
Protestantische Frömmigkeit im neuzeitlichen Strukturwandel der Öffentlichkeit 277
lares Bewußtsein“ positiv mit hoher Bildung und ausgeprägter Urbanität
korreliert.
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Nach Friedrich Fürstenberg ist sogar der neuzeitliche Strukturwandel
zumindest der protestantischen Frömmigkeit überhaupt angemessen nur
als „Veränderung der relativen Häufigkeitstypen und ihre wechselnde
Verteilung auf die sozialen Schichten“
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zu beschreiben. Diesem Ergebnis
widerspricht auch nicht die Beobachtung, daß etwa politische Attitüden
und kulturelle Bildung als „funktionale Äquivalente“ (Robert K. Merton)
von kirchlich definierter Religiosität auftreten können. Daß beide Faktoren ...