612 Kapitel 16: Verwalten von Laufwerken und Dateisystemen
Zusammenfassung
Windows 7 verwendet zur Speicherung von wichtigen Betriebssystemdateien lokalen Speicher,
gewöhnlich auf der Basis von Festplattenlaufwerken. Benutzer verwenden denselben Speicher für
vertrauliche Dateien. Da die Integrität des Betriebssystems und die Sicherheit Ihrer Organisation von
den
Laufwerken
und
Dateisystemen
abhängen,
die
in
jedem
Windows-Computer
installiert
sind,
sollten
Sie Ihre Anforderungen an das Speichersystem der Clients genau überprüfen.
Windows 7 bietet eine relativ einfache Festplattenlaufwerks- und Volumeverwaltung mit grafischen
Programmen oder Befehlszeilentools. Im Vergleich zu Windows XP haben Windows Vista und Win-
dows 7 einige Verbesserungen aufzuweisen, da sich die Größe von Partitionen nun dynamisch ändern
lässt. Administratoren können also Partitionen anders aufteilen, ohne das ganze Festplattenlaufwerk
neu formatieren oder Tools von anderen Herstellern verwenden zu müssen.
Windows 7 bietet mehrere Funktionen zur Verwaltung von Laufwerken und Dateisystemen. Um die
Wiederherstellung der Daten für den Fall zu ermöglichen, dass ein Festplattenlaufwerk ausfällt oder
Dateien zerstört oder versehentlich gelöscht werden, bietet Windows 7 eine manuelle Sicherung oder
eine Sicherung nach Zeitplan. Wenn Sicherungen online verfügbar sind, können Benutzer auf Vor-
gängerversionen
zurückgreifen,
wenn
sie
eine
Datei
wiederherstellen
wollen,
ohne
den
Support
anrufen
zu müssen. Das Sichern und Wiederherstellen auf Abbildbasis ermöglicht Ihnen den Austausch eines
Festplattenlaufwerks und die schnelle Wiederherstellung eines Computers, ohne alle Anwendungen
neu installieren zu müssen.
Um die Laufwerksleistung bei wahlfreien Zugriffen zu erhöhen, kann ReadyBoost Daten auf Flash-
speicher zwischenspeichern. ReadyBoost meldet sich automatisch beim Benutzer, sobald ein passen-
des Medium angeschlossen wird und kein Administrator diese Funktion deaktiviert hat. Die größten
Leistungsverbesserungen hat ReadyBoost auf Computern aufzuweisen, die mit relativ langsamen
Festplattenlaufwerken ausgerüstet sind.
Wie ältere Windows-Versionen unterstützt auch Windows 7 das verschlüsselnde Dateisystem (EFS),
mit dem sich Benutzerdateien verschlüsseln lassen. Zur Verschlüsselung des Volumes, auf dem die
Betriebssystemdateien liegen, einschließlich Auslagerungs- und Ruhezustandsdatei, unterstützt Win-
dows 7 zudem die BitLocker-Laufwerkverschlüsselung. BitLocker verlangt einen Entschlüsselungs-
schlüssel, damit Windows starten kann. Der Schlüssel kann auf einem TPM-Hardwarechip gespei-
chert sein, auf einem USB-Flashlaufwerk oder auf einer Kombination dieser beiden Geräte. Außer-
dem kann man das System so einrichten, dass der Schlüssel auf dem TPM gespeichert wird und die
Eingabe einer PIN erforderlich ist. BitLocker To Go ist neu in Windows 7 und ermöglicht die Ver-
schlüsselung von Wechselspeichergeräten, während das BitLocker To Go-Lesetool auch auf älteren
Windows-Versionen den Zugriff auf die verschlüsselten Inhalte ermöglicht, sofern das richtige Kenn-
wort eingegeben wird.

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