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Microsoft Windows 7 - Die technische Referenz by Jerry Honeycutt, Tony Northrup, Mitch Tulloch

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1268 Kapitel 28: Bereitstellen von IPv6
Planen der Migration auf IPv6
Bevor Sie Ihre vorhandene IPv4-basierte Netzwerkinfrastruktur auf IPv6 migrieren können, müssen
Sie die unterschiedlichen IPv6-Umstiegstechnologien (IPv6 transition technology) kennen, die Sie für
diesen Zweck einsetzen können. Windows 7, Windows Vista und Windows Server 2008 unterstützen
drei Umstiegstechnologien:
ISATAP Eine Technologie für Adresszuweisung und automatisches Tunneling, die in RFC 4214
definiert ist. Sie können damit Unicast-IPv6-Konnektivität zwischen IPv6/IPv4-Hosts (Hosts, die
sowohl IPv6 als auch IPv4 unterstützen) über ein IPv4-basiertes Intranet (ein privates Netzwerk,
dessen Infrastrukturhardware, zum Beispiel Router, nur IPv4, aber nicht IPv6 unterstützt) bereit-
stellen.
6to4 Eine Technologie für Adresszuweisung und automatisches Tunneling, die in RFC 3056
definiert ist. Sie können damit Unicast-IPv6-Konnektivität zwischen IPv6/IPv4-Hosts und Stand-
orten über das IPv4-basierte öffentliche Internet bereitstellen. 6to4 ermöglicht Ihnen, innerhalb
Ihres privaten Netzwerks globale IPv6-Adressen zuzuweisen, sodass Ihre Hosts jedes Ziel im
IPv6-Internet erreichen können, ohne eine direkte Verbindung zum IPv6-Internet oder ein globales
IPv6-Adresspräfix zu benötigen, das von einem Internetprovider mit IPv6-Unterstützung zur Ver-
fügung gestellt wird. (Kommunikation zwischen einem 6to4-Standort und einem Knoten im IPv6-
Internet setzt allerdings voraus, dass ein 6to4-Relay eingesetzt wird.)
Teredo Eine Technologie für Adresszuweisung und automatisches Tunneling, die in RFC 4380
definiert ist. Sie können damit Unicast-IPv6-Konnektivität zwischen IPv6/IPv4-Hosts über das
öffentliche IPv4-Internet bereitstellen, sogar wenn die IPv6/IPv4-Hosts hinter mehreren NATs
liegen. Teredo bietet ähnliche Funktionalität wie 6to4, es werden aber keine Randgeräte benötigt,
die 6to4-Tunneling unterstützen.
HINWEIS Weitere Informationen zu IPv4/v6-Umstiegstechnologien finden Sie im Whitepaper »IPv6 Transition
Technologies« unter http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=afe56282-2903-40f3-a5ba-a87b
f92c096d&DisplayLang=en.
Diese drei IPv6-Umstiegstechnologien werden in Windows 7, Windows Vista, Windows Server 2008,
Windows XP SP2 und Windows Server 2003 SP1 unterstützt. Unter den dreien ist ISATAP die pri-
märe Umstiegstechnologie, die Sie für die Migration eines vorhandenen IPv4-basierten Intranets auf
IPv6 nutzen sollten. Sie wird in den folgenden Abschnitten genauer beschrieben. Teredo ist in erster
Linie in SOHO-Netzwerkumgebungen nützlich, wo NAT-fähige Breitbandrouter den Benutzern Inter-
netkonnektivität zur Verfügung stellen. (Sie können sich Teredo als Umstiegstechnologie für den Not-
fall vorstellen. Da IPv6-Konnektivität sich auf breiter Front durchsetzt, verringert sich der Bedarf an
NAT-Traversal ständig weiter, bis Teredo nicht mehr benötigt wird.)
So funktioniert’s: Blockieren von Teredo
Teredo ist als Verbrauchertechnologie gedacht, für Unternehmen wird es im Allgemeinen nicht
empfohlen. Der Grund ist, dass Teredo voraussetzt, dass Randgeräte den gesamten ausgehenden
UDP-Verkehr erlauben. Zum Beispiel wollen viele Unternehmensadministratoren aus Sicherheits-
gründen nicht, dass Clientcomputer im Unternehmensnetzwerk direkt aus dem Internet erreichbar
sind. In einem solchen Fall ist es sinnvoll, Teredo ganz abzuschalten.

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