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Sprache und Beziehung

Book Description

Zwischenmenschliche Beziehungen formen unsere Sprache und unseren Sprachgebrauch, und diese wiederum gestalten unsere Beziehungen. Obwohl diese Wechselwirkung ebenso grundlegend wie vielfältig ist, hat sich um sie bis jetzt kein linguistisches Forschungsfeld ausgebildet, das ähnlich systematisch bearbeitet worden ist wie dasjenige um Sprache und Geschlecht, Sprache und Alter oder Sprache und soziale Gruppen.

Der Band versammelt 15 Beiträge, die das Forschungsfeld Sprache und Beziehung exemplarisch besetzen. Sie beziehen sich raumzeitlich auf den deutschen Sprachraum vom Frühneuhochdeutschen bis zur Gegenwart und reichen thematisch von Anreden über Personen- und Beziehungsbezeichnungen, sprachliche Akte und Praktiken bis hin zu kommunikativen Gattungen und Textsorten. Der Band repräsentiert damit beispielhaft verschiedene Formen der Auseinandersetzung mit sprachlicher Relationalität, wie sie aus der aktuellen linguistischen Forschung hervorgehen. Auf diese Weise trägt er zur empirischen Erschließung wie auch zur theoretischen und methodischen Fundierung des Forschungsfeldes Sprache und Beziehung bei.

Table of Contents

  1. Cover
  2. Titelseite
  3. Impressum
  4. Dank
  5. Inhalt
  6. Sprache in Beziehungen – Beziehungen in Sprache
    1. Überlegungen zur Konstitution eines linguistischen Forschungsfeldes
  7. Welche menschlichen Beziehungen sind in den Sprachen strukturell relevant?
  8. Beziehungsanbahnung im Netz
    1. Text, Bild und Gatekeeping
  9. Beziehung und Scripted Narrative
    1. Erzählungen vom ‚Ersten Mal‘
  10. Beziehung überschreibt Geschlecht
    1. Zum Genderindex von Ruf- und Kosenamen
  11. Anredeformen im Kulturvergleich
    1. Verwandtschaftsbezeichnungen als Mittel der kommunikativen Konstruktion sozialer Beziehungen in chinesischen und deutschen SMS-Interaktionen
  12. Zur kommunikativen Leistung des generischen „du“-Gebrauchs in der sozialen Interaktion
  13. Helvetische Beziehungen? Gschpäändli, Koleege, Fründ
    1. Beziehungsbezeichnungen im Schweizerdeutschen
  14. Formelhafter Sprachgebrauch im Dienste der Freundschaft am Beispiel von Poesiealben des 20. Jahrhunderts
  15. Überlegungen zu „Sprache und Beziehung“ unter den Bedingungen einer Diktatur
  16. Sprache im Dienste der Gemeinschaft
    1. Zu einer „Sprache des Engagements“
  17. Grüßen und Gruppieren
    1. Zur Geschichte eines sozial vernetzenden Sprechakttyps
  18. Selbstbezeichnungen in Briefen des 19. und 20. Jahrhunderts
    1. Ein Kommunikationsproblem aus der Sicht zeitgenössischer Briefsteller und Sprachratgeber
  19. „Sie nennen sich ‚Hase‘ oder ‚Bärchen‘.“
    1. Zu Veränderungen der Kosenamen im 19./20. Jahrhundert
  20. Beziehungskonstitutive Gattungen
    1. Soziale Vergemeinschaftung am Beispiel von Stammbüchern des 17. und 18. Jahrhunderts
  21. Beziehungsbezeichnungen im Frühneuhochdeutschen
  22. Beziehungsprobleme
    1. Eine Historikerin interpretiert frühneuzeitliche Ehegerichtsakten
  23. Register