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Oracle 12c - Das umfassende Handbuch by Lutz Fröhlich

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16.4
Upgrade mit dem DBUA
371
kann vorgenommen werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass Tabellen und
Indexe defragmentiert werden.
Die Transportable Tablespace-Methode ist ebenfalls zu empfehlen, wenn parallel
ein Hardwaretausch erfolgt. Sie hat mehr Einschränkungen verglichen mit dem
Export-/Import-Verfahren. Eine Änderung des Zeichensatzes ist dabei nicht mög-
lich, und es erfolgt keine Reorganisation von Tabellen und Indizes. Sie ist schnel-
ler als das Export-/Import-Verfahren, da komplette Datafiles kopiert und nur die
Metadaten über Export-/Import übertragen werden.
Der Einsatz einer Standby-Datenbank oder von Oracle Golden Gate ist dann sinn-
voll, wenn die Downtime minimiert werden muss. Die Standby-Datenbank wird
auf dem aktuellen Stand gehalten, und mit dem Go Live erfolgt ein Failover oder
Switchover. Die Zeit, die für das Failover benötigt wird, ist identisch mit der Down-
time und beträgt wenige Minuten. Da Oracle Golden Gate nicht auf physikalischer
Ebene arbeitet, ist sogar ein Plattformwechsel möglich.
Ein Split/Mirror-Verfahren auf Storage-Ebene funktioniert analog zum Einsatz
einer Standby-Datenbank oder Golden Gate und wird häufig in Tateinheit mit
einem Hardware-Wechsel insbesondere für sehr große Datenbanken eingesetzt.
Allerdings gibt es hier die stärksten Einschränkungen bezüglich Wechsel der Platt-
form oder des Zeichensatzes.
16.4 Upgrade mit dem DBUA
Die Verwendung des DBUA bietet den Vorteil, dass ein einheitliches Verfahren
verwendet wird. Auch für wenig erfahrene Datenbankadministratoren vereinfacht
der DBUA die Aufgabe. Nachteilig ist, wenn es zu Problemen kommt und der
Assistent abstürzt. Die Wiederaufsetzbarkeit ist nicht optimal gelöst und kann zu
einem erhöhten Aufwand führen. Die manuelle Upgrade-Methode gibt dem erfah-
renen Administrator mehr Kontrolle über die einzelnen Schritte. Alternativ kann
der DBUA im Silent-Modus verwendet werden, sodass automatisierte Upgrades
auch damit möglich sind.
Setzen Sie vor dem Start des DBUA die Umgebungsvariablen auf das Oracle
Home-Verzeichnis von Oracle 12c. Der DBUA wird mit dem Befehl »dbua« aufge-
rufen. Markieren Sie die Option »Upgrade von Oracle Database«. Wählen Sie in
Hinweis
Oracle Golden Gate ist das strategische Produkt für die Replikation und löst
Oracle Streams ab. Oracle Streams ist bereits in der Version 12c als »deprecated«
ausgewiesen.
Kapitel 16
Upgrade und Patching
372
Schritt 2 das Oracle Home-Verzeichnis der Version 11g aus und markieren Sie die
Instanz der Datenbank, für die das Upgrade durchgeführt werden soll.
Abb. 16.1: Die Instanz für das Upgrade auswählen
In Schritt 3 führt der DBUA eine Prüfung aller Voraussetzungen für das Upgrade
durch. Im Fall von Problemen besteht die Möglichkeit, diese mithilfe des DBUA
zu beheben.
Tipp
Nehmen Sie die Empfehlungen der Prüfungen des DBUA ernst. Auch wenn die
Möglichkeit besteht, die gefundenen Fehler zu ignorieren, können diese wäh-
rend des Upgrades zu Problemen führen. Eine Behebung ist dann riskanter und
zeitaufwendiger.
16.4
Upgrade mit dem DBUA
373
Abb. 16.2: Prüfung der Voraussetzungen durch den DBUA
Klicken Sie auf »Weiter«, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Geben Sie in
Schritt 4 die Upgrade-Optionen ein und klicken Sie auf »Weiter«. Im nächsten
Schritt erfolgt die Auswahl der Optionen für den Enterprise Manager. Schritt 6
bietet die Möglichkeit, Datafiles zu verschieben. Damit können Sie zum Beispiel
im Rahmen des Upgrades die Datenbank aus dem Dateisystem in eine ASM-Disk-
gruppe übernehmen. Auf diese Option wollen wir an dieser Stelle verzichten. Mar-
kieren Sie in Schritt 7 den Listener, bei dem die Datenbank registriert werden soll.
Sinnvoll ist es, an dieser Stelle dem Listener der Version 12c zu wählen.
In Schritt 8 bietet Ihnen der DBUA die Option an, vor dem Upgrade eine RMAN-
Sicherung zu erstellen, auf die Sie im Fall eines nicht behebbaren Problems wäh-
rend des Upgrades zurückgreifen können. Für die Testdatenbank wollen wir darauf
verzichten. Im folgenden Fenster erscheint eine Zusammenfassung der Upgrade-
Optionen. Klicken Sie auf »Fertig stellen«, um mit dem Upgrade zu beginnen.
Der DBUA führt alle Upgrade-Aktivitäten aus und registriert die Datenbank mit
dem Enterprise Manager.
Kapitel 16
Upgrade und Patching
374
Abb. 16.3: Zusammenfassung des Datenbank-Upgrades
Abb. 16.4: Die Ergebnisse des Upgrades

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