
        3. 17.5.3 Die System Messages
        4. 17.5.4 Die Synchronisation mit MIDI
      6. 17.6 Das Standard-MIDI-File
      7. 17.7 General-MIDI-(GM)-Spezifikation
      8. 17.8 Zusammenstellung der wichtigsten MIDI-Werte
      9. 17.9 Die Vorteile und Nachteile des MIDI-Standards
      10. 17.10 Open Sound Control (OSC)
    4. 18 Musikalische Produktionskonzepte
      1. 18.1 Sequenzer
        1. 18.1.1 Die historischen Wurzeln des Sequenzers
        2. 18.1.2 Die Produktionsumgebung eines Sequenzers
        3. 18.1.3 Die Eingabe von MIDI-Events
        4. 18.1.4 Die Quantisierung von MIDI- und Audio-Ereignissen
        5. 18.1.5 Die Darstellung der MIDI-Events (MIDI-Editoren)
        6. 18.1.6 Der Mixer, die Effekte und der Singalfluss
      2. 18.2 Notensatz
      3. 18.3 Klangeditoren
    5. 19 Performancekonzepte
      1. 19.1 Aufführung, Interpretation, Performance
      2. 19.2 Performance mit dem Computer
        1. 19.2.1 Komposition und Performance als Live-Act
        2. 19.2.2 Der Plattenspieler im Computer
      3. 19.3 Performance durch den Computer
    6. 20 Programmierumgebungen
      1. 20.1 Historische Ansätze
        1. 20.1.1 Musikalische „Würfelspiele"
        2. 20.1.2 Der Computer komponiert
      2. 20.2 Technologische Ansätze
        1. 20.2.1 Theoretische Aspekte einer algorithmischen Komposition
        2. 20.2.2 Programmumgebungen als algorithmische Kompositionshilfen
      3. 20.3 Textbasierte Programmierumgebungen
        1. 20.3.1 Common Music
        2. 20.3.2 Csound
        3. 20.3.3 SuperCollider
      4. 20.4 Grafische interaktive Programmierumgebungen
        1. 20.4.1 Max/MSP
        2. 20.4.2 Max for Live
  10. V. Teil: Interaktionskonzepte
    1. 21 Traditionelle musikalische Schnittstellen
      1. 21.1 Die Schnittstellen des akustischen Instrumentariums
      2. 21.2 Die Schnittstellen der elektrischen Instrumente
    2. 22 Digitale musikalische Schnittstellen
      1. 22.1 Die computereigenen Schnittstellen
      2. 22.2 Historische Interaktionskonzepte
        1. 22.2.1 Music Mouse
        2. 22.2.2 M
        3. 22.2.3 Jam Factory
      3. 22.3 MIDI-Controller
        1. 22.3.1 Frei konfigurierbare Controller
        2. 22.3.2 Vorkonfigurierte Controller
      4. 22.4 Akustische Instrumente als Controller
      5. 22.5 Performance Controller
        1. 22.5.1 Hyperinstruments
        2. 22.5.2 Instrument-inspired gestual controller
        3. 22.5.3 Expanded range controller
        4. 22.5.4 Immersive Controller
      6. 22.6 Grafische Interaktion
    3. 23 Musik mit mobile devices
      1. 23.1 Die Schnittstellen bei mobile devices
      2. 23.2 Die Klassifizierung der music apps
      3. 23.3 Die spezifischen Interaktionskonzepte
        1. 23.3.1 Touch-Controller
        2. 23.3.2 Musikalische Notizbücher (Groove-Boxen)
        3. 23.3.3 Virtuelle Orchester
        4. 23.3.4 None Touch Interface
        5. 23.3.5 Vom Table zum Tablet
        6. 23.3.6 Generative Music
      4. 23.4 Der derzeitige Stellenwert der music apps
  11. Abbildungsverzeichnis
  12. Literaturverzeichnis
  13. Linkverzeichnis
  14. Tabellenanhang
  15. Indexverzeichnis