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Microsoft Windows 7 - Die technische Referenz by Jerry Honeycutt, Tony Northrup, Mitch Tulloch

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Migrieren von Druckservern 733
Bereitgestellte Druckerverbindungen werden nicht benutzt, um lokale Drucker zu erstellen, aber
ein Benutzer mit Administratorrechten kann Druckerverbindungen zur lokalen Richtlinie eines
Computers hinzufügen. Die lokale Richtlinie für bereitgestellte Druckerverbindungen ist nützlich,
wenn AD DS nicht vollständig implementiert ist oder wenn Systeme in einer Arbeitsgruppenum-
gebung eingerichtet werden. Eine Form der Peer-to-Peer-Authentifizierung ist erforderlich, wenn
die Arbeitsgruppencomputer oder -benutzer sich nicht bei einem Domänencontroller authentifi-
zieren können.
Bereitgestellte Druckerverbindungen brauchen nicht in AD DS veröffentlicht zu werden.
Bereitgestellte Drucker erfordern nicht, dass während der Installation irgendwelche Eingabeauf-
forderungen für Treiberdownloads angezeigt werden. Der Benutzer hat nicht den nötigen Zugriff,
um bereitgestellte Druckerverbindungen zu entfernen. Der Drucker muss aus der Richtlinie ent-
fernt oder die Verknüpfung mit dem Benutzer muss aus der Richtlinie gelöscht werden, damit der
Drucker entfernt wird.
Verwalten bereitgestellter Druckerverbindungen mit dem Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor
Es bringt einige Vorteile, wenn statt des Druckverwaltung-Snap-Ins dieses Tool verwendet wird. Es
gibt keinen Grund, den Server zu überwachen, der die bereitgestellten Drucker freigibt. Sie können
Druckerfreigaben bereitstellen, die erst noch erstellt werden müssen. Die Benutzeroberfläche ar-
beitet direkt innerhalb des ausgewählten Gruppenrichtlinienobjekts. Der Benutzer braucht nicht in
derselben Domäne angemeldet zu sein wie das Gruppenrichtlinienobjekt.
Der große Nachteil bei der Benutzung dieses Tools (statt des Druckverwaltung-Snap-Ins) besteht
darin, dass keinerlei Überprüfung der Druckfreigabe stattfindet. Falls eigentlich gültige Server- und
Freigabedaten falsch eingegeben werden, schlägt die Verbindung fehl. Dass die Freigaben nicht
überprüft werden, hat andererseits den Vorteil, dass eine Bereitstellung von Verbindungen möglich
ist, bevor die Freigabe erstellt wurde. Sobald die Freigabe erstellt ist, werden die Verbindungen für
den Benutzer hinzugefügt, wenn die nächste Richtlinienaktualisierung auf Windows 7-Clients statt-
findet beziehungsweise wenn auf älteren Clients das nächste Mal PushPrinterConnections.exe aus-
geführt wird.
Drucker, die auf einem Server in einer Domäne gehostet werden, können einfach für Clients in
einer anderen vertrauenswürdigen Domäne bereitgestellt werden.
Ein anderer wichtiger Anwendungsbereich für den Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor ist das
Entfernen bereitgestellter Drucker, nachdem ein Druckserver ausgemustert wurde. Der Gruppen-
richtlinienverwaltungs-Editor zeigt die Drucker an, die zu einer Richtlinie bereitgestellt wurden,
sodass der Operator sie entfernen kann, wenn der Server nicht mehr im Netzwerk zur Verfügung
steht.
Migrieren von Druckservern
Sie können entweder den Druckermigrations-Assistenten oder das Befehlszeilentool PrintBRM ver-
wenden, um Druckerwarteschlangen, Druckereinstellungen, Druckeranschlüsse und Sprachmonitore
zu exportieren und dann auf einem anderen Druckserver zu importieren, der unter Microsoft Windows
läuft. Dies ist ein effizienter Weg, mehrere Druckserver auf einem einzigen Computer zu konsolidie-
ren oder einen älteren Druckserver durch ein neueres System zu ersetzen. Der Druckermigrations-
Assistent und das Befehlszeilentool PrintBRM wurden in Windows Vista eingeführt, sie ersetzen das
ältere Tool Print Migrator 3.1, das im Microsoft Download Center zur Verfügung steht.
734 Kapitel 18: Drucken
HINWEIS Der Druckermigrations-Assistent kann auch nützlich sein, um Druckserverkonfigurationen für die Not-
fallwiederherstellung zu sichern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt »Exportieren und
Importieren von Druckserverkonfigurationen« weiter oben in diesem Kapitel.
Migrieren von Druckservern mithilfe der Druckverwaltung
Gehen Sie folgendermaßen vor, um Druckserver mithilfe der Druckverwaltung zu migrieren:
1. Öffnen Sie die Druckverwaltung, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Druckserver, der
die Druckerwarteschlangen und Druckertreiber enthält, die Sie exportieren wollen, und klicken
Sie dann auf Drucker in Datei exportieren. Das startet den Druckermigrations-Assistenten.
2. Sehen Sie sich die Liste der Elemente an, die exportiert werden, und klicken Sie dann auf Weiter.
3. Klicken Sie auf Durchsuchen, um den Speicherort anzugeben, an dem Ihre Druckerexportdatei
(.printerExport) gespeichert werden soll, geben Sie einen Namen für diese Datei ein und klicken
Sie dann auf Öffnen.
4. Klicken Sie auf Weiter, um die Druckerwarteschlangen und Druckertreiber des Druckservers als
komprimierte Cabinet-Datei (CAB) mit der Erweiterung .printerExport zu exportieren.
5. Falls
während
des
Exportprozesses
Fehler
gemeldet
werden,
sollten
Sie
auf
Ereignisanzeige
öffnen
klicken, um sich die zugehörigen Ereignisse anzusehen.
6. Klicken Sie auf Fertig stellen, um den Exportprozess abzuschließen.
7. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Zieldruckserver, in den Sie die vorher exportierten
Druckerwarteschlangen und Druckertreiber importieren wollen, und wählen Sie den Befehl
Drucker aus Datei importieren.
8. Klicken Sie auf Durchsuchen, suchen Sie die vorher gespeicherte Druckerexportdatei und klicken
Sie sie doppelt an.
9. Klicken Sie auf Weiter, sehen Sie sich an, welche Elemente importiert werden, und klicken Sie
dann erneut auf Weiter.
10. Wählen Sie auf der Seite Importoptionen wählen des Assistenten die gewünschten Optionen (die
Bedeutung der Optionen ist im Anschluss beschrieben):
11. Klicken Sie auf Weiter. Falls während des Importprozesses Fehler gemeldet werden, sollten Sie
auf Ereignisanzeige öffnen klicken, um sich die zugehörigen Ereignisse anzusehen.

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