Nils Langer
ein, „eine verblüffende, von keinerlei Empirie, nicht einmal vom ersten
Augenschein gestützte Behauptung“ ist (S. 528).
[Denn w]er den realen Sprachgebrauch von Kindern und Jugendlichen, von Abi-
turienten und Studierenden, auch von Erwachsenen außerhalb der intellektuellen
Milieus, selbst von Journalisten und Fernsehmoderatoren anschaut, der sieht nun
wahrlich überall deutliche Defizite. (S. 528)
Roggausch meint damit also alle außer der Intelligenzija der Mittelklasse,
zu der Roggausch natürlich selbst gehört, besonders aber Jugendliche und
JournalistInnen, deren schlechtes Deutsch allerdings nicht erst seit Rog-
gausch, sondern spätestens seit Nietzsche und Schopenhauer als mangel-
haft und fahrlässig bezeichnet wird. Als ...