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Mit CMMI Prozesse verbessern!: Umsetzungsstrategien am Beispiel Requirements Engineering by Uwe Hehn, Michael Gerdom, Paul-Roux Wentzel, Jürgen Schmied

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1776.3 Definition und Dokumentation der Prozesse mit Schwerpunkt Requirements
6.3 Definition und Dokumentation der Prozesse mit
Schwerpunkt Requirements Engineering
Dokumentation des
Prozessmodells in Form
einer Prozessbeschreibung
Die durch verschiedene Erhebungstechniken ermittelte Information
muss nun in Form einer Prozessbeschreibung dokumentiert werden.
Dies geschieht üblicherweise nach dem ersten Workshop. Zu diesem
Zeitpunkt wird zunächst eine initiale Version der Prozessbeschreibung
erstellt. Sie wird ergänzt und verbessert, je mehr Informationen man
durch die weiteren Erhebungstechniken über den zu definierenden
Prozess gewinnt. Das Hauptergebnis dieses Arbeitsschrittes ist eine
Prozessbeschreibung und Assets im Zustand »draft«. Die Freigabe zur
erstmaligen oder wiederholten Pilotierung oder zum Rollout findet am
Ende der Definitionsphase statt. Da das Vorgehen zur Prozessverbesse-
rung als Ganzes und innerhalb der Definitionsphase iterativ ist, kann
auch eine bereits ausgearbeitete oder freigegebene Prozessbeschrei-
bung noch einmal überarbeitet werden und wieder zurück in den
Zustand »draft« gelangen. Die Verantwortung für die Erstellung der
Prozessbeschreibung und der Assets hat auch der Prozessbesitzer des
jeweiligen Teilprozesses. Die eigentliche Ausarbeitung findet i.d.R.
aber nur teilweise durch ihn statt, häufig existiert auch eine Prozessar-
beitsgruppe, bestehend aus Stakeholdern, externen Beratern und Pro-
jektmitarbeitern.
Die Prozessbeschreibung selbst soll eine definierte Struktur besitzen,
die in der Lage ist, alle bis zum jetzigen Zeitpunkt erhobenen und in
Zukunft zu erhebenden prozessrelevanten Informationen zu erfassen.
Abbildung 6–7 zeigt einen Vorschlag für die Struktur der Prozess-
beschreibung, für den Fall, dass Sie kein Prozessmanagement-Werk-
zeug, sondern ein Textverarbeitungsprogramm für die Prozessdoku-
mentation verwenden. Wird ein Prozessmanagement-Werkzeug einge-
setzt, sollten die prozessrelevanten Informationen auch erfasst und
dokumentiert werden. Die Strukturierung hängt aber ab von den Mög-
lichkeiten, die Ihnen das Werkzeug bietet. Die in der Abbildung
gezeigte Struktur enthält über die in guten Dokumenten üblichen
Abschnitte hinaus, wie Inhaltsverzeichnis oder Einleitung, auch
Abschnitte für alle bereits erfassten Informationen. Die Planung des
Prozess-Verbesserungsprojektes findet üblicherweise in einem getrenn-
ten Dokument oder Werkzeug statt.
Die Struktur des Prozessdokumentes ist gegliedert in die in der
Konzeptphase ermittelten anforderungsrelevanten Abschnitte und die
ebenfalls in der Konzeptphase erfasste Prozessarchitektur inklusive
Metamodell und Dokumentenplan (siehe Kap. 5) sowie dem eigentli-
chen Prozessmodell. Zusätzlich wurden ein Prozessglossar und eine
Liste noch offener Punkte angelegt. Der Abschnitt Prozessmodell ent-
6 Definitionsphase178
hält einerseits eine Übersicht über das Prozessmodell in Form der Ent-
wicklungsstrategie und eines Phasenmodells und anschließend eine
nach Teilprozessen und Prozesselementtypen gegliederte Beschreibung
der einzelnen Prozesselemente. Die Beschreibung der einzelnen Prozess-
elemente besitzt eine Struktur, die auf dem in der Konzeptphase defi-
nierten Metamodell basiert. Sie hängt auch davon ab, welche im Meta-
modell definierten Prozesselemente und Beziehungen zwischen ihnen
in der Prozessbeschreibung dargestellt werden sollen (siehe Abschnitt
5.3.1).
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Abb. 6–7
Vorschlag für
die Struktur des
Prozessbeschreibungs-
dokumentes
1796.3 Definition und Dokumentation der Prozesse mit Schwerpunkt Requirements
Die gezeigte Struktur gilt für den Prozesselementtyp »Dokument« und wurde
beispielhaft für das Dokument Stakeholder-Liste ausgefüllt. Die Struktur
basiert auf dem Metamodell, wie es im Konzept-Workshop in der FindYour-
Way AG definiert wurde. Dabei wurden die ändernden und erzeugenden
Methoden sowie die Phasen weggelassen, denen das Dokument als Eintritts-
kriterium dient. Diese Assoziationen werden aber jeweils bei den Prozessele-
menttypen »Methode« und »Phase« dargestellt.
Die Assoziation »umfasst« zwischen den Prozesselementtypen »Doku-
ment« und »Phase« wird zum Ausdruck gebracht, indem das Prozesselement
Stakeholder-Liste ein Unterkapitel des Kapitels »Requirements Engineering«
ist. Weiterhin wurde für die Stakeholder-Liste ein Verweis auf die entspre-
chende Dokumentenvorlage zur Erstellung von Stakeholder-Listen hinter-
legt. Das Feld »Beschreibung« enthält eine detaillierte Beschreibung der Sta-
keholder-Liste inkl. ihres Zwecks und einer Erläuterung, worauf es bei der
Erstellung und Pflege der Liste ankommt. Für jeden Prozesselementtyp wird
nun in gleicher Weise festgelegt, welche durch das Metamodell der FindYour-
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Abb. 6–8
Struktur einer Prozess-
elementbeschreibung

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