Soziologische Theorie, 9th Edition

Book description

Das Buch führt in den zunehmend komplexer und unübersichtlicher werdenden Themenbereich „Soziologische Theorien“ ein. Dabei wird der multiparadigmatischen Vielfalt der Soziologie Rechnung getragen: Anhand der Darstellung jeweils eines originären und repräsentativen Vertreters werden die Charakteristika des jeweiligen theoretischen Ansatzes sichtbar gemacht. Auch die dynamische Entfaltung des Themengebiets wird berücksichtigt, indem neben den „klassischen“ Theorievarianten der Soziologie deren Weiterentwicklung und Wirkungsgeschichte sowie neue Theorieentwicklungen einbezogen werden. Die nunmehr vorliegende neunte Auflage wurde mit dem Rational-Choice-Ansatz um eine breit vertretende Grundlagentheorie erweitert.

Table of contents

  1. Cover
  2. Titel Seite
  3. Impressum
  4. Inhalt
  5. Vorworte — XII
  6. 1 Zur Entstehung soziologischer Theorie:Anfänge soziologischen Denkens 1Anfänge soziologischen Denkens 1
    1. 1.1 Einleitung: zum Anliegen dieses Kapitels
    2. 1.2 Was ist soziologisches Denken und wann beginnt es?
    3. 1.3 Vernunftrechtlich orientierte Gesellschaftstheorien: Der Mensch schafft sich eine „künstliche“ Sozialordnung
    4. 1.4 Liberalistische Gesellschaftsmodelle in der klassischen Politischen Ökonomie: Soziale Ordnung hat ihre Eigengesetzlichkeit
    5. 1.5 Die Neuaufbrüche in der Gesellschaftswissenschaft des späten 19. und frühen 20. Jh.: die Totalität der gesellschaft lichen Beziehungen im marxistischen Denken; das „positive“ Studium der Gesellschaft: „Soziales nur mit Sozialem erklären“; Gesellschaftstheorie als Handlungstheorie
    6. 1.6 Auguste Comte (Frankreich, 1798–1857): Positivierung der Sozialwissenschaft und Soziologie
    7. 1.7 Émile Durkheim (Frankreich, 1858–1917): Soziales mit Sozialem erklären
      1. 1.7.1 Ausgangsproblem: die Suche nach dem sozialen Band
      2. 1.7.2 Der Dualismus der menschlichen Natur: Individuelles und Soziales
      3. 1.7.3 Arbeitsteilung und Solidarität: Integrationsmomente moderner Gesellschaften?
        1. 1.7.3.1 Die Funktion der Arbeitsteilung: Quelle der Solidarität
        2. 1.7.3.2 Die Ursachen der Arbeitsteilung: zunehmende Dichte und Volumen
        3. 1.7.3.3 Anormale Formen der Arbeitsteilung: Ursache ist ein Defizit an Moral
      4. 1.7.4 Das Werk Durkheims und seine Weiterentwicklung
    8. 1.8 Max Weber (Deutschland, 1864–1920): Soziologie als Wissenschaft vom sinnhaften sozialen Handeln
      1. 1.8.1 Eigentliches Erkenntnisobjekt der Soziologie: subjektiv sinnhafte Orientierung des Einzelnen
      2. 1.8.2 Grundbegriffe der Soziologie: Idealtypen
      3. 1.8.3 Kapitalismus und protestantische Ethik: subjektives Handeln und Gesellschaft
      4. 1.8.4 Webers Werk und Wirken
    9. 1.9 Ausblick
    10. 1.10 Literatur
  7. 2 Verhaltenstheoretische Soziologie: George Caspar Homans
    1. 2.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 2.2 Methodologische Überlegungen
    3. 2.3 Allgemeine Hypothesen der verhaltenstheoretischen Soziologie
    4. 2.4 Beispiel
    5. 2.5 Weiterentwicklung und Wirkungsgeschichte
    6. 2.6 Literatur
  8. 3 Symbolischer Interaktionismus: George Herbert Mead
    1. 3.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 3.2 Die Sonderstellung des Menschen: das „symbolverwendende Tier“
    3. 3.3 Symbolisch vermittelte Interaktion
    4. 3.4 Bewusstsein
    5. 3.5 Identität (Selbst)
    6. 3.6 Gesellschaft
    7. 3.7 Symbolischer Interaktionismus – ein Beispiel aus der Wirtschaft
    8. 3.8 Wirkungsgeschichte und Weiterentwicklung
    9. 3.9 Literatur
  9. 4 Phänomenologische Soziologie: Alfred Schütz
    1. 4.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 4.2 Phänomenologische Philosophie: Problemstellung – Methode – Bedeutung für die Sozialwissenschaften
    3. 4.3 Analyse der „Lebenswelt“
      1. 4.3.1 Die Wirklichkeit der Alltagswelt
        1. 4.3.1.1 Definition der Situation und Handeln im Alltag
        2. 4.3.1.2 Typisierung der Sozialwelt und soziale Beziehung
        3. 4.3.1.3 Sozialisierung des Wissens
      2. 4.3.2 Jenseits der Alltagswelt: multiple Sinnprovinzen
        1. 4.3.2.1 Die Alltagswelt
        2. 4.3.2.2 Die Welt der Fantasien und Einbildungen
        3. 4.3.2.3 Die Traumwelt
        4. 4.3.2.4 Die Welt der wissenschaftlichen Theorie
    4. 4.4 Zur Methodenlehre einer „verstehenden Soziologie“
    5. 4.5 „Idealtypische Modellierung der Sozialwelt“ – ein Beispiel
    6. 4.6 Weiterentwicklung und Wirkungsgeschichte
    7. 4.7 Literatur
  10. 5 Rational Choice Theory: James S. Coleman
    1. 5.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 5.2 Aufgabe und Vorgehensweise der Sozialtheorie
    3. 5.3 Das elementare Handlungssystem
    4. 5.4 Die Bestimmung von Handlungsstrukturen
      1. 5.4.1 Austauschbeziehungen (Strukturtyp 2)
      2. 5.4.2 Austauschsysteme (Strukturtyp 3)
      3. 5.4.3 Disjunkte Herrschaftsbeziehungen (Strukturtyp 4)
      4. 5.4.4 Disjunkte Herrschaftssysteme (Strukturtyp 7)
      5. 5.4.5 Normgenerierende Strukturen (Strukturtyp 10)
      6. 5.4.6 Der Akteur der Sozialtheorie
    5. 5.5 Beispiel
    6. 5.6 Weiterentwicklung und Wirkungsgeschichte
    7. 5.7 Literatur
  11. 6 Materialistische Gesellschaftstheorie: Karl Marx
    1. 6.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 6.2 Die Auseinandersetzung mit Hegel und Feuerbach
    3. 6.3 Der Historische Materialismus
    4. 6.4 Zum Verhältnis von Basis und Überbau, von Sein und Bewusstsein
    5. 6.5 Klassenkampf und sozialer Wandel
    6. 6.6 Die Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems
    7. 6.7 Beispiel
    8. 6.8 Wirkungsgeschichte und Weiterentwicklung
    9. 6.9 Literatur
  12. 7 Der Strukturalismus: Claude Lévi-Strauss
    1. 7.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 7.2 Die konkreten Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens
    3. 7.3 Die konkreten Formen und das Modell
    4. 7.4 Modell und Struktur
    5. 7.5 Die unbewussten Prinzipien des menschlichen Geistes
    6. 7.6 Beispiel: die Struktur der Heirat und der Verwandtschaft
    7. 7.7 Weiterentwicklung und Wirkungsgeschichte
    8. 7.8 Literatur
  13. 8 Handlungstheoretische Systemtheorie: Talcott Parsons
    1. 8.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 8.2 Der strukturfunktionalistische Bezugsrahmen des Handelns
      1. 8.2.1 Handlung – Funktion – Struktur – System
      2. 8.2.2 Handlungssysteme im Bezugsrahmen des Handelns
      3. 8.2.3 Die Mustervariablen
    3. 8.3 Das AGIL-Paradigma
      1. 8.3.1 Das AGIL-Schema und die Subsysteme des Handlungssystems
      2. 8.3.2 Die Theorie der symbolischen Medien
    4. 8.4 Beispiel: akademische Berufe und die Universität
    5. 8.5 Wirkungsgeschichte und Weiterentwicklung
    6. 8.6 Literatur
  14. 9 Konflikttheorie: Ralf Dahrendorf
    1. 9.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 9.2 Verortung, Stellenwert und Anspruch der Konflikttheorie
    3. 9.3 Zum Konfliktbegriff und dem Erklärungsbereich der Konflikttheorie
    4. 9.4 Grundprinzipien menschlicher Vergesellschaftung: das Dreigespann von Norm, Sanktion und Herrschaft
    5. 9.5 Herrschaft als strukturelle Ausgangslage sozialer Konflikte
    6. 9.6 „Klassenkonflikte“ und sozialer Wandel: die dahrendorfsche Klassentheorie
    7. 9.7 Die Bildung von Konfliktgruppen
    8. 9.8 Dimensionen der Variabilität sozialer Konflikte
    9. 9.9 Konfliktregelung
    10. 9.10 Fallbeispiel
    11. 9.11 Wirkungsgeschichte und Weiterentwicklung
    12. 9.12 Literatur
  15. 10 Prozess- und Figurationstheorie: Norbert Elias
    1. 10.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 10.2 Die Hinwendung zu Prozessmodellen
    3. 10.3 Der Begriff der Figuration
    4. 10.4 Anthropologische Grundlegungen
    5. 10.5 Wir-Ich-Balance
    6. 10.6 Die Theorie des „Doppelbinders“
    7. 10.7 Das primitive oder vorwissenschaftliche Weltbild, dessen Wandel und die Folgen dieses Prozesses
    8. 10.8 Die gesellschaftlichen Mechanismen des Zivilisationsprozesses
    9. 10.9 Beispiel: der Prozess der Zivilisation
    10. 10.10 Wirkungsgeschichte und Weiterentwicklung
    11. 10.11 Literatur
  16. 11 Sozialsysteme als selbstreferenzielle Systeme: Niklas Luhmann
    1. 11.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 11.2 Selbstreferenzielle Systeme
    3. 11.3 Sozialsysteme als selbstreferenzielle Systeme
      1. 11.3.1 Kommunikation
      2. 11.3.2 Handeln und Erleben
      3. 11.3.3 Sinn
      4. 11.3.4 Struktur
      5. 11.3.5 Umwelten sozialer Systeme
    4. 11.4 Die Gesellschaft und ihre Subsysteme
      1. 11.4.1 Wirtschaft
    5. 11.5 Beispiel: zur ökologischen Gefährdung der modernen Gesellschaft
    6. 11.6 Wirkungsgeschichte und Weiterentwicklung
    7. 11.7 Literatur
  17. 12 Kritische Theorie: Jürgen Habermas
    1. 12.1 Problemlage und Erkenntnisinteresse
    2. 12.2 Rechtfertigung einer philosophisch-kritischen Wissenschaftsauffassung
    3. 12.3 Entwicklung einer kritischen Gesellschaftstheorie
      1. 12.3.1 Handlungstheoretische Grundlagen
      2. 12.3.2 Einbau der Systemtheorie
      3. 12.3.3 Gesellschaft
      4. 12.3.4 Soziale Evolution
    4. 12.4 Gegenwartsdiagnose: das Projekt der Moderne und seine unvollständige Realisierung unter Bedingungen des Kapitalismus
      1. 12.4.1 Moderne als soziokulturelles Entwicklungspotenzial
      2. 12.4.2 Kapitalistische Moderne als historisch-empirische Realität
    5. 12.5 Kritische Theorie – ein Beispiel
    6. 12.6 Zum Stellenwert der Kritischen Theorie in der heutigen Soziologie
    7. 12.7 Literatur
  18. 13 Feministische Soziologie: Regina Becker-Schmidt
    1. 13.1 Ausgangslage und Erkenntnisinteresse
    2. 13.2 „Frauenforschung“ – methodologische Grundsätze einer feministischen Soziologie
    3. 13.3 Theoretische Grundlegung: das Konzept der „doppelten Vergesellschaftung“
    4. 13.4 Feministische Gegenwartsdiagnose I: die unterschiedliche „Vergesellschaftung“ von Mann und Frau in der gegenwärtigen Gesellschaft
    5. 13.5 Feministische Gegenwartsdiagnose II: Sozialisation und Identitätsbildung – lebensgeschichtliche Ursprünge der Geschlechterdifferenz
    6. 13.6 „Doppelte Vergesellschaftung“ – ein Anwendungsbeispiel
    7. 13.7 Weiterentwicklung und Wirkungsgeschichte
    8. 13.8 Literatur
  19. 14 Postmoderne Soziologie
    1. 14.1 Ausgangslage und Erkenntnisinteresse
    2. 14.2 Philosophische Grundlagen: Jean-François Lyotard
      1. 14.2.1 Das Ende der „großen Erzahlungen“ – zur Kritik der Aufklärung und der modernen Geschichtsphilosophie
      2. 14.2.2 „Rettung der Differenzen“ – zur sprachphilosophischen Begründung der „Postmoderne“
    3. 14.3 Postmoderne soziologische Theorie: Richard Harvey Brown
      1. 14.3.1 Die Verfassung des Gegenstandsbereichs: Gesellschaft als Text
      2. 14.3.2 Status, Methode und soziale Funktion der Sozialwissenschaften
      3. 14.3.3 Sozialwissenschaften und politische Praxis
      4. 14.3.4 Zusammenfassung: das spezifisch Postmoderne an der soziologischen Theorie R. H. Browns
    4. 14.4 Die „Risikogesellschaft“ (Ulrich Beck) – ein Fall gesellschaftlicher Postmodernisierung?
      1. 14.4.1 „(Einfache) Moderne“: die Industriegesellschaft
      2. 14.4.2 „Postmoderne (reflexive) Moderne“: die Risikogesellschaft
    5. 14.5 Der Einfluss der „postmodernen“ auf die „moderne“ Soziologie
    6. 14.6 Literatur
  20. 15 Die Soziologie und die Soziologien
    1. 15.1 Soziologischer Theorienvergleich
    2. 15.2 Soziologische Paradigmen und das Basisparadigma – Erörterung
      1. 15.2.1 Vorbemerkungen
      2. 15.2.2 Definition und Beschreibung des Basisparadigmas
      3. 15.2.3 Vorteile der geschilderten Auffassung
      4. 15.2.4 Grenzen der geschilderten Auffassung
      5. 15.2.5 Schlussfolgerungen
    3. 15.3 Soziologische Paradigmen und das Basisparadigma – Skizzen ihres Verhältnisses
      1. 15.3.1 George Caspar Homans
      2. 15.3.2 George Herbert Mead
      3. 15.3.3 Alfred Schütz
      4. 15.3.4 Karl Marx
      5. 15.3.5 Claude Lévi-Strauss
      6. 15.3.6 Talcott Parsons
      7. 15.3.7 Ralf Dahrendorf
      8. 15.3.8 Norbert Elias
      9. 15.3.9 Niklas Luhmann
      10. 15.3.10 Jürgen Habermas
      11. 15.3.11 Feministische Soziologie
      12. 15.3.12 Soziologie der Postmoderne
    4. 15.4 Zusammenfassung und Beispiel: Theorien im Dienste der Praxis
      1. 15.4.1 Profession
      2. 15.4.2 Vorbemerkungen
      3. 15.4.3 Verhaltenstheorie
      4. 15.4.4 Andere Paradigmen
    5. 15.5 Literatur
  21. Index
  22. Fußnoten

Product information

  • Title: Soziologische Theorie, 9th Edition
  • Author(s): Julius Morel, Eva Bauer, Tamás Meleghy, Heinz-Jürgen Niedenzu, Max Preglau, Helmut Staubmann
  • Release date: October 2015
  • Publisher(s): De Gruyter Oldenbourg
  • ISBN: 9783486855562