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Microsoft Windows 7 - Die technische Referenz by Jerry Honeycutt, Tony Northrup, Mitch Tulloch

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1356 Kapitel 30: Problembehandlung für Hardware, Treiber und Laufwerke
Drücken Sie F10, wenn Sie die gewünschten Einstellungen konfiguriert haben, um Ihre Änderungen
anzuwenden. Die Windows-Speicherdiagnose startet daraufhin die Tests neu.
Abbildung 30.7 Sie können die Windows-Speicherdiagnose so konfigurieren,
dass sie gründlichere Testverfahren nutzt
So führen Sie eine Behandlung
von Laufwerksproblemen durch
Laufwerksprobleme können unvorhersehbares Verhalten in Windows hervorrufen. Erstens können
Laufwerksprobleme beschädigte Dateien zur Folge haben, weil wichtige Systemdateien und Treiber
auf Ihrer Festplatte gespeichert sind. Zweitens können die Auslagerungsdatei oder temporäre Dateien
durch Laufwerksprobleme beschädigt werden. Drittens kann zu geringer freier Festplattenplatz dazu
führen, dass kein Festplattenplatz für temporäre Dateien reserviert werden kann. All diese Problem-
arten können unvorhersehbares Verhalten auslösen. Daher sollte ein Schritt bei der Behandlung von
Hardwareproblemen darin bestehen, nach Laufwerksproblemen zu suchen und den verfügbaren Fest-
plattenplatz zu vergrößern. Falls Sie eine Festplatte mit nichtflüchtigem Cache haben, können Sie
außerdem den Cache deaktivieren, um festzustellen, ob er die Probleme verursacht.
Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen über die Problembehandlung im Zusammenhang
mit Laufwerken. Allgemeine Informationen über Datenträger finden Sie in Kapitel 16, »Verwalten
von Laufwerken und Dateisystemen«.
So führen Sie eine Behandlung von Laufwerksproblemen durch 1357
So treffen Sie Vorbereitungen für den Fall,
dass Datenträgerfehler auftreten
Sie können mehrere Maßnahmen treffen, um sich selbst (und Ihre Computer) auf eine Behandlung
von Laufwerksproblemen vorzubereiten, bevor die Probleme tatsächlich auftreten. Machen Sie sich
zuerst mit den Wiederherstellungs- und Problembehandlungswerkzeugen vertraut. Die Nutzung von
Laufwerksredundanz verringert die Folgen von Hardwarefehlern. Datensicherung sorgt dafür, dass der
Datenverlust gering bleibt, falls ein Fehler auftritt. Schützen Sie sich mit Antivirensoftware gegen
böswillige Angriffe. Führen Sie eine regelmäßige Wartung Ihrer Speichergeräte durch.
Sie sollten sich selbst mit den Systemstartreparaturtools vertraut machen und eine Windows 7-DVD
zur Hand haben, damit Sie die Tools auch dann starten können, wenn die Festplatten nicht verfügbar
sind. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 29, »Konfiguration und Problembehandlung des
Startvorgangs«.
Führen Sie regelmäßig
chkdsk /f /r aus, um Dateisystemprobleme, die wegen fehlerhafter Hardware,
Stromausfällen oder Softwarefehlern gelegentlich auftauchen, gleich zu beseitigen. Planen Sie Zeiten
ein, in denen Sie den Computer aus dem Produktivbetrieb nehmen, neu starten und Autochk ausführen
können,
um
Probleme
beim
Start
und
mit
den
Systemvolumes
zu
beseitigen.
Sehen
Sie
sich
regelmäßig
die Ausgaben von Chkdsk und das Ereignisprotokoll an, um Probleme zu erkennen, die Chkdsk nicht
korrigieren kann.
Speichern Sie bei Desktopcomputern wichtige, ständig aktualisierte Daten. Nutzen Sie Hardware-
laufwerksredundanz (RAID), damit die Computer auch weiterlaufen, falls eine Festplatte ausfällt.
Sorgen Sie dafür, dass Ersatzlaufwerke bereitliegen.
Sichern Sie wichtige Dateien mindestens jede Nacht. Redundanz bedeutet nicht, dass Sie auf Daten-
sicherung verzichten können. Selbst redundante Dateisysteme können Fehler aufweisen, und Lauf-
werksredundanz kann nicht verhindern, dass Dateien von einer Anwendung beschädigt werden. Sie
müssen beschädigte Dateien aus einer archivierten Datensicherung wiederherstellen, die angelegt
wurde, bevor die Beschädigung eintrat.
Viren, Spyware und andere Malware sind eine häufige Ursache für Laufwerks- und Dateisystem-
probleme. Halten Sie sich an die folgenden Richtlinien, um eine Infektion der Computer durch Viren
zu vermeiden:
Installieren Sie ein Antivirenprogramm. Konfigurieren Sie es so, dass es automatisch aktualisierte
Virensignaturen herunterlädt.
Stellen Sie mit Windows Update sicher, dass die Betriebssystemdateien auf dem neusten Stand
bleiben.
Halten Sie alle Anwendungen auf dem neusten Stand. Das gilt besonders für Webbrowser, die von
Malware oft missbraucht werden, um unerwünschte Software zu installieren. Windows Update
verteilt Updates für Internet Explorer.
Führen Sie niemals Skripts oder Anwendungen aus, die nicht vertrauenswürdig sind.
Verwenden Sie Windows AppLocker, um zu verhindern, dass Benutzer ungenehmigte Software
ausführen. Weitere Informationen finden Sie in Kapitel 24, »Schützen des Clients«.
Fragmentierung führt zwar nicht zum Festplattenausfall, verursacht aber Leistungsprobleme. Um
solche Leistungsprobleme zu vermeiden, sollten Sie eine Aufgabe planen, die das Befehlszeilentool
Defrag regelmäßig außerhalb der Arbeitszeiten ausführt. Speichern Sie die Ausgabe des Tools Defrag
in einer Textdatei und sehen Sie sich diese Textdatei regelmäßig an, um sicherzustellen, dass die
Defragmentierung wie vorgesehen durchgeführt wird. Sie können die durch Fragmentierung verur-

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