Burnout

– Der Schicksalsschlag –

Okay, die letzten Jahre waren sehr arbeitsreich. Es gab volle Auftragsbücher, volle Terminkalender und Klienten in der Pipeline, die darauf warteten, dass ich ihr Mandat übernahm. Ich hatte bestätigte Aufträge für sechs bis sieben Monate im Voraus.

Dass mit mir etwas nicht stimmte, spürte ich bereits 2006. Ich hatte permanente Infekte: Schnupfen, Husten, Bronchitis, Harnwegsentzündungen, vereiterte Mandeln und so weiter. Eine Erkältung ging, eine andere kam. Ich schob es auf Junior, der aus dem Kindergarten kommend permanent neue Viren verbreitet. Gedanklich wollte ich mich schon längst einmal gründlich ärztlich durchchecken lassen.

Hinzu kam, dass ich nur noch etwa vier bis fünf Stunden konzentriert im Büro arbeiten konnte. Ab ungefähr 14.00 Uhr war ich total erschöpft und müde. Im Einsatz beim Klienten ging es. Seminardurchführungen und Coachingmaßnahmen waren problemlos machbar. Auch Besprechungen stand ich reibungslos durch.

Ende 2006 erhielt ich aufgrund einer Empfehlung einen sehr guten Auftrag von einem inhabergeführten Unternehmen, der erst einmal bis Ende 2007 dauern sollte. So habe ich die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage Feiertage sein lassen und mich schon einmal auf das Mandat vorbereitet. Gleich im neuen Jahr sollte es mit dem Briefing, der Auftragsdurchsprache losgehen.

Gemeinsam mit dem Inhaber und dem Geschäftsführer Vertrieb besprach ich die ersten Schritte der Zusammenarbeit. Als erste Maßnahme sollte eine umfangreiche Bestandsaufnahme ...

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