Qualitative und quantitative Verfahren in der Ethnodialektologie
sind einige Varianten mit besonders geringer Salienz offenbar auch in der
Leseaussprache abbauresistent, so etwa V2 („Faabe“), V3 („Fosten“) und
V11 („Wegger“). Daneben gibt es aber auch relativ schwach saliente Vari-
anten, die beim Lesetest kaum verwendet werden, wie z. B. V1 („junk“),
V4 („is, nich“) und V9 („Kinner“). Hier lassen sich allerdings in der De-
tailanalyse z. T. sprecherspezifische Präferenzen im Gebrauch nachweisen,
die auf individuelle Differenzen in der Akzeptanz dieser Formen hindeu-
ten. So wird etwa die Variante
statt von manchen Gewährsperso-
nen zu mehr als 60 % verwendet und damit offenbar auch für die Lese-
aussprache als akzeptabel erachtet, ...