„Swâben ir wörter spaltent“
sollte sie zukünftig stärker in ihre Überlegungen zur Motivik der Sprach-
bewertungen einbeziehen, dass Sprachüberhöhungen stets durch die radi-
kale Schmähung anderer Landschaftssprachen begleitet und komplemen-
tiert werden:
Kaspar Scioppius, Consultatio de prudentiae et eloquentiae parandae modis (1626):
Wenn ihn [den bairisch-österreichischen Dialekt] die Fremden nur hören, so
schließen sie schon aus dem Ton und der langgezogenen Aussprache der Vocale
auf nachlässige, träge und denkfaule Leute. [...] Denn Zungenfertigkeit und ge-
wandtes Sprechen gilt als Zeichen eines durchdringenden und lebhaften Geistes.
[Deshalb vermutet der Fremde, ein solcher Dialektsprecher, sei] im Lande der
Ochsen und in der Stickluft ...