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Microsoft Windows 7 - Die technische Referenz by Jerry Honeycutt, Tony Northrup, Mitch Tulloch

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1214 Kapitel 27: Verbindungen mit Remotebenutzern und -netzwerken
Neben PPP-Protokollierung, die auch in Windows Vista und neueren Versionen noch unterstützt
wird, steht auch die Netsh-basierte Protokollierung zur Verfügung. Sie kann dem Microsoft
Support helfen, Ihr Problem zu lösen. Gehen Sie folgendermaßen vor, um mit Netsh Verbindungs-
probleme zu diagnostizieren. (Sie benötigen eine Eingabeaufforderung mit Administratorprivile-
gien, um die folgenden Befehle auszuführen.)
1. Klicken Sie im Startmenü auf Alle Programme, dann Zubehör, dann mit der rechten Maustaste
auf Eingabeaufforderung. Wählen Sie Ausführen als Administrator und bestätigen Sie die
UAC-Eingabeaufforderung, um eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten zu starten.
2. Geben
Sie
in
der
Eingabeaufforderung
mit
erhöhten
Rechten
den
Befehl
netsh
ras
set
tracing
*
disable ein.
3. Löschen Sie alle Dateien (sofern vorhanden) im Ordner %WinDir%\Tracing.
4. Geben
Sie
in
der
Eingabeaufforderung
mit
erhöhten
Rechten
den
Befehl
netsh
ras
set
tracing
*
enable ein.
5. Reproduzieren Sie die Fehlerbedingung (starten Sie zum Beispiel die VPN-Verbindung und
klicken Sie auf Verbindung herstellen) und warten Sie, bis der Fehler auftritt.
6. Geben
Sie
in
der
Eingabeaufforderung
mit
erhöhten
Rechten
den
Befehl
netsh
ras
set
tracing
*
disable ein.
7. Kopieren Sie alle Dateien aus dem Ordner %WinDir%\Tracing in eine komprimierte Datei
(.zip) und senden Sie sie zur Analyse an den Microsoft-Support. Diese Ablaufverfolgung hilft
dem Microsoft-Support, schneller eine Lösung für Ihr Problem zu finden.
Arbeiten mit dem Remotedesktop
Remotedesktop ist eine Erweiterung der Remotedesktopdienste, einer Windows-Technologie, die
Benutzern die Flexibilität verschafft, von beliebigen Standorten aus jederzeit mit ihrem Computer
arbeiten zu können. Mit dem Remotedesktop können Benutzer von irgendeinem Client aus, der unter
einem unterstützten Windows-Betriebssystem läuft, Anwendungen auf einem Windows 7- oder Win-
dows Server 2008 R2-Remotecomputer ausführen. Außerdem erlaubt der Remotedesktop Administra-
toren, sowohl Desktopcomputer als auch Server im Remotezugriff zu verwalten, als wären sie inter-
aktiv an der lokalen Konsole dieser Computer angemeldet.
HINWEIS In älteren Windows-Versionen wurden die Remotedesktopdienste als Terminaldienste bezeichnet. Der
Abschnitt »Die Terminologie für Remotedesktopdienste« weiter unten in diesem Kapitel enthält weitere Informa-
tionen über die Änderungen an der Terminologie in Windows Server 2008 R2 und Windows 7.
HINWEIS Remotedesktop ist etwas anderes als Remoteunterstützung, die ebenfalls auf Remotedesktopdienste-
Technologie aufbaut. Weitere Informationen zur Remoteunterstützung finden Sie in Kapitel 22, »Benutzersupport
über Remoteunterstützung«.
Grundlagen des Remotedesktops
Remotedesktop besteht aus folgenden Komponenten:
Remote Desktop Protocol (RDP)
Remotedesktopclientsoftware, also die Remotedesktopverbindung (Remote Desktop Connection,
RDC)
Arbeiten mit dem Remotedesktop 1215
Remote Desktop Protocol
Remote Desktop Protocol (RDP) ist ein Protokoll, das Informationen zu Tastatureingaben, Mausein-
gaben und Anzeigeausgaben zwischen einem Remotecomputer und einem Hostcomputer überträgt.
Beim Hostcomputer kann es sich um einen Remotedesktop-Sitzungshost oder einen Windows-Com-
puter handeln, bei dem der Remotedesktop aktiviert ist (Abbildung 27.8.) Die Netzwerkverbindung
zwischen den Computern kann eine beliebige TCP/IP-Netzwerkverbindung sein, zum Beispiel LAN,
WAN, VPN oder Einwählverbindung.
Abbildung 27.8 Funktionsweise des Remote Desktop Protocol
RDP überträgt nicht nur Tastatur- und Mauseingaben sowie Anzeigeausgaben zwischen den beiden
Computern, es ermöglicht dem lokalen Computer (der Computer, auf dem die Remotedesktopclient-
software läuft) auch, auf verschiedene Ressourcen auf dem Remotecomputer (ein Remotedesktop-
Sitzungshost oder ein Windows-Computer, auf dem der Remotedesktop aktiviert ist) zuzugreifen,
indem es diese Ressourcen auf den lokalen Computer umleitet. Solche Ressourcen sind zum Beispiel
Datenträger,
Drucker,
serielle
Schnittstellen,
Smartcards,
Audioquellen
und
Plug
&
Play-Geräte
(PnP).
RDP ermöglicht es den Computern auch, eine gemeinsame Zwischenablage zu verwalten, sodass
Daten zwischen Anwendungen ausgetauscht werden können, die auf dem jeweils anderen Computer
laufen.
RDP-Versionen
RDP hat mehrere Versionen durchlaufen, seit es in Windows NT 4 Server, Terminal Server Edition
erstmals eingeführt wurde. Tabelle 27.7 fasst die unterschiedlichen Versionen des Protokolls zusam-
men, die in den diversen Windows-Versionen benutzt werden.
Tabelle 27.7 Versionen von RDP
Windows-Version RDP-Version
Windows NT 4 4.0
Windows 2000 5.0
Windows XP und Windows Server 2003 5.1
Windows XP SP2 und Windows Server 2003 SP1 5.2
Windows Vista RTM 6.0
Windows Vista SP1 und Windows Server 2008 6.1
Windows 7 und Windows Server 2008 R2 7.0
Features und Verbesserungen von RDP 6.1
RDP wurde in Windows Vista RTM und danach erneut in Windows Vista SP1 verbessert, sodass es
Benutzern in Unternehmensumgebungen zuverlässigere Remotezugriffsfähigkeiten zur Verfügung

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