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-> also: manuell auf den Arbeitsseiten ziehen!!!
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Arbeitsseiten
(siehe Muster)
KAPITEL 16
Bilder fürs Web
aufbereiten
Bilder gehören noch vor Texten zum wichtigsten Bestandteil einer Website, weil sie
als Erstes wahrgenommen werden. Diese Eigenschaft gilt übrigens auch für Print-
Medien, denn Bilder lösen beim Betrachten am ehesten Neugier aus, und wir lesen
dann womöglich den dazugehörigen Artikel.
Ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der richtigen »Visuals« erhöht somit die
Wahrscheinlichkeit, dass ein Artikel gelesen wird. Und da man leider nicht einfach
jedes Bild in der besten Auflösung präsentieren kann, muss man beim Optimieren der
Bilder den jeweils am besten geeigneten Grafik-Komprimierungsalgorithmus aus-
suchen.
§
Bei der Auswahl der Bilder sind vor allem zwei Dinge zu beachten:
Zum einen ist jedes Foto, auch der künstlerisch nicht wertvolle
Urlaubsschnappschuss als Lichtbild quasi urheberrechtlich geschützt,
zum anderen genießen abgebildete Personen das Recht am eigenen
Bild. Unter Umständen sollte man also von einer Veröffentlichung
absehen. Eine Veröffentlichung ist aber kein Problem, wenn der Foto-
graf bzw. der Abgebildete zugestimmt haben.
Bilderplattformen wie Flickr.com funktionieren in aller Regel so,
dass der Urheber seine Bilder mit der generellen Erlaubnis für jeder-
mann einstellt, diese Bilder auch nutzen zu können. Die entspre-
chenden Lizenzen sind vergleichbar bzw. identisch mit den Creative
Commons Lizenzen (siehe hierzu den Abschnitt »Creative Com-
mons-Lizenzen« in Kapitel 19, Urheberrecht) Wer dagegen über die
Google-Bildersuche nach Verwertbarem sucht, kann etwa auch auf
einer Privatseite ohne eine solche Lizenz landen – hier empfiehlt sich
dann eine genaue Prüfung, ob das Bild tatsächlich verwendet wer-
den darf.
In diesem Kapitel:
Die Bildformate JPEG, GIF und PNG
Bilder mit Photoshop optimieren
Bilddatenbanken
458-X.book Seite 233 Dienstag, 28. November 2006 4:23 16
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Kapitel 16: Bilder fürs Web aufbereiten
Links
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Beim Recht am eigenen Bild handelt es sich um einen Teil des allge-
meinen Persönlichkeitsrecht. Sobald der Abgebildete durch eine Ver-
öffentlichung persönlich beeinträchtigt wird, muss davon abgesehen
werden. Das kann etwa dann der Fall sein, wenn jemand durch ein
veröffentlichtes Bild der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Näheres
hierzu finden Sie im Abschnitt »Das Recht am eigenen Bild« in Kapi-
tel 21, Persönlichkeitsrechte.
Personen, Figuren und Objekte sollten immer in Richtung des Texts schauen oder weisen,
denn das Bildmotiv und der Text sollten nicht auseinander streben. Außerdem sollte das
Bildmotiv mit der Textinformation harmonieren. Vergleichen Sie dazu einmal die beiden
Bilder in Abbildung 16-1 und entscheiden Sie selbst, welches von ihnen stärker dazu auf-
fordert, den zusätzlichen Text zu lesen.
Weisen Bildmotive nicht in die gewünschte Richtung, können sie gespiegelt werden. Dazu
eignen sich Portraits oder Großaufnahmen von Gesichtern. Beachten Sie jedoch, dass
gespiegelte Bilder auch Tatsachen verfälschen können. Zeigt das Bildmotiv z.B. einen
Unfall, darf das Bild nicht gespiegelt werden, da es ansonsten die Tatsachen verfälscht
und mit den Aussagen im Text kollidieren kann.
Im Netz sind Nahaufnahmen Totalen vorzuziehen. Fotos mit vielen Details verlieren bei
der Verkleinerung schnell an Aussagekraft, weil Gegenstände und Personen auf daumen-
großen Bildern schwer bis gar nicht zu erkennen sind. Der Einsatz von kleinen Bildern ist
darum sinnvoll, weil einerseits große Bilder eine längere Übertragungsdauer beanspru-
chen und andererseits der Platz auf einer Website beschränkt ist. Vergessen Sie auch
nicht, dass immer mehr Mobiltelefonbesitzer im Internet surfen. Große Bilder können auf
den kleinen Bildschirmen meist nicht dargestellt werden, und die Verbindung erlaubt
auch nicht so einen großen Datentransfer wie beim eigenen Rechner.
Bildaufbau und Bildspannung
In den Printmedien gilt, dass Bilder mit Bildunterschriften oft noch vor
dem Blick auf die eigentliche Überschrift betrachtet werden. Gesichter von
Menschen machen den Leser dabei besonders neugierig. Kein Wunder
also, dass uns von den meisten Titelseiten der Zeitschriften Gesichter ent-
gegenblicken. Eigentlich ist das Sehverhalten auch im Internet so. Aller-
dings braucht die Datenübertragung von Bildern wegen Ihrer Größe meist etwas län-
ger, und außerdem werden die Bilder immer erst nach dem Download der Webseite
geladen. Zwar macht sich dank schnellerer Internetverbindungen ein Trend zu
immer größeren Bildern bemerkbar, andererseits darf man jedoch nicht die immer
noch hohe Anzahl an Modembesitzern vergessen, die gemächlich durch das Web
kriechen. Im besten Fall bietet man deswegen seinen Besuchern zwei Bildversionen
parallel an: eine kleine und eine große. Möchte der Besucher das Bild vergrößern,
reicht ein Klick auf das kleine Bild, und ein vergrößertes wird angezeigt, z.B. in einem
Pop-up-Fenster.
458-X.book Seite 234 Dienstag, 28. November 2006 4:23 16

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