
Die „Normativität“ neuzeitlicher Frömmigkeitsgeschichte 303
licher Frömmigkeitspraxis hinorientieren und perspektivisch-exklusive Be-
schränkungen auf manifeste Kirchlichkeit oder abstrakt begriffene Religio-
sität zu meiden suchen. Die Affinitäten zeigen sich vor allem in einer all-
gemeinsoziologischen Theorie der
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kultur- und gesellschaftsgeschichtli-
chen Differenzierung
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einerseits, in einer Theorie der religiös-personalen
Identität
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andererseits.
1. Troeltschs Erkenntnisinteresse galt zunächst der Genese und Eigen-
tümlichkeit der neuzeitlichen Lebenswelt protestantischer Frömmigkeit.
Diese Neuzeit lebt „in dem Gefühl, gegenüber Antike und Mittelalter ...