
Zum Interesse der sozialwissenschaftlichen Kritik an der Religion 169
eigene begriffen wird, die vielmehr von „krankhafter Desorganisation“ und
zivilisatorischem Sündenfall gestempelt ist.
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So bildet sich im 19. Jahrhundert in der Säkularisierungsthese die allgemei-
ne Formel für den neuzeitlichen Geschichtsverlauf heraus,
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in der „Ent-
stehungsprozeß und gegenwärtiger Zustand der modernen Gesellschaft im
Verhältnis zum Christentum“
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ihre wechselseitig akzeptierte Auslegung er-
halten. Die Beziehung zwischen Religion und Gesellschaft wird zum beherr-
schenden Thema eines kulturgeschichtlichen Stellungskampfes, in dem das
kirchliche Interesse an der ...