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Groovy: Grundlagen und fortgeschrittene Techniken by Joachim Baumann

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3 Installation und Benutzung
In diesem Kapitel lernen wir die Installation von Groovy unter gängi-
gen Betriebssystemen (Microsoft Windows, Apple Mac OS X, Linux)
kennen. Wir lernen, Groovy-Skripte mit und ohne Parameter zu star-
ten, und bekommen einen ersten Eindruck von der GroovyShell und
der GroovyConsole.
Weiterhin erfahren Sie, wie Sie die Groovy-Unterstützung in ver-
schiedenen Entwicklungsumgebungen integrieren können.
3.1 Systeminstallation und -integration
Der erste Schritt zur Installation ist das Herunterladen von Groovy.
Die jeweils aktuelle Version von Groovy finden Sie auf der Groovy-
Website unter folgender URL:
http://groovy.codehaus.org
Hier finden Sie auch weitergehende Informationen über Groovy in
englischer Sprache. Alternativ können Sie selbstverständlich über die
Website des Buchs (
http://www.groovybuch.de) auf die aktuelle Version
zugreifen, die dort verlinkt ist (unter »Links«).
Im Folgenden gehen wir davon aus, dass Java auf dem System
bereits installiert ist, die Variable
JAVA_HOME auf das Verzeichnis zeigt,
in dem Java installiert ist, und dass sich das Verzeichnis
JAVA_HOME/bin
im Pfad befindet. Java sollte mindestens in der Version 1.4.2 installiert
sein, um sicherzugehen, dass Groovy problemlos funktioniert.
3.1.1 Unix-Varianten
Für Unix-Varianten sollten Sie die Version, die mit den Programmen
tar und gzip gepackt ist, herunterladen. Mein Vorschlag ist, Sie packen
die Distribution nach
/usr/local aus; alternativ wäre /opt ein guter
3 Installation und Benutzung26
Ort. Bei Mac OS X installieren Sie Groovy am besten nach /Library.
In den folgenden Beispielen gehe ich von einem Unix-System enoch aus
und nehme an, dass Sie die Installation als Benutzer
root durchführen
(bevor Sie sich lange fragen, ob dies ein Insider-Scherz ist, lesen Sie ein-
fach [Stephenson 1999]).
root@enoch:/usr/local# tar -xvzf groovy-1.x.tar.gz
...
root@enoch:/usr/local#
Am pflegeleichtesten ist es, jetzt noch einen symbolischen Link zu set-
zen. Hierdurch können die Verweise im Pfad und die Variable
GROOVY_HOME bei Installation einer aktuelleren Version unmodifiziert
bleiben:
root@enoch:/usr/local# ln -s groovy-1.x groovy
root@enoch:/usr/local#
Jetzt muss die Variable GROOVY_HOME gesetzt werden:
root@enoch:/# export GROOVY_HOME=/usr/local/groovy# bash
root@enoch:/# setenv GROOVY_HOME /usr/local/groovy# tcsh
root@enoch:/#
Natürlich ist die Definition der Variablen davon abhängig, unter wel-
cher Shell Sie arbeiten. Es gibt aber zwei große Gruppen von Shells; zur
einen Gruppe gehört die
bash, zur anderen die tcsh. Eine der gezeigten
Varianten sollte also auf jeden Fall funktionieren. Sie sollten diese
Variablendefinition aber entweder Ihren Start-Skripten für die Shell
hinzufügen oder aber alternativ den systemweiten Start-Skripten für
die Shell, die Sie in einer normalen Unix-Installation unter
/etc/pro-
file
finden. Im ersten Fall haben nur Sie Zugriff auf die Installation,
im zweiten Fall steht Groovy allen Benutzern des Rechners zur Verfü-
gung.
Der nächste Schritt ist die Erweiterung des Pfades um das Ver-
zeichnis
GROOVY_HOME/bin.
root@enoch:/# export PATH=$GROOVY_HOME/bin:$PATH# bash
root@enoch:/# setenv PATH $GROOVY_HOME/bin:$PATH# tcsh
root@enoch:/#
Jetzt sollte Groovy auf Ihrem System fertig eingerichtet sein. Sie kön-
nen es testen mit:
root@enoch:/# groovy -v
Groovy Version: 1.x JVM: 1.5.x_x...
root@enoch:/#
273.1 Systeminstallation und -integration
Wenn Sie die gezeigte Rückmeldung bekommen, ist Groovy ord-
nungsgemäß installiert. Falls dies nicht klappt, ziehen Sie bitte
Abschnitt 3.1.4
zu Rate.
Damit ist die Installation von Groovy auf Ihrem System beendet.
Herzlichen Glückwunsch.
3.1.2 Windows
Für Windows gibt es zwei Möglichkeiten der Installation. Entweder
Sie verwenden den Groovy-Installer oder die Version im Zip-Format.
Installer
Der Installer installiert nicht nur Groovy, sondern es werden auch die
Variable
GROOVY_HOME und der Pfad korrekt gesetzt.
Zusätzlich bietet der Installer Ihnen die Möglichkeit, den
Native
Launcher
zu installieren sowie Dateiverknüpfungen anzulegen, die es
Ihnen ermöglichen, Groovy-Programme einfach mit Doppelklick aus
dem Windows-Explorer zu starten und auf der Kommandozeile durch
Eingabe des Programmnamens (ohne explizite Nennung des Groovy-
Interpreters) zu starten.
Außerdem installiert der Installer optional mehrere Module, die
häufig benötigt werden.
Gant ist ein Modul, das es ermöglicht, Ant-
Tasks durch Groovy-Skripte zu beschreiben, und
Scriptom stellt unter
Groovy die Steuerung von ActiveX- und COM-Komponenten zur Ver-
fügung. Die Zahl der Module ändert sich mit jeder Version.
Abb. 3–1
Der Groovy-Installer für
Windows
3 Installation und Benutzung28
Zip-Version
Verwenden Sie einen der vielen verfügbaren Packer für dieses Format,
um Groovy auszupacken. Mein Vorschlag ist, Sie platzieren Groovy
unter
C:\Programme.
Als Nächstes müssen wir
GROOVY_HOME setzen und den Pfad erweitern.
Hierzu findet sich unter »Arbeitsplatz -> Eigenschaften« (Abb. 3–3)
die Möglichkeit, in der Systemsteuerung (Abb. 3–4) Umgebungsvari-
ablen zu setzen.
Abb. 3–2
Das Programmverzeichnis
für die Groovy-Installation
(Vorschlag)
Abb. 3–3
Der Weg zu den
Benutzervariablen
(Arbeitsplatz ->
Eigenschaften)
293.1 Systeminstallation und -integration
Hier wechseln Sie auf die Seite »Erweitert« und wählen die Umge-
bungsvariablen an.
Sobald Sie die Umgebungsvariablen ausgewählt haben, geht ein neues
Fenster auf, das sämtliche Umgebungsvariablen enthält (Abb. 3–5).
Unter Windows wird hierbei differenziert zwischen Benutzervari-
ablen im oberen Bereich und Systemvariablen im unteren Bereich.
Systemweite Variablen werden von allen Benutzern gesehen. Wenn
Sie also Groovy allen Benutzern des Rechners zur Verfügung stellen
wollen, sollten Sie die folgenden Einträge in den Systemvariablen
machen; falls ausschließlich Sie selber auf diesem Rechner Groovy nut-
zen wollen, tragen Sie die folgenden Werte in den Benutzervariablen ein.
Abb. 3–4
Die erweiterten
Systemeigenschaften
führen zu den
Umgebungsvariablen.

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