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Kap. V: Aspekte der Datengewinnung
1.5. Geschichtete Zufallsauswahl
Bei der Durchführung einer einfachen Zufallsauswahl stellt sich oft heraus, daß die
Varianzen der Schätzer übermäßig groß sind. Dies ist oft darin begründet, daß die
Grundgesamtheit sehr inhomogen aufgebaut ist. Meist besitzt man ein solches Wis-
sen bzw. diesbezügliche Vermutungen und ist somit bestrebt, dies durch die Art der
Stichprobenerhebung zu berücksichtigen.
Beispiel: Im Inventurproblem besteht das a-priori-Wissen über die Grundgesamt-
heit in der bereits in Abschnitt 1.3 erwähnten 20-80-Regel. Das bedeutet, daß sich
auf Grund der starken Inhomogenität bei einer