
206 Kontinuität und Wandel der Religion
sam „vorparadigmatischen“ Zustandes gelten. Parsons wollte einen solchen
Zustand durch die Herausbildung einer systematischen Theorie („genera-
lized concept“), durch die Entwicklung von „Begriffsvorschlägen . . . zur
Beschreibung aller möglichen Gesellschaften“
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, durch Hinweise auf deren
empirische Bezüge („empirical reference“) sowie durch den Aufweis so-
ziologischer (nicht unbedingt auch sozial-faktischer!) Zusammenhänge in ei-
ner Gesellschaft überbieten. Das Ziel dieses gewaltigen metatheoretischen
Unternehmens war es, gewissermaßen maieutisch den unbewußten Vollzug
der empirischen Sozialwissenschaften