Winifred Davies
den: Das Ergebnis sind Mischvarietäten, die weder als Sprache A noch als
Sprache B bezeichnet werden können, weil sie nicht die Normen befol-
gen, die von (idealen) monolingualen SprecherInnen befolgt werden. Laut
Weber (2008) sind sich Jugendliche in Luxemburg, die Portugiesisch,
Französisch und Luxemburgisch sprechen, sehr bewusst, dass ,gemischte‘
Sprache negativ bewertet wird. Einer kommentiert seinen eigenen Ge-
brauch wie folgt: »c’est pas bien, parce que portugais est portugais et fran-
çais est français«. Derselbe Jugendliche macht sich Sorgen, weil er Luxem-
burgisch „mit einem Akzent“ spricht (d. h. mit einem Akzent, der als
Vermengung mit einer anderen Sprache interpretiert wird): „Deen ass
emmer do. Dee geet net ...