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Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen by Annik Rubens

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Podcasts produzieren
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Intro
Podcasts hören
Podcasts
produzieren
Goldene Regeln
Eigenwerbung
Geld verdienen
Outro
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Podcaster im
Porträt
Für den Anfang gilt: So wenig Geld wie möglich ausgeben. Denn bevor man ins Podcasting
investiert, sollte man es erst einmal ausprobieren um zu sehen, ob es Spaß macht und ob
es wirklich ein Hobby ist, das man länger verfolgen möchte. Eine Bestandsaufnahme bringt
meistens viel Nützliches ans Licht: Viele Laptops haben ein eingebautes Mikrofon, das
meistens erstaunlich gute Ergebnisse liefert. Andere Computer haben oft eine zutzliche
Multimedia-Ausstattung mit Mikrofon, beispielsweise für die Spracherkennung oder das
Vokabeltraining, die ebenfalls verwendet werden kann. Wenn trotz aller Sucherei in alten
Computerkisten und trotz Bettelei im Freundeskreis weit und breit kein Mikrofon zu nden
ist, sollte man sich erst einmal ein günstiges Mikrofon kaufen, das per Miniklinke an den
PC angeschlossen werden kann. Schon für 30 Euro bekommt man ein brauchbares Mikro
mit Kabel. Wer kein Fachgeschäft in der Nähe hat, der kann sich auf das Internet verlassen,
beispielsweise auf die Firma Thomann (http://www.thomann.de).
Allzu viele Regeln im Kopf sorgen für Chaos beim Sprechen, daher hier nur die wichtigs-
ten, denn der Rest kommt nach und nach von ganz allein: Einen Poppschutz gibt es für
wenige Euro, er sorgt dafür, dass harte Konsonanten wie das „P” kein unangenehmes
Geräusch verursachen, das beim Hören stört. Mikrofone sind zudem meist so gebaut,
dass es einen großen Unterschied macht, wie man hineinspricht. Ein leichtes Drehen des
Kopfes ist sofort als leiser werdende Stimme zu hören – daher gilt als Faustregel für die
meisten Mikros: Frontalangriff ! Immer direkt ins Mikro sprechen, und dabei ausreichend
Abstand halten, so dass mindestens eine Handbreit zwischen Mund und Mikro passt.
Ein Muss sind bei der Aufnahme Kopfrer: So hört man das Signal, das letzten Endes
aufgezeichnet wird und kann sich selbst kontrollieren. Übersteuern, nervende Neben-
geräusche und Ähnliches bemerkt man auf diese Art sehr schnell und ärgert sich nicht
darüber, wenn alles schon im Kasten ist.
Da Podcaster meistens zu Hause aufzeichnen statt in einer stillen Studioatmosphäre,
wird oft ein Rauschen oder Brummen zu hören sein. Vorsichtsmaßnahmen hierfür sind:
Niemals Audiokabel und Stromkabel übereinander legen – sonst sind Störgeräusche
vorprogrammiert. Dazwischenfunken können auch Wireless LAN oder tragbare Tele-
Die günstigste Grundausstattung
Podcasts.indb Abs1:34Podcasts.indb Abs1:34 27.04.2006 15:07:5827.04.2006 15:07:58
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Kapitel
3
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Grundausstattung
fone. Alle verwendeten Kabel sollten möglichst kurz sein und von guter Qualität – es
gibt beispielsweise abgeschirmte Kabel, die die Soundqualität auch für Laien merklich
verbessern.
Störfaktor Nummer eins ist das Lüftergeräusch des Computers! Viele Podcaster nehmen
daher auf einen MiniDisc-Rekorder auf oder direkt mit einem MP3-Player (dazu später
mehr). Manche stellen auch Monitor und Tastatur per Verlängerungskabel in einen ande-
ren Raum und steuern ihren PC somit bei der Aufzeichnung fern. Da es in jedem Wohn-
raum gewisse Störgeräusche gibt, kann man diese auch gezielt nach der Aufzeichnung
mit Audio-Software wie Audacity durch die Rauschentfernung minimieren.
Beim Podcasten gilt: Geräusche gehören dazu, es soll gar nicht steril klingen wie im Ra-
dio. Aber es soll auch nicht so eine laute Störkulisse geben, dass man sich nicht auf das
gesprochene Wort konzentrieren kann.
Was tun, wenn’s hallt?
Ganz einfach: Zunächst mal nicht aus dem Bad podcasten, sondern aus dem Schlaf-
zimmer. Oder zumindest den Raum in der Wohnung aussuchen, in dem möglichst
viel Stoff vorhanden ist. Wenn man unbedingt in einer kahlen Raucherwohnung
ohne Vorhänge, Teppich oder Ähnliches podcasten möchte, hilft nur ein Trick: Män-
tel oder Decken um den Schreibtisch herum aufhängen, das schluckt den Schall.
Wer nicht gerade jeden Tag einen Podcast online stellen möchte, bei dem darf auch ruhig
die Nachbearbeitung ein wenig länger dauern. Wenn der Podcast einmal gesprochen
ist, kann man nachträglich in Audacity beispielsweise längere Pausen herausschneiden
– auch wenn sich hier die Podcast-Welt spaltet. Die einen wollen alles unverändert online
stellen, die anderen pfriemeln gerne noch ewig an ihren Dateien herum, bis diese mehr
oder weniger perfekt sind.
Nachträglich kann man ohne Mischpult beispielsweise auch ein Musik-Intro vorne an-
fügen und dieses ausblenden, sobald die Sprachaufnahme beginnt. Alles kein Problem.
Podcasts.indb Abs1:35Podcasts.indb Abs1:35 27.04.2006 15:07:5927.04.2006 15:07:59
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