
194 Zum Interesse der sozialwissenschaftlichen Kritik an der Religion
Kirchlichkeit auf, mal als (sub-)kulturell transformierte Gestalt von Religi-
on, mal als weitgehend institutionsunabhängige, jedoch nach wie vor für die
persönliche Daseinsführung relevante Religiosität. In den Mittelpunkt des
soziologischen Interesses rücken somit gerade jene sozial geron
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nenen
Formen der Religion, die nicht nur in sich vielfältig geschichtet sind, son-
dern zudem auch mannigfaltig funktionieren; dabei verschränken sie sich
durchgängig mit vielen anderen nicht-religiösen Aufgaben und lassen sich
je nach Persönlichkeitstyp, Klassenzug ehörigkeit, Bildungsgrad