Angelika Jacobs

18.Metamorphosen des absoluten Buches zwischen 1800 und 1900

Abstract: Zwischen dem Wissens- und Sprachoptimismus der Aufklärung und der Wissens- und Sprachskepsis des späten 19. Jahrhunderts entsteht der neue Mythos des absoluten Buches. Die Frühromantiker entwickeln aus den erkenntnistheoretischen Reflexionen über die Kluft zwischen sinnlicher Anschauung und diskursivem Verstand und der systemphilosophischen Pathosformel des Absoluten ein konstruktives Wissenskonzept, in dem Mathesis und Poiesis, Glauben, Wissen und Fiktion interagieren: Bibel, Enzyklopädie und Roman überlagern sich um 1800 in der Vorstellung eines Buches, das den Zugang zur Idee denk- und darstellbar macht und den Hiatus zwischen Erfahrung und Denken progressiv ...

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