132 Lösungshinweise
14. Erstellen Sie eine Stellenbeschreibung für den Pfarrer im Beispiel „Hochzeit
planen“.
Abb. 133: Stellenbeschreibung für einen Pfarrer
Lösungen zu den Aufgaben für Kap. 2.3
15.
Wie erfolgt die Bildung von Abteilungen?
Eine Abteilung wird gebildet, indem man Stellen zusammenfasst und eine verant-
wortliche Abteilungsleitung bestimmt.
Stellenbeschreibung des Pfarrers
Bezeichnung der Stelle
Pfarrer der Gemeinde XY
Rang der Stelle
Pfarrer A13
Direkt unterstellte Mitarbeiter
1. Sekretärin
2. Haushälterin
Vorgesetzter
Dekan
Ziel der Stelle
Seelsorgerische Betreuung
der Gemeinde XY
Befugnisse
Genehmigung von Ausgaben
bis zurhe von 1.000 EUR
Anforderungen an den Stelleninhaber
Studium der ev. Theologie
Kommunikationsbeziehungen
Wöchentliche Besprechungen mit dem Dekan und dem
Kirchengemeinderat
Hauptaufgaben
- Planung und Durchführung liturgischer Feiern im Kirchenjahr
- Seelsorgliche Begleitung von Einzelnen, besonders bei Krankheit
- Beerdigungsdienste, Taufen, Hochzeiten, Konfirmationen
- Bibela rbeit
- Religionsunterricht
- Jugendarbeit
- Altenseelsorge
Da tum Unterschrift
Deka n
Unterschrift
Pfarrer
Lösungshinweise 133
16. Was verstehen Sie unter der Leitungsspanne und wovon hängt sie ab?
Mit Leitungsspanne bezeichnet man die Zahl der direkt untergebenen Stellen. Sie
hängt z. B. von der Komplexität der Aufgaben, der Qualifikation der Mitarbeiter,
der Art des Führungsstils, dem Umfang und der Art der verfügbaren Hilfsmittel,
der Hierarchieebene, der Qualifikation der Instanz und der Unterstützung durch
Stabsstellen ab.
17. Wie ist ein Funktionendiagramm aufgebaut?
Das Funktionendiagramm verbindet das Organigramm mit der Aufgabengliede-
rung. Es enthält vertikal ein Blockorganigramm, horizontal eine auch in Block-
form dargestellte Aufgabengliederung. Außerdem wird durch Symbole oder Buch-
staben verdeutlicht, inwiefern eine Stelle an der Erfüllung einer Aufgabe beteiligt
ist.
18. Erstellen Sie ein Funktionendiagramm für das Beispiel „Hochzeit planen“.
Abb. 134: Funktionendiagramm für eine Hochzeit
Hochzeit planen
Standesamt
planen
Kirche
planen
Termin
vereinbaren
Dokumente
besorgen
Dokumente
prüfen
Gemeinde
suchen
Termin
vereinbaren
Lieder
auswählen
Formular für
Eheschließung
Auszug aus dem
Familienbuch
Gültigen Per-
sonalausweis
Braut
Bräutigam
Pfarrer
Standes-
beamter
Gemeinde
Ausführung
Entscheidungs-
Vorbereitung (1)
Entscheidung,
Anordnung (2)
Für Kom-
bination 1 + 2
Kontrolle
134 Lösungshinweise
Lösungen zu den Aufgaben für Kap. 2.4
19. Wandeln Sie die bestehende Organisation der Rad AG in eine Organisation
um, die die geforderten Ansprüche erfüllt, und erläutern Sie Ihren Lösungs-
vorschlag.
Für die Rad AG ist aufgrund des sehr unterschiedlichen Produktspektrums die di-
visionale Organisation mit ergebnisverantwortlichen Profit Centern gut geeignet.
Damit wäre eine klare Zuordnung der Ergebnisse zu den einzelnen Divisionen
möglich. Die Abteilung FuE könnte man als zentralen Stab ausgestalten, sodass al-
le Divisionen die Ressourcen dieser Abteilung gemeinsam nutzen können.
Abb. 135: Divisionale Organisation der Rad AG
20. Erläutern Sie Einlinien-, Mehrlinien- und Stabliniensystem.
Im Einliniensystem erhält eine Stelle nur von einer übergeordneten Instanz Wei-
sungen. Dagegen ist im Mehrliniensystem eine Stelle
mehreren übergeordneten
Instanzen unterstellt. Das Stabliniensystem ist eine Sonderform des Einliniensys-
tems. Zusätzliche Stäbe unterstützen die Instanzen bei deren Aufgabenerfüllung.
21. Worin unterscheiden sich Profit Center, Cost Center und Investment Center?
Cost Center verantworten die Kosten, Profit Center den erzielten Gewinn oder De-
ckungsbeitrag und Investment Center zusätzlich auch die erzielte Rentabilität.
Dreiräder Rennräder Motorräder
Rad AG
Beschaffung
Produktion
Absatz
Beschaffung
Produktion
Absatz
Beschaffung
Produktion
Absatz
FuE
Lösungshinweise 135
22. Die Geschäftsführung der Rad AG beauftragt Sie als Projektleiter mit der
Einführung einer neuen leistungsfähigen Software für das gesamte Rech-
nungswesen und den Vertrieb. Der Leiter des Vertriebs steht allen Neuerun-
gen skeptisch gegenüber. Er hält das neue Projekt für Zeit- und Geldver-
schwendung. Zudem ist Ihnen bekannt, dass in den letzten beiden Jahren in
größerem Umfang Personal abgebaut wurde, um Kosten zu sparen. Dies
führte dazu, dass vor allem die Abteilungen IT und Rechnungswesen mit
Arbeit überlastet sind.
Welche Projektorganisation würden Sie empfehlen? Begründen Sie dies und
beschreiben Sie die wesentlichen Merkmale dieser Organisationsform.
Die reine Projektorganisation wäre im beschriebenen Fall sehr gut geeignet. Durch
die klaren Zuständigkeiten und Weisungsbefugnisse des Projektleiters würde der
Vorstand nicht mit Detailentscheidungen belastet. Im Fall einer Matrixprojekt-
organisation kann es immer wieder zu Unstimmigkeiten kommen, die der Vor-
stand lösen muss. Auch der Gesichtspunkt, dass ressortpolitische Einflüsse auf das
Projekt minimiert werden sollen, spricht für die reine Projektorganisation. Der
Leiter des Vertriebs hätte bei dieser Organisationsform nur vergleichsweise gerin-
ge Einflussmöglichkeiten. Die reine Projektorganisation bietet zudem die Mög-
lichkeit, externe Mitarbeiter in das Projektteam einzubinden. Damit wären weniger
Personen aus den stark belasteten Fachabteilungen für die Projektaufgaben abzu-
ziehen. Zuletzt ist festzustellen, dass mit der reinen Projektorganisation im Ver-
gleich zu den anderen Organisationsformen die beste Leistung erzielt werden
kann.
Lösungen zu den Aufgaben für Kap. 3
23.
Erklären Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen der Organisation von
Geschäftsprozessen und der traditionellen Organisation.
Bei der traditionellen Organisationsgestaltung wird erst die Aufbauorganisation
festgelegt. Dafür richtet man, ausgehend von einer Aufgabenanalyse, Stellen und
Abteilungen ein. Anschließend werden Abläufe konzipiert. Bei prozessorientierten
Organisationsvorhaben gestaltet man die Abläufe und Prozesse vor der Stellenbil-
dung. Es gilt der Grundsatz „structure follows process follows strategy“.
24. Welche wichtigen Ziele verfolgt man mit der Gestaltung von Prozessen?
Minimierung der Durchlaufzeit
Maximierung der Kapazitätsauslastung
Erhöhung der Flexibilität
Verbesserung der Qualität
Erhöhung der Termintreue
Senkung von Kosten

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