Auch unter dem Dach des RWKS blieben die Ruhrzechen ein äußerst heterogenes Gefüge aus einer großen Anzahl von Unternehmen mit verschiedenen Betriebsgrößen, Kostenstrukturen und Produktionsbedingungen. Daraus generierten sich die unterschiedlichsten unternehmerischen Interessen und folglich auch verschiedene Erwartungen an die Kartellvereinigung.264 Damit zum Beispiel auch wenig rentable Schachtanlagen im Kartell weiter existieren konnten, stellten deren Produktionskosten in der gemeinsamen Preispolitik häufig die Mindestgrenze nach unten dar. Entsprechend neigten kleinere Betriebe mit höheren Selbstkosten stärker zu Forderungen nach Preiserhöhungen. Die aufgrund der Stimmrechte im RWKS dominierenden Großbetriebe verfolgten dagegen eher eine ...

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