Karlheinz Jakob
An den Schweizern scheinet, als ob sie ihre Wörter wie die welsche Hahnen hin-
ten im Rachen oder oben im Gaumen formierten; die Schwaben, möchte Einen
bedunken, brauchen die Nase auch zu ihrer Aussprache; die Franken nehmen das
Maul gar zu voll, wann sie reden; die Baiern und Oesterreicher ziehen etliche
Wörter als der Schuster das Leder, etliche stutzen sie kurz ab wie die Franzosen
die Schwänz an ihren Pferden; die Niederländer, und was gut altsächsisch
Deutsch oder westfälisch redet, verfertigen ihre Wörter gleichsam vornen im
Munde zwischen den Lefzen [=Lippen] und vorderen Zähnen; die Meißner und
ihre Nachbarn brauchen zu viel überflüssige Wörter und Buchstaben. (zitiert
nach Socin 1888: 328)
Die metaphorischen Beschreibungen ...