O'Reilly logo

Stay ahead with the world's most comprehensive technology and business learning platform.

With Safari, you learn the way you learn best. Get unlimited access to videos, live online training, learning paths, books, tutorials, and more.

Start Free Trial

No credit card required

Fachmenschenfreundschaft

Book Description

Der Band versammelt Studien zu zwei der faszinierendsten Forscherpersönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts. Beide haben in ihrer gemeinsamen Heidelberger Zeit ein religionssoziologisches Forschungsprogramm entwickelt, das sich der Analyse der „Kulturbedeutung“ der Religion, speziell protestantischer Frömmigkeit widmete. Das gemeinsame Interesse an einer analytischen Erschließung der „Lebensmacht“ Religion führte Max Weber und Ernst Troeltsch jedoch zu unterschiedlichen und konkurrierenden Theorieprogrammen. Während Weber religiösen Wertorientierungen keine überindividuell normative gesellschaftliche Funktion mehr zuerkannte, suchte Troeltsch ethische Bestände des Christentums auf moderne gesellschaftliche Problemlagen hin zu reformulieren. Die Beiträge des Bandes gehen diesen Konstellationen nach. So werden die komplexen Bezüge Webers zur zeitgenössischen Theologie und seine impliziten theologischen Werturteile in der Protestantischen Ethik beschrieben, die Besonderheit der Troeltsch’schen Religionstheorie und seiner Kulturgeschichte des Christentums vorgestellt. Auch geht es um die biographischen und werkgeschichtlichen Beziehungen und wechselseitigen Einflüsse dieser Fachmenschenfreundschaft. Daneben werden zahlreiche bisher unbekannte Quellen ediert.

Table of Contents

  1. Fachmenschenfreundschaft
  2. Troeltsch-Studien Neue Folge
  3. Titel
  4. Impressum
  5. Inhaltsverzeichnis
  6. Siglen und Abkürzungen
    1. Abkürzungen
    2. Ernst Troeltsch: Kritische Gesamtausgabe
    3. Ernst Troeltsch: Gesammelte Schriften
    4. Troeltsch-Studien
    5. Max Weber: Gesamtausgabe
  7. Vorwort
  8. Einleitung
  9. Teil A: Max Weber
    1. Max Weber und die protestantische Theologie seiner Zeit
      1. I. Religiöse Ethik und Eigengesetzlichkeiten der Kultur
      2. II. Konkrete Kooperation
      3. III. Die modernen Lebensordnungen und das Schicksal der „Persönlichkeit“
    2. Die „kompetentesten“ Gesprächspartner? Implizite theologische Werturteile in Max Webers „Protestantischer Ethik“
      1. 1.
      2. 2.
      3. 3.
      4. 4.
      5. 5.
      6. 6.
  10. Teil B: Ernst Troeltsch
    1. Der „Systematiker“ der „Kleinen Göttinger Fakultät“. Ernst Troeltschs Promotionsthesen und ihr Göttinger Kontext
      1. I. Einleitung
        1. 1.
        2. 2.
        3. 3.
        4. 4.
      2. II. Exegetisch-historische Theologie
        1. 1.
        2. 2.
      3. III. Dogmatik und Ethik
      4. IV. Praktische Theologie
      5. V. Absage an Ritschl
        1. 1.
        2. 2.
    2. Religion und Individualität.Bemerkungen zu einem Grundproblem der Religionstheorie Ernst Troeltschs
      1. 1. Von den Schwierigkeiten der Interpretation einer Theorie, die es nur in der Ankündigung gibt
      2. 2. Kritische Theorie der Moderne als Entdeckungszusammenhangder Bedeutung von Religion
        1. a) Die Bedrohung der neuzeitspezifischen Individualitätskultur durch die Herrschaftdes Kapitals
        2. b) Der Determinismus des szientifischen Bewußtseins und der Ausschluß des Individuumsaus der Geschichte
      3. 3. Religion als Konstitutionsort individueller Freiheit
    3. Ernst Troeltsch.Kulturgeschichte des Christentums
      1. 1. Normativität und Geschichte
      2. 2. Die Ambivalenz der modernen Kultur
      3. 3. Die zwei Geschichtswissenschaften im Kontext der historisch-ethischen Disziplinen
      4. 4. Radikale Historisierung der Theologie: Christliche Theologie als Religionsgeschichte des Christentums
        1. 4.1 Von der theologischen Ideengeschichte zur Kulturgeschichte der Theologie
        2. 4.2. Von der Kirchengeschichte zur Religionsgeschichte des Christentums
      5. 5. Religion als eine relativ autonome Potenz der Kultur
  11. Teil C: Konstellationen
    1. Fachmenschenfreundschaft. Bemerkungen zu ,Max Weber und Ernst Troeltsch‘
      1. I
      2. II
      3. III
    2. Puritanische Sektenfreiheit versus lutherische Volkskirche. Zum Einfluß Georg Jellineks auf religionsdiagnostische Deutungsmuster Max Webers und Ernst Troeltschs
      1. I. Heidelberg um 1900, oder: ein Laboratorium krisenhafter Modernitätserfahrungen
      2. II. Georg Jellinek, oder: die religiösen Wurzeln der modernen Menschenrechte
      3. III. Max Weber, oder: die Faszinationskraft des amerikanischen Kapitalismus
      4. IV. Ernst Troeltsch, oder: die Unterscheidung von Luthertum und Calvinismus
      5. V. Die Heidelberger Klassiker lesen, oder: die Suche nach ihrer „Kulturbedeutung“
    3. Max Weber und Ernst Troeltsch
      1. I
      2. II
      3. III
      4. IV
      5. V
    4. Distanz aus Nähe.Einige Anmerkungen zum „Weber-Paradigma“ in Perspektiven der neueren Troeltsch-Forschung
      1. I. Paradigm lost, oder: Heidelberger Konstellationen kulturwissenschaftlichen Denkens
      2. II. „Troeltschchen“, der „liebste Freund”, oder: Die ewigen Gespräche erschöpfen Max
      3. III. Distanzierter Blick, oder: Max Weber in der Sicht des Berliner Troeltsch
    5. Wertkonflikt oder Kultursynthese?
      1. I
      2. II
      3. III
  12. Teil D: Anhang
    1. Abschiedsfeier für Ernst Troettsch in Heideiberg
      1. Abschiedsfeier für Herrn Professor Ernst Troeltsch
      2. Abschiedsfeier
      3. Heidelberg, 22. März
    2. Kondolenzschreiben zum Tode von Max Weber
      1. Brief Rudolf und Lilli Wielands an Marianne Weber, 16. Juni 1920
      2. Brief Marta Troeltschs an Marianne Weber, 17. Juni 1920
      3. Brief Hans von Schuberts an Marianne Weber, 18. Juni 1920
      4. Brief Otto Frommels an Marianne Weber, 19. Juni 1920
      5. Brief Otto Maags an Marianne Weber, 19. Juni 1920
      6. Brief Oskar Siebecks an Marianne Weber, 20. Juni 1920
      7. Brief Martin Rades an Marianne Weber, 22. Juni 1920
    3. Martin Rade:Max Weber. Ein Lebensbild von Marianne Weber
    4. Otto Baumgarten:Max Weber. Ein Lebensbild von Marianne Weber
      1. 1
      2. 2
      3. 3
    5. Otto Baumgarten:Das Dennoch des Glaubens. Ein Briefwechsel
    6. Marianne Weber:Otto Baumgarten als Theotoge und Potitiker
    7. Marianne Weber: Otto Baumgartens Lebensbild
      1. I.
      2. II.
    8. Nachweise
  13. Personenregister