Gerhards‘ und Neidhardts Verständnis von Öffentlichkeit als intermediäres System, das zwischen politischem System und Bürgern und Bürgerinnen wie den Ansprüchen der anderen Teilsysteme der Gesellschaft vermittelt, ist für seinen „engen Politikbegriff“ kritisiert worden wie dafür, dass „die Bildung einer ‚öffentlichen Meinung‘ ins Zentrum der Beobachtung von Öffentlichkeit“ gerückt wird, „zuungunsten einer Betrachtung der in der Öffentlichkeit Agierenden.“252 Elisabeth Klaus geht es darum, auch die Handlungen der Akteure auf der ‚einfachen‘ Ebene von Öffentlichkeit als demokratierelevante Handlungen in den Blick zu bekommen. Ihre Auffassung von Öffentlichkeit als „fortlaufender Prozess […], in dem sich die Mitglieder einer Gesellschaft darüber ...

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