Mit Blick auf die Beschreibung qualitativer Aspekte der Mediatisierung ist vor allem das Wechselverhältnis zwischen den potenziellen Prägekräften und der faktischen Mediennutzung interessant, das heißt, die Spezifik von jeweiligen Medien konturiert sich erst kontextuell. Man kann kaum von ‚unmittelbaren Wirkungen‘ oder einer wie auch immer gearteten ‚materiellen Struktur‘ sprechen, die etwa die ‚neuen Medien‘ der Gegenwart an sich besäßen: „Prägekräfte von Medien konkretisieren sich erst im Prozess der Medienkommunikation, und dies je nach Form ihrer Aneignung auf sehr unterschiedliche Weise.“388 Die Spezifik des Mediums wird erst in Akten menschlichen Handelns produziert. Medien sind, darauf wurde bereits in der Einleitung verwiesen, Technologien ...

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