
Die „Normativität“ neuzeitlicher Frömmigkeitsgeschichte 293
Standpunkt“ übergehende, kulturgeschichtlich orientierte Ekklesiologie
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als Grundlegungsfigur der praktisch-theologischen Disziplin verwiesen: in
„jenen Zweig theologischer Arbeit“ also, den man später zunehmend mehr
als einen erkannte, „der für einen Realismus der Theologie sorgt“
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. Die
epistemologische Konsequenz ist für Ehrenfeuchter durchaus die Frucht
einer theologischen Einsicht in den durch und durch geschichtlichen
Charakter der Kirche selbst: „Steht aber der unendliche Gehalt der Kirche
in keinem schlechthin passenden Verhältnis zu ihrer Gestalt, dann ist
ein Wechsel ihrer Formen