
Qualitative und quantitative Verfahren in der Ethnodialektologie
etwas mehr als der Hälfte der Befragten korrigiert würde, dabei aber nur
mäßig salient ist. Wir halten „bisken“ für ein nur als Regionalform akzep-
tiertes Lexem – im Gegensatz zur regionalspezifischen Koronalisierung
von „-s“ und Entrundung bei „birschten“ (‚bürsten‘), die von allen Ge-
währspersonen als abweichend beurteilt wurde, eine hohe Situationsspezi-
fik aufweist und von der deutlichen Mehrheit der Befragten korrigiert
würde, wenn ihr Kind diese Form verwendete. (4) Je stärker eine Form als
von der Norm abweichend eingeschätzt wird, desto weniger wird sie als
für formelle ...