
Kap. II: Wahrscheinlichkeitsrechnung 113
(c) Eine Zufallsvariable X, die zählt, wie oft ein relativ seltenes Ereignis auftritt,
kann oft als Poissonverteilung angenommen werden, d. h.
P(X = i) .
Deren Erwartungswert berechnet sich zu
oo li co 2
l
"
1
Daß Erwartungswerte durchaus nicht immer existieren müssen, zeigt das folgende
Beispiel: Hat X die Verteilung Ν (μ, λ
2
) und ist die davon unabhängige Zufallsva-
riable Y standardnormalverteilt, dann hat X/Y eine Cauchyverteilung mit der
Dichte
1 λ
f(t)= —
π λ
2
+ (ί-μ)
2
'
Da { tf(t)dt= oo = - j t-f(t)dt,
0 -
oo
existiert deren Erwartungswert nicht.
Die Berechnung von Erwartungswerten wird oft einfacher ...