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Unit-Tests mit ABAP® Unit by Damir Majer

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2.6 Namenskonventionen
2.6 Namenskonventionen
Damit Sie sich schneller in die Programme einlesen können, hier die Konventio-
nen, die ich in diesem Buch verwendet habe.
Allgemeine Namenskonventionen
Entwickungskomponenten besitzen einen englischen Namen.
Zusammengesetzte Namen sind durch einen Unterstrich getrennt.
Quelltextkommentare sind in Deutsch verfasst.
Variablen und Parameter
Aus dem Namen der Variablen und dem Parameternamens können Sie die Sicht-
barkeit herauslesen. Die erste Stelle der Variablen gibt die Sichtbarkeit vor. Die
zweite Stelle der Variablen dient zur Kenntlichmachung des Typs der Variablen
(Tab. 2-3). Das Muster für die Bildung der Namen sieht folgendermaßen aus:
<Präfix 1><Präfix 2>_<name>
Tab. 2–2
Namenskonventionen Präfix 1
Tab. 2–3
Namenskonventionen Präfix 2
Präfix 1 Beschreibung
G globale Variable
L lokale Variable
M Klassen-Variable (Member-Variable der Klasse)
P Parameter eines Reports
S Selektionsoption eines Reports
Präfix 2 Beschreibung
O Ref to Class (Objekt der Klasse)
I Ref to Interface
T Interne Tabelle
R Ranges-Tabelle
S Struktur (Work Area)
D Datenfeld (Variable)
F Kennzeichen, Flag
H Hilfsdatenfeld (Hilfsvariable)
C Konstanten
2 Voraussetzungen & Konventionen
14
Beispiele:
Eine globale interne Tabelle:
gt_sflights
Eine globale interne Struktur: gs_sflight
Eine globale Variable: gd_counter
Ein lokales Flag: lf_true
Eine lokale Konstante: lc_carrid_lh
Globale Data-Dictionary-Objekte
Komponenten, die global angelegt werden können (Tabellen, Tabellentypen,
Strukturen, Programme, Klassen, Interfaces usw.), erhalten als Präfix ein Z. Dies
ist der Kundennamensraum
5
für SAP-Objekte.
Tab. 2–4
Namenskonventionen Data-Dictionary-Objekte
Beispiele:
Dictionary Tabelle:
ZSFLIGHT
Dictionary Struktur: ZS_SFLIGHT
Dicitonary Tabellentyp: ZTY_SFLIGHTS
Dicitonary Datenelement: Z_CARRID
Globale und lokale Typen
Globale oder lokale Typen werden mit dem Präfix TY_<name> geschrieben.
Tab. 2–5
Namenskonventionen Typbezeichnungen
Beispiele:
Globaler Tabellentyp:
TY_SFLIGHTS
Lokaler Zeilentyp: TY_SFLIGHT
Globale und lokale Klassen und Interfaces
Globale Klassen und Interfaces sind auch Data-Dictionary-Objekte. Aus diesem
Grund beginnen diese mit einem Z. Ich empfehle an dieser Stelle, dass alle Klas-
Präfix Beschreibung
Z Data-Dictionray-Objekt
5. Der Standardnamensraum für Kundenobjekte ist Z oder Y. Es ist aber auch möglich, einen eige-
nen Namensraum bei der SAP zu erwerben. Dieser würde dann mit einem Backslash beginnen
und enden. Beispielsweise /MJC/ für den möglichen Namensraum für Majer Consulting.
Präfix Beschreibung
TY Typ-Variable, Typ-Zeile und Typ-Tabelle
15
2.6 Namenskonventionen
sen als globale Klassen angelegt werden, schlichtweg aus dem Grund, dass die
Idee der Objektorientierung die Konzepte der Vererbung, der Ableitung und Nut-
zung der Klassen vorsieht. Damit Sie Zugriff auf Ihre Klassen haben, sollten die
Klassen auch global über den Class Builder (Transaktion SE24 oder SE80) ange-
legt werden. Dadurch sind diese Entwicklungskomponenten auch öffentlich
sichtbar und somit auch in anderen Objekten verwendbar.
Tab. 2–6
Namenskonventionen Klassen und Interfacekomponenten
Beispiele:
Globale Klasse:
ZCL_AEROPLANE
Globales Interface: ZIF_VEHICLE
Lokale Klasse: LCL_DOMAIN_SELECTION
Lokales Interface: LIF_DYNPRO_DISPLAY
Methoden
Methoden sind »sprechend« bezeichnet, dies erleichtert das Verstehen und Lesen
von Programmen. Die Methodenbezeichnung sollte so gewählt werden, dass es
nicht mehr notwendig ist, in die Methode hineinzunavigieren, d.h. allein auf-
grund der sprechenden Bezeichnung zu wissen, welche Funktionalität die
Methode enthält.
Tab. 2–7
Namenskonventionen Methodennamen
Beispiele:
Klassenattribut lesen:
GET_CARRID
Klassenattribut speichern: SET_CARRID
Präfix Beschreibung
ZCL globale Klasse
ZIF globales Interface
LCL lokale Klasse
LIF lokales Interface
Methodenpräfix Beschreibung
GET_ Methode, die auf Klassenattribute lesend zugreift
SET_ Methode, die auf Klassenattribute setzend zugreift
HANDLE_ Behandlermethode von Klassenereignissen
IS_ Methode, die einen Wahrheitswert zurückliefert
CHECK_ Methode, die prüft
2 Voraussetzungen & Konventionen
16
Behandlermethode für Ereignis NEW_PLANEYPE: HANDLE_NEW_PLANETYPE
Prüfen eines Wahrheitswertes: IS_BONUS_RELEVANT
Allgemeine Prüfmethode: CHECK_VALID_DOMAINS
Methodenparameter
Der Präfix für Methodenparameter spezifiziert, welche Art von Parametertyp
genutzt wird. Die weitere Spezifizierung des Parameters erfolgt nach demselben
Prinzip wie der Präfix 2 für Variablen.
Tab. 2–8
Namenskonventionen Methodenparameter
Beispiele:
Importing-Parameter vom Typ interne Tabelle:
IT_SFLIGHTS
Returning-Parameter vom Typ Wahrheitswert: RF_KIND
Methodenaufrufe
In den Methodenaufrufe in diesem Buch wird auf den Syntax-Ausdruck CALL
METHOD verzichtet. Die SAP empfiehlt, seitdem es möglich ist, die Methoden ohne
diesen Ausdruck aufzurufen, diesen auch wegzulassen.
Beispiel:
Aus folgendem Methodenaufruf
Listing 2–1
CALL METHOD GET_SFLIGHTS
EXPORTING
rt_sflights = mt_sflights.
wird folgende verkürzte Version:
Listing 2–2
mt_sflights = GET_SFLIGHTS( ).
Parameterpräfix Beschreibung
I Import-Parameter
E Export-Parameter
C Changing-Parameter
R Returning-Parameter

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