Sprechereinstellungen zur Zielsprache im DaF-Unterricht
7. Schluss
Wir können aus den Antworten der Fragebogenaktion eine Reihe von
Schlüssen ziehen:
(1) Die meisten DozentInnen und LektorInnen unterscheiden sehr
wohl zwischen mündlichem und schriftlichen Deutsch, was sich beson-
ders deutlich am Korrekturverhalten bei „weil“ mit Verbzweitstellung
zeigt: Während niemand die Konstruktion in schriftlichen Arbeiten akzep-
tiert, blieb sie in einer mündlichen Prüfung von immerhin 32 Informant-
Innen (ca. 41 %) unkommentiert.
(2) Die Befragten geben sich in der Regel toleranter, als sie es tatsäch-
lich sind. Während 74 % (57 Personen) angaben, das Österreichische und
62 % (48 Personen) das Schweizerhochdeutsche zu akzeptieren, wurden
für diese ...