1252 Kapitel 28: Bereitstellen von IPv6
HINWEIS Weitere Informationen darüber, wie Sie auf Windows Server 2003-DNS-Servern die Unterstützung für
IPv6 aktivieren, finden Sie in Kapitel 9, »Windows Support for DNS«, im Onlinebuch TCP/IP Fundamentals for
Microsoft Windows, das Sie von http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=c76296fd-61c9-4079-
a0bb-582bca4a846f herunterladen können. Weitere Einzelheiten zum Verhalten der DNS-Namensabfrage und
-registrierung in Windows Vista und Windows 7 finden Sie in dem Artikel »Domain Name System Client Behavior in
Windows Vista« im Microsoft TechNet unter http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb727035.aspx.
Verbesserungen an IPv6 in Windows 7
Der TCP/IP-Netzwerkstack auf den Plattformen Windows XP und Windows Server 2003 hat eine
zweiteilige Stackarchitektur, die getrennte Netzwerk- und Framing-Schichten für IPv4 und IPv6
verwendet, die mit getrennten Treibern arbeiten: Tcpip.sys und Tcpip6.sys. Nur die Transport- und
Framing-Schichten für IPv4 werden in der Standardeinstellung installiert. Um die Unterstützung für
IPv6 hinzuzufügen, muss über den Ordner Netzwerkverbindungen eine zusätzliche Komponente für
das IPv6-Protokoll installiert werden.
In Windows 7, Windows Vista und Windows Server 2008 wurde der TCP/IP-Stack dagegen völlig neu
gestaltet. Er verwendet jetzt eine zweischichtige Architektur, bei der sich IPv4 und IPv6 eine gemein-
same Transport- und Framing-Schicht teilen. Außerdem ist IPv6 auf diesen neuen Plattformen stan-
dardmäßig installiert und aktiviert, sodass in der Standardeinstellung Unterstützung für neue Features
wie die Anwendung Windows-Teamarbeit geboten wird, die nur IPv6 benutzt. Schließlich bedeutet
eine
neue
zweischichtige
Architektur
auch,
dass
alle
Leistungsoptimierungen
des
neuen
TCP/IP-Stacks,
die für IPv4 gelten, auch für IPv6 wirksam sind. Diese Leistungsoptimierungen umfassen Compound
TCP, automatische Optimierung der Empfangsfenstergröße und andere Verbesserungen, die die Leis-
tung in Netzwerkumgebungen mit hoher Latenz, hoher Verzögerung und hohen Verlustraten deutlich
steigern können.
HINWEIS Weitere Informationen über die Leistungsoptimierungen im neuen TCP/IP-Stack finden Sie in Kapi-
tel 25, »Konfigurieren der Windows-Netzwerkfunktionen«.
Zusammenfassung der IPv6-Verbesserungen in Windows 7
Windows 7 baut auf vielen der IPv6-Verbesserungen auf, die bereits in Windows Vista und Windows
Server 2008 eingeführt wurden. Einige dieser bereits vorhandenen Verbesserungen sind:
Zweischichtige Architektur Eine neue TCP/IP-Stack-Architektur, die dieselben Transport- und
Framing-Schichten für IPv4 und IPv6 benutzt.
Standardmäßig aktiviert Sowohl IPv4 als auch IPv6 sind in der Standardeinstellung installiert und
aktiviert, wobei der Stack nach Möglichkeit IPv6 bevorzugt, ohne dass die Leistung der IPv4-
Kommunikation im Netzwerk verringert wird. Falls zum Beispiel eine DNS-Namensabfrage
sowohl IPv4- als auch IPv6-Adressen für einen Host zurückliefert, versucht der Client zuerst,
die Kommunikation mit diesem Host über IPv6 einzuleiten. Diese Bevorzugung hat auch bessere
Netzwerkleistung für IPv6-fähige Anwendungen zur Folge.
Unterstützung für die Konfiguration über die Benutzeroberfläche Neben der Konfiguration der IPv6-
Einstellungen über die Befehlszeile mit dem Befehlskontext
Netsh interface ipv6 können Sie sie in
Windows 7 auch über die Benutzeroberfläche konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie im
Abschnitt »Konfigurieren von IPv6 in Windows 7 über die Benutzeroberfläche« weiter unten in
diesem Kapitel.

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