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Sinnereignisse in Todesnähe

Book Description

In Todesnähe werden Menschen oft mit intensivem Bilderleben konfrontiert. Das Wissen darüber hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dass uns in Todesnähe Bilder entgegen kommen, ist nicht allein für die Betroffenen selbst bedeutsam, sondern ebenso für jene, die sie begleiten. Visionäre Erfahrungen sind Sinnereignisse, die Wirklichkeitssphären miteinander verbinden. Sie halten zusammen, was auseinanderzubrechen droht. Und sie unterstützen die Kommunikation über Dinge, für die einem die Worte fehlen. Auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes und Erfahrungsberichten aus einer Umfrage bei Klinikseelsorger(innen) betrachtet die vorliegende Studie die unterschiedlichen Erlebnisformen erstmals in ihrer Zugehörigkeit zu einem einzigen Erlebnisspektrum und fragt nach dem Sinn des Erlebten und den Möglichkeiten spiritueller Begleitung. Das Buch versteht sich als Beitrag zur aktuellen Diskussion um Bedeutung und Aufgabe von Spiritual Care. Es zeigt, weshalb es für eine angemessene spirituelle Begleitung wichtig ist, mit den verschiedenen Formen visionären Erlebens vertraut zu sein, und wie die Begleitpersonen dazu beitragen können, ihr Sinnpotenzial zu erschließen.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Vorwort
  5. Inhalt
  6. Einleitung
    1. 1 Wahrnehmungs- und Forschungsdefizite
    2. 2 Methodik und Quellen
    3. 3 Leitunterscheidungen und Schlüsselkonzepte
  7. I Erlebnisformen
    1. 1 Visionäres Erleben im Sterbeprozess
      1. 1.1 Traumvisionen
      2. 1.2 Wachvisionen: Sterbebettvisionen und andere Erlebnisformen
    2. 2 Visionäres Erleben in episodischer Todesnähe
      1. 2.1 Nahtoderfahrungen
      2. 2.2 Oneiroides Erleben
    3. 3 Zusammenschau
  8. II Wege des Verstehens
    1. 1 Erlebnis- und Deutungsprozesse
      1. 1.1 Erleben und Bezeugen
        1. 1.1.1 Ernst A. Rodin: Nahtoderfahrungen als glückliche Illusionen
        2. 1.1.2 Jacques Lusseyran: Nahtoderfahrung als Verdichtung des Lebens
        3. 1.1.3 Péter Nádas: Nahtoderfahrung als Schauereignis
        4. 1.1.4 Widerfahrnis, responsives Erleben und sprachliche Bezeugung
        5. 1.1.5 Alfred Ayer: Selbstzeugnisse eines „born again atheist“
        6. 1.1.6 Betty Eadie: eine mormonische Nahtoderfahrung?
        7. 1.1.7 Authentische Berichte?
      2. 1.2 Bildsinn und Sinnbild
      3. 1.3 Spontane Deutungen
        1. 1.3.1 Kreative Sättigung visionären Erlebens
        2. 1.3.2 Fixierende Deutungen
        3. 1.3.3 Nancy E. Bush: Entrückt in kosmische Einsamkeit
        4. 1.3.4 Stereotype Deutungen im Prozess der Versprachlichung
      4. 2 Grenzwelten
        1. 2.1 Visionäre Wirklichkeiten
        2. 2.2 Selbstsein im Übergang
      5. 3 Religiöse Deutungszugänge
        1. 3.1 Wahrnehmung göttlicher Gegenwart
        2. 3.2 Visitationen
        3. 3.3 Inspirierte Symbolwelten
  9. III Spirituelle Begleitung
    1. 1 Validation visionären Erlebens
      1. 1.1 Symbolische Kommunikation
      2. 1.2 Begleitung von Menschen in veränderten Bewusstseinszuständen
      3. 1.3 Eröffnung von Erzählräumen
    2. 2 Unterstützung reflexiver Selbstdeutung
      1. 2.1 Reflexive Deutungsprozesse am Lebensende
      2. 2.2 Reflexive Deutungsprozesse nach episodischer Todesnähe
    3. 3 Visionäres Erleben im Kontext von Spiritual Care
  10. Ausblick: Palliative und transformative Imagination
  11. Verzeichnis der Vignetten
  12. Literaturverzeichnis
  13. Personenregister
  14. Sachregister
  15. Fragebogen