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Medizin und öffentliche Gesundheit

Book Description

Politik und Wissenschaft möchten gegenwärtig durch Public-Health-Maßnahmen und Präventionsgesetze zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung beitragen. Zugleich bieten neue Techniken weltweit individuelle gesundheitsfördernde Apps an, die Selbstkontrolle und -optimierung stärken, aber den traditionellen Gesundheitsinstanzen Boden entziehen. Auf der Basis dieser Herausforderungen werden in diesem Band Fragen der Public-Health-Ethik diskutiert. Mit dem Blick in die Vergangenheit wird erörtert, welche Motive für die Förderung von Gesundheit existierten, welche Muster der Kontrolle von Krankheiten in den Städten und bei Epidemien vorherrschend waren, wie der Vorsorgegedanke in modernen Gesellschaften gestaltet, warum Männer als Adressaten der Gesundheitsförderung spät entdeckt wurden und wie sich der präventive Aspekt der Arbeit bei psychisch Kranken umsetzte. Zudem werden gesundheitsaufklärerische Aktivitäten in der früheren DDR und die Nutzung von Medien und Film zwischen ca. 1920 und 1970 betrachtet.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Dank
  6. Abkürzungen
  7. Medizin und öffentliche Gesundheit – Einleitung
  8. Aktuelle Fragen und ethische Herausforderungen
    1. Der „öffentliche Werth der Gesundheit“. Oder: was bringt eine Gesellschaft dazu, gesund sein und bleiben zu wollen. Die historische Perspektive
    2. Public Health – Global Health: neu denken, neu konzipieren
    3. Ethische Bewertung von Public Health-Maßnahmen. Methodische Grundlagen und praktische Anwendung
  9. Hygienische Stadtreform und Epidemiekontrolle
    1. Stadthygiene: Gesundheit und städtischer Raum in Europa während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    2. Natur, Technik, Zeit. Infektionskrankheiten und ihre Kontrolle im langen 20. Jahrhundert
  10. Das Ideal der Prävention und Zielgruppen
    1. Prävention zwischen Staat und Subjekt. Der sozialmedizinische Aufbruch in der Bundesrepublik und auf internationaler Ebene (1960–1980)
    2. Die späte Entdeckung der Männer als Adressaten der öffentlichen Gesundheitsfürsorge und -förderung in Deutschland
    3. „Jede Verhütung des Verfalls von Arbeitskraft ist […] Gewinn für die Allgemeinheit“ – Arbeit/slosigkeit, Psychiatrie und öffentliche Gesundheit in der Weimarer Zeit
  11. Formen und Medien der Gesundheitsaufklärung
    1. Der „Medizinische Sonntag“ – eine Form der Ritualisierung der Gesundheitsaufklärung in der DDR? Elfriede Paul (1900–1981) und das „Magdeburger Modell“
    2. „Diese schmierige Mischung von Sentimentalität und wissenschaftlicher Phrase“ – Politik und Gesundheitsaufklärung in Ausstellungen, Plakaten und Filmen, 1880–1980
    3. Kommentar
  12. Kurzbiografien der Autoren
  13. Personenregister